Lackierte Entenbrust und Krokodil

Diese Lokale sind neu in München

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Vom Rugby-Profi zum Koch: Robert Ahiagba hat den Ball gegen den Topf getauscht.

München - In den vergangenen Wochen haben Münchner Wirte neue Lokale eröffnet. Wir stellen sie hier vor und sagen Ihnen, ob sich ein Besuch lohnt.

Ein ehemaliger Rugby-Profi, der jetzt Bananen karamellisiert, ein Raubtier in Schwabing und eine neue Wirtin im einstigen Lieblingsgriechen von Oberbürgermeister Christian Ude: In den vergangenen Wochen ist Münchens Gastro-Szene um neue Lokale reicher geworden – und wir stellen sie vor.

Makula

„Soll ich Ihnen Leberkäse machen oder Krokodil“, fragt Robert Ahiagba Gäste, die unschlüssig sind – und bringt damit auf den Punkt, was seine Küche auszeichnet: Die Verbindung bayerischer und westafrikanischer Schmankerl. Einst war der 50-Jährige aus Togo Rugby-Profi beim Accra Rugby Club in Ghana. Vor 18 Jahren kam er nach Bayern, wo er eine Lehre zum Koch absolvierte. Schließlich machte er sich als Caterer selbstständig – und verwandelte seine Küche jetzt in das kleine Lokal „Makula“.

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Auch wenn die Atmosphäre an einen Schnell-Imbiss oder eine Döner-Bude erinnert – das Essen ist so hervorragend, dass die Inneneinrichtung zur Nebensache wird. Ahiagba spielt raffiniert mit verschiedenen Aromen, serviert zum Beispiel Räucherfisch und Spinat auf gedämpften Maismuffins (8,50 Euro). Typisch westafrikanisch sind auch Yamswurzeln, karamellisierte Kochbananen und Kudu, eine Antilopenart. Wem das zu exotisch ist, empfiehlt Ahiagba Bratwurstpralinen auf Salat. Wer Süßes mag, sollte sich die Desserts nicht entgehen lassen: Panna cotta würzt er mit frischem Rosmarin (2,50 Euro), Joghurt serviert er mit frischem Obst und Rosensirup. Das Makula an der Dreimühlenstraße 14 im Schlachthofviertel ist Montag bis Samstag, 11 bis 15 Uhr und 18 bis 22 Uhr geöffnet. Sonntags ist Ahiagba meist als Caterer unterwegs. Mehr Infos auf www.robert-catering.de oder telefonisch: 089/139 41213.

Panther Grill & Bar

Ribeye-Steak und Seezunge vom Lavagrill kommen im „Panther Grill und Bar“ auf den Tisch. Das elegante, loungeartige Lokal an der Schwabinger Franz-Joseph-Straße 45 ist aber auch für jene interessant, die einfach nur einen Cocktail trinken wollen. Geöffnet ist Montag bis Freitag, 11.30 bis 1 Uhr, Samstag, 18 bis 1 Uhr. Telefon: 089/ 27 37 27 50.

Das Lokal

Elegant aber gemütlich ist das Restaurant „Das Lokal“ von Jürgen Messmer und Kai Große (r.) in Schwabing.

Zugegeben – der Name des Restaurants an der Schwabinger Georgenstraße 45 ist nicht gerade einfallsreich. Dafür liest sich die Speisekarte umso raffinierter: Gebratener Kabeljau mit Pfeffer-Karamell-Linsen und Cranberries (21 Euro) sowie lackierte Entenbrust mit gebratenem Blaukraut und Tandoori-Gnocchi (25 Euro) sind nur zwei der Gerichte, die Kai Große seinen Gästen auftischt. Der 31-Jährige ging beim Koch der Fußballnationalmannschaft, Holger Stromberg, in die Lehre, kochte später im Sterne-Restaurant des Romantik Hotels Residenz am See in Meersburg sowie im Blauen Bock am Viktualienmarkt – und bringt seine Kreativität jetzt in Jürgen Messmers neuem Restaurant „Das Lokal“ ein. Früher befand sich in den Räumlichkeiten das Restaurant „Cucina Legame“. Dessen elegante und zugleich gemütliche Inneneinrichtung aus dunklem Holz haben Große und Messmer weitgehend behalten, zum Beispiel die Bar aus Walnussholz.

Große bevorzugt regionale Zutaten, die er aus der unmittelbaren Nachbarschaft bezieht: Gemüse vom Elisabethmarkt und Münchner Gin aus der Distillerie an der Barer Straße. Das Lokal ist montags, mittwochs und freitags von 11.30 bis 14 Uhr und von 18 bis 24 Uhr geöffnet, samstags von 18 bis 24 Uhr und sonntags von 10.30 bis 14.30 Uhr. Reservierung unter: 089/24290953.

Hostaria Rò E Bunì

Wo sich Oberbürgermeister Christian Ude einst griechische Schmankerl schmecken ließ, kommt heute Fleisch von Öko-Bauern aus der Region auf den Tisch: „Hostaria Rò E Bunì“ heißt das italienische Restaurant, in dem früher Udes Lieblingsgrieche „Simera“ war. Inneneinrichtung und Speisen sind rustikal: Das dunkle Gebälk an der Decke und der offene Kamin schaffen eine Atmosphäre, die an italienische Landgasthöfe erinnert. Dazu passen die Gerichte: Bodenständige italienische Hausmannskost aus besten Zutaten. Schmackhaft sind zum Beispiel die Strozzapreti Pomodoro e Basilico (8,50 Euro), die wie alle Nudeln in der Hostaria selbstgemacht sind – ganz wie bei Mama oder Nonna. Auch gut ist das Kalbskotelett mit Salbeibutter (13,50 Euro). Die „Hostaria Rò E Bunì“ an der Schwabinger Kaiserstraße 55 ist Montag bis Freitag, 17.30 Uhr bis Mitternacht geöffnet. Samstag ab 15 Uhr (Bundesliga-Übertragung) und Sonntag ab 12 Uhr. Reservierung unter: 089/ 335380.

Polar Bar

Eine Bar auf Kufen und das Flair einer arktischen Forschungsstation – das ist die Polar Bar auf der Panorama-Terrasse des Bayerischen Hofs. Bereits seit sieben Jahren verwandelt sich die Terrasse im siebten Stock während der Wintermonate in eine Freiluftschenke. Frieren müssen die Gäste trotzdem nicht – Heizstrahler sorgen für ein bisserl Wärme. Im März 2013 gehen die letzten Cocktails über den Tresen. Geöffnet ist Montag bis Freitag, 16 bis 22 Uhr, Samstag und Sonntag von 12 bis 22 Uhr.

Boonian

Gastronom Michi Kern und Szene-Wirtin Sandra Forster haben in der Schrannenhalle ein veganes Standl eröffnet – tierische Produkte sucht man hier vergeblich. Stattdessen können sich die Gäste am Tresen Häppchen wie Seitanspießchen mit Erdnusssauce (2,50 Euro) oder Grünkern-Pflanzerl (2,50 Euro) schmecken lassen. Die Schrannenhalle ist Montag bis Samstag, 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Bettina Stuhlweissenburg

 

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