tz- Medizinserie auch für Genießer

So kochen Sie sich gesund: Entlastung für Magen und Leber

+

Der Magen ist – nach dem Mund, wo die Nahrung zerkleinert wird – die zweite Station unserer Verdauung. Und dort wird Schwerarbeit verrichtet – vor allem, wenn die Lebensmittel nicht gründlich zerkaut wurden oder durch ihre Zusammensetzung schwer verdaulich sind.

Drüsen im Magen setzen unter anderem Salzsäure frei. Diese tötet Mikroorganismen ab und leitet die Eiweißverdauung ein, die von eiweißspaltenden Enzymen fortgesetzt wird. Magenmuskeln durchmischen den Speisebrei. Der Pförtner, ein Ringmuskel am Magenausgang, reicht die Nahrung portionsweise an den Darm weiter. Fetthaltige und schlecht gekaute Nahrung liegt länger im Magen als flüssige und stark zerkleinerte. Wer seinen Magen entlastet, tut zugleich etwas für die Leber. Sie ist quasi unser Zentrallabor und – nach dem Gehirn – das am stärksten durchblutete Organ. Große Blutgefäße ziehen zur Leber hin und liefern vom Herzen angereichertes sauerstoffreiches Blut sowie Nahrungsbestandteile aus Darm, Milz und Bauchspeicheldrüse. Auch Arzneimittel gelangen so zur Leber. Überschüssiges Eiweiß wird zu körpereigenem Eiweiß umgebaut, Kohlenhydrate/Zucker zu Glykogen, Fette werden in eine speicherbare Form umgewandelt.

Zudem stellt die Leber bei Bedarf Cholesterin her, was unentbehrlich für die Funktion des Nervensystems und der Hirnleistung ist und ein Grundgerüst vieler Hormone bildet. Außerdem wandelt die Leber Cholesterin zu Gallensäuren um, die wiederum einen Großteil der Gallenflüssigkeit ausmachen. Nach und nach wird dann die Gallenflüssigkeit von der Gallenblase in den Dünndarm abgegeben und hilft bei der Fettverdauung.

7 goldene Regeln

  • Versuchen Sie fünf kleine statt drei großer Mahlzeiten zu sich zu nehmen und achten Sie darauf, wie Sie reagieren: Nicht alle Menschen brauchen denselben Mahlzeitenrhythmus. Verzichten Sie auf schwer verdauliche (tierische) Fette aus Wurst, fettem Fleisch und Paniertem.
  • Nehmen Sie in Maßen Eiweiß zu sich, aus magerem Fleisch, Ei und Milchprodukten. Es dient dem Aufbau von Leberzellen.
  • Meiden Sie Zucker.
  • Bevorzugen Sie Lebensmittel mit langkettigen Kohlenhydraten (Kartoffeln, Vollkornprodukte, Obst, Gemüse). Vorsicht bei Kohl und Hülsenfrüchten (Blähungen).
  • Helfen Sie Magen und Leber, indem Sie das Essen gründlich kauen.
  • Achten Sie darauf, ausreichend Vitamine (A, B) und Spurenelemente (Zink, Eisen) über die Nahrung zu sich nehmen, die unser Körper in der Leber speichert.
  • Verzichten Sie auf übermäßigen Alkoholgenuss. Das stresst die Leber ganz besonders.

tz-Stichwort: Magen & Leber

Leber: Etwa 1,5 Liter Blut strömen pro Minute durch unsere Leber. Sie ist zudem ein wahres Entgiftungsorgan, baut Alkohol, Medikamente, Naturheilmittel, auch Schimmelpilze und Chemikalien ab. Sie ist ein äußerst widerstandsfähiges Organ und kann sich teilweise selbst erneuern bzw. regenerieren. Einem gesunden Menschen reicht zum Leben ein Drittel der Lebermasse.

Magen: Der menschliche Magen hat ein Fassungsvermögen von durchschnittlich 1,5 Litern. Im Ruhezustand produzieren die Drüsen im Magen etwa zehn Milliliter Magensaft pro Stunde, beim Essen kann sich die Bildung bis zu einem Liter steigern.

Das brauchen Sie immer

Festkochende Kartoffeln, Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Karotten, Knoblauch, Äpfel, Olivenöl (nativ), neutrales Pflanzenöl (Rapsöl), Essig, Petersilie, Thymian, Zitronen, Vollkornbrot, Parmesan, Naturjoghurt (mager), Sauerrahm (10 % Fett), Eier, Instant-Gemüsebrühe (ohne Geschmacksverstärker), Mineralwasser.

Mittagsimbiss: Buntes Gemüse mit Feta

Zutaten für zwei Portionen

  • 750 g gemischtes Gemüse nach Vorliebe und Vorrat (Karotte, Lauch, Broccoli, Sellerie, Paprika, Zucchini)
  • 4 EL Olivenöl,
  • Salz nach Geschmack Rosmarin, Thymian (getrocknet) oder Basilikum (frisch)
  • etwas Zitronensaft oder Balsamico-Essig
  • 100 g Feta (griechischer Schafskäse in Salzlake)

Zubereitung:Das Gemüse in nicht zu kleine Stücke schneiden und in einer beschichteten Pfanne mit zwei EL Olivenöl anschmoren, Deckel aufsetzen im eigenen Saft schmoren lassen, bis es gar ist, aber noch den gewünschten Biss hat. Eventuell muss je nach Gemüsesorten ein wenig Wasser dazugegeben werden. Kurz vor Ende salzen und die getrockneten Kräuter dazugeben. Etwas auskühlen lassen und in einer Schüssel mit 2 EL Olivenöl, Zitronensaft (bzw. Balsamico) marinieren, den Schafskäse fein hineinbröckeln (ggf. nun die gezupften Basilikumblätter dazugeben) und alles vermischen.

Lauwarm oder kalt mit einer Scheibe (Vollkorn-)Brot genießen.

Abendessen: Kartoffel-Karotten-Suppe mit Sauerrahm

Zutaten für zwei Portionen

  • 400 g Kartoffeln
  • 500 g Karotten
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL kaltgepresstes Olivenöl
  • 0,5 l Gemüsebrühe (Instant)
  • 1 TL zerstoßener Kümmel, nach Belieben auch Korianderkörner
  • 100 g saure Sahne
  • 2 EL gehackte Petersilie (oder nach Geschmack frischer Dill)
  • Salz
  • Cayennepfeffer (Chilipulver)

Zubereitung:Die Kartoffeln schälen, waschen und in Würfel schneiden. Die Karotten waschen, putzen, schaben und in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und würfeln.

Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Kartoffeln und Karotten einige Minuten mitdünsten.

Brühe dazu, Kümmel hinzufügen, alles umrühren, die Suppe aufkochen lassen und dann zugedeckt etwa 20 Minuten köcheln lassen.

Die saure Sahne und die Petersilie dazugeben und die Suppe mit Salz sowie Cayennepfeffer abschmecken.

Auch interessant

Meistgelesen

Mit diesem genialen Trick bleibt Brot länger frisch
Mit diesem genialen Trick bleibt Brot länger frisch
Überraschend: Flüssigkeit aus dem Steak - es ist kein Blut
Überraschend: Flüssigkeit aus dem Steak - es ist kein Blut
Süße Versuchung: Die besten Nussschnecken Münchens
Süße Versuchung: Die besten Nussschnecken Münchens
4 Dachterrassen in München, auf denen Sie jetzt sitzen sollten
4 Dachterrassen in München, auf denen Sie jetzt sitzen sollten

Kommentare