Experten warnen

Kochen in der Spülmaschine: So gefährlich ist der neue Trend

+
Ihre Spülmaschine kann mehr als nur Geschirr sauber machen.

Es klingt verlockend: Geschirr reinigen und kochen, buchstäblich in einem Abwasch. Aber diese vermeintlich clevere Idee hat einen unangenehmen Haken.

Ein neuer Hype geistert durch die Kochforen, sozialen Netzwerke und Gastro-Seiten im Internet: Kochen in der Spülmaschine soll funktionieren wie ein Dampfgarer. Aber so einfach ist es leider nicht.

Sous-vide in der Spülmaschine

Unter Spitzenköchen und solchen, die es gerne sein wollen, gehört Sous-vide zum guten Ton. Dabei wird das Gargut (Fleisch, Fisch oder auch Gemüse) in einem speziellen Kunststoffbeutel gelegt, sämtliche Luft wird entzogen und dann wird das Ganze bei Temperaturen zwischen 50 und maximal 85 Grad gegart. Besonders clevere Köpfe sind auf die Idee gekommen, dass man das auch in der Spülmaschine machen könnte, zeitgleich zum Spülgang, wie das Portal eatsmarter.de berichtet. Hierbei sollen Intensivprogramme mit Temperaturen über 65 Grad am besten funktionieren.

Küchen-Trend 2018: Ist die Heißluftfritteuse der neue Thermomix?

Was spricht für das Kochen in der Spülmaschine?

Die Umwelt. Angeblich soll das Spülmaschinen-Kochen Wasser und Strom sparen, in etwa so wie beim Duschen Zähneputzen oder beim Baden abwaschen. Genaue Zahlen oder eine Bewertung der Energieffizienz gibt es aber noch nicht. Das Vakuumgaren selbst soll das Gargut saftig halten und Vitamine und Nährstoffe erhalten.

Auch interessant: Was Sie beim Einräumen der Spülmaschine immer falsch machen 

Was spricht gegen das Kochen in der Spülmaschine?

Bevor Sie jetzt schon überlegen, welchen Gang Ihres Weihnachtsessens Sie auch in der Spülmaschine zubereiten könnten, sollten Sie die Warnung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein lesen. "Es gibt viele Möglichkeiten, im Haushalt Energie zu sparen und sein Essen nährwertschonend und sicher zuzubereiten. Aber das Garen im Geschirrspüler ist der falsche Weg", so Gudrun Köster, Expertin für Lebensmittel bei der Verbraucherzentrale. "Die verwendeten Materialien wie Aluminium oder Bratschläuche und -beutel sind für diesen Zweck nicht geprüft. Deshalb ist diese Methode gesundheitlich bedenklich."

Reinigungsmittel und Schadstoffe im Essen

Die Beutel oder Bratschläuche, in denen sich die Lebensmittel befinden, sind in der Spülmaschine hohen Temperaturen, einer aggressiven Reinigungslösung und säurehaltigem Klarspüler ausgesetzt. Diese Kombination kann Schadstoffe aus der Folie lösen, die dann ins Essen übergehen. Wenn der Beutel nicht ordentlich verschlossen ist, oder sich während des Spülvorgangs öffnet, können die Speisen außerdem in Kontakt mit Reinigungsmitteln kommen. Diese Garmethode ist also sehr riskant und nicht empfehlenswert.

Auf Nachfrage der Verbraucherzentrale gaben die Hersteller von Bratschläuchen und -beuteln an, dass sie ihre Produkte für diesen Zweck nicht geprüft haben. Sie können also ebenfalls nicht garantieren, dass die Produkte dicht halten.

Bleiben Sie im Sinne Ihrer Gesundheit und der Ihrer Lieben für das Weihnachtsmahl also lieber bei den herkömmlichen Zubereitungsmethoden.

Lesen Sie auchwarum Sie diese Lebensmittel lieber nicht in der Mikrowelle aufwärmen sollten und wie ein Student das Kochen in der Waschmaschine möglich macht.

ante

Diese sieben Dinge gehören auf keinen Fall in die Spülmaschine

Auch interessant

Meistgelesen

Essen gehen in München 2018: Diese neuen Restaurants sollten Sie probieren
Essen gehen in München 2018: Diese neuen Restaurants sollten Sie probieren
Diese McDonald's-Revolution wird viele Menschen glücklich machen
Diese McDonald's-Revolution wird viele Menschen glücklich machen
Dramatischer Countdown: Deshalb gibt es bald keine Schokolade mehr
Dramatischer Countdown: Deshalb gibt es bald keine Schokolade mehr
Mit diesem Trick müssen Sie nie mehr mühsam Kartoffeln schälen
Mit diesem Trick müssen Sie nie mehr mühsam Kartoffeln schälen

Kommentare