Frisch auf dem Viktualienmarkt

Zur Maroni-Hochsaison: Edles vom Baum

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Standlfrau Anja Walter vom Obsthof Bucher empfiehlt Maroni.

München - Es ist kalt geworden in der Stadt, in den Bergen hat’s schon geschneit. Fehlt eigentlich bloß noch eins: abends ein paar heiße Maroni, ein gutes Glaserl Rotwein dazu - und unsere Tipps.

Was den Wein angeht: Da hätten wir einen Tipp parat (siehe unten). Und jetzt zu den Maroni: Auf dem Viktualienmarkt am Obsthof-Bucher-Stand gibt es die guten Hammer-Maroni aus Italien (das Kilo zu 13,80 Euro).

Wenn Sie geglaubt haben, dass Esskastanien und Maronen das gleiche sind, haben Sie sich getäuscht. Maronen sind weiter gezüchtete Sorten der ursprünglichen Edelkastanie. Esskastanien sind schwächer im Geschmack, außerdem kleiner und runder als Maronen. Beide stammen ursprünglich aus der Region ums Schwarze Meer. Auf dem deutschen Markt werden Maronen und Kastanien aus Frankreich, Italien und der Pfalz – dem größten deutschen Anbaugebiet – angeboten.

Die Saison beginnt Ende September und reicht bei einigen Sorten bis in den Dezember hinein. Den Frischegrad von Maronen und Kastanien können Sie einfach testen: Legen Sie die Nussfrüchte in lauwarmes Wasser. Wenn sie auf den Boden sinken, sind sie frisch. Schwimmen sie an der Oberfläche, sind sie wahrscheinlich alt oder verwurmt.

Lange galten Maronen oder Kastanien als Brot oder Kartoffeln der Armen. Mit Kastanienmehl gebackenes Brot sowie traditionelle Gerichte aus frischem Maronenpüree stehen aber heute noch auf dem Speiseplan. Die Schalenfrucht sollte man nicht unterschätzen: Sie ist reich an Mineral- und Nährstoffen wie Eisen, Phosphor und Kalium, aber auch an den Vitaminen B, C und E sowie Betakarotin. Die nussig-süße Baumfrucht ist also gesund und sättigend. 100 Gramm der Esskastanie enthalten dabei ungefähr 200 Kilokalorien.

So fein: Maronisuppe mit Trüffel ist ein ideales Winteressen.

Überwiegend werden Kastanien und Maronen geröstet verzehrt. Standlfrau Anja Walter vom Obsthof Bucher empfiehlt: „Ritzen Sie zunächst die Schale der braunen Frucht auf der gewölbten Seite kreuzförmig an.“ Ihr Tipp: „Rösten Sie die Maroni etwa 20 bis 25 Minuten in einem Topf oder in einer Pfanne. Da bleiben sie saftiger. Im Backofen werden Maronen sehr trocken“, sagt Walter.

Wer die Maronen nicht pur essen mag, der kann auch eine schaumiges Supperl machen. Mit etwas Trüffel darauf – ein wahres Gedicht!

Unser Wein-Tipp dazu: 2013 Fabelhaft Tinto, Douro

Der Fabelhaft ist eine portugiesische Erfolgsgeschichte. Vor zehn Jahren hob Starwinzer Dirk Niepoort den Roten aus dem Dourotal aus der Taufe. Für jedes wichtige Exportland gibt es einen eigenen Namen und ein eigenes Label. Drink me heißt er zum Beispiel auf Englisch. Das Etikett des Fabelhaft zeigt Wilhelm Buschs Geschichte vom gierigen Raben Huckebein. Gekeltert wird er aus mehreren klassischen Rebsorten des Dourotals, der Jahrgang 2013 ist fruchtig und würzig im Duft, voll aber dennoch belebend im anhaltenden Geschmack. Dank seiner Frische ist er ein fabelhafter Essensbegleiter – von würziger Pasta über herzhafte Gemüsegerichte bis zum gegrillten Steak. Oder eben zu heißen Maroni.

9,99 Euro bei Galeria Gourmet, Kaufhof am Marienplatz, Tel. 089/23 18 53 19.

Tina Layes/J. Loibl

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