Asiatisch-bayerische Erfolgsgeschichte

Mangostin feiert Jubiläum: Das Lokal des Lächelns

Roland Kuffler (l.) und Chefkoch Joseph Peter führen das Mangostin.

Das Mangostin feiert 25. Geburtstag! Geschäftsführer und Chefkoch Joseph Peter (56) spricht in der tz über die Erfolgsgeschichte des Dreier-Konzepts aus japanischer, thailändischer und asiatisch-kolonialer Küche.

Im Jahr 1990, als das Mangostin eröffnet hat, da bedeutete asiatische Kulinarik unter Münchnern: Mai-Thai-Cocktails schlürfen im Trader Vic’s im Bayerischen Hof. Freilich gab es einige familiengeführte China- und- Thai-Restaurants, aber die Küche aus dem Fernen Osten war bei uns noch nicht wirklich angekommen. Als dann im besagten Jahr das Mangostin in der Maria-Einsiedel-Straße aufmachte, zauberte das Lokal nur wenigen ein Lächeln ins Gesicht. Münchner Gastronomen beäugten das Dreier-Konzept aus japanischer, thailändischer und asiatisch-kolonialer Küche kritisch. „Werst sehng, in drei Monat iss a Stier (sprich: pleite)“, erzählt Mangostin-Geschäftsführer und Chefkoch Joseph Peter (56). Solche Sprüche haben ihn aber grad erst motiviert, sagt Peter heute. Die Motivation hat offenbar gut gewirkt: Das Mangostin feiert 25. Geburtstag!

Jetzt kann Peter mit Gaudi zurückdenken an früher. Damals, als die Thalkirchner unschlüssig im Biergarten des neuen Restaurants standen, das zuvor das Wirtshaus Deutsche Eiche war und von Erich Kaub, Schwager des Großgastronomen Roland Kuffler (77, Seehaus, Weinzelt) geführt wurde. Die Leute fragten: „Wo is ietz nacha da Chinäs?“ Und Joseph Peter, der bayerischen Mundart nicht abgeneigt, antwortete den Herrschaften: „I bin da Chinäs.“

Ein Vierteljahrhundert später lässt sich festhalten: Nicht nur zur Völkerverständigung hat Peter, Sohn bayerischer Wirtsleute vom Klosterstüberl im Kloster Fürstenfeld, beigetragen. Mit dem Mangostin hat der weit- und vielgereiste Mann, der sechs Jahre als Küchenchef im Hilton Bangkok gearbeitet hat und fließend Thai spricht, einen Genuss-Tempel geschaffen: authentische Küche mit Kompositionen aus Thailand, Japan und Vietnam. Und nicht nur das: Joesph Peter verfolgt immer die neuesten Entwicklungen und Trends der Küche in den Metropolen Asiens.

Zum Erfolg des Mangostin, das nach der Tropenfrucht Mangostane benannt wurde, gehört ein zweiter wichtiger Mann: Roland Kuffler. Der Gründer der gleichnamigen Gastrogruppe übernahm das Restaurant kurz nach der Wandlung zum Mangostin von Kaub. „Für mich ist er der Architekt der Gastronomie“, sagt Peter. Mit seinem Gespür für Innenarchitektur und seiner Liebe zum Detail habe er das Lokal zur Perle perfektioniert. „Seit 21 Jahren arbeiten wir zusammen. In einer schnelllebigen Branche wie der Gastronomie eine Seltenheit“, so Peter. Kuffler, der von sich selbst sagt, dass er nicht mal Kaffee kochen könne, lächelt: Joseph rührt – und ich rechne.“

Das gibt’s im Jubiläumsjahr:

Prost! Alle Gäste zum Abendessen bekommen bis zum Jahresende einen Aperitif gratis. Es gibt 20 neue Gerichte auf der Speisekarte – wie zum Beispiel Tatar vom japanischen Unagi-Aal mit Wasabi-Apfel und gebratener Entenleber auf Mango. Zur Gartensaison startet Munich’s First Asian BBQ. Auf Deutsch: Am Dienstagabend wird gegrillt. Als erstes und einziges Restaurant in München wird Miazaki-Beef direkt aus Japan importiert. Wagyu-Rind aus der Präfektur Miazaki, ebenso aus Kagoshima und Kobe. Das ist erst seit 2014 erlaubt.

In 25 Jahren kamen auf den Tisch:

- 150 Tonnen gedämpfter Reis

- 130 Tonnen frisches, im Haus geschnittenes und

verarbeitetes Hühnerfleisch

- 26 000 ganze Enten

- 6500 Kilogramm Koriander und ebenso viel Thai-Basilikum

(das entspricht im Anbau etwa 21 Fußballfeldern)

- 420 Kilogramm Teeblätter für Jasmin- und Grünen Tee

Tina Layes

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