Seit zehn Jahren ist hier Bio-Fleisch im Sortiment

Metzgerei Reiter: Heimat in der Theke

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Bio für München: Unternehmer Hannes Feneberg bietet in der Metzgerei Reiter in der Hohenzollernstr. 24 seit zehn Jahren Bio-Fleisch an.

Der Allgäuer Unternehmer Hannes Feneberg beliefert den Traditionsmetzger Reiter in der Hohenzollernstraße mit Bio-Fleisch aus der Region. In der tz erklärt er sein Konzept:

Fleisch ist aus Süddeutschland

In München ist die Nachfrage der Kunden nach Bio-Fleisch besonders groß, weiß Feneberg. Der Grund, weshalb er zusammen mit der Metzgerei Reiter in Schwabing vor etwa zehn Jahren angefangen hat, von konventionell auf bio umzusteigen. Heute besteht das Sortiment bei Rind- und Schweinefleisch aus bis zu 80 Prozent bio, beim Geflügel zu 100 Prozent. Doch was ist bio für Hannes Feneberg? „Das ist klar definiert: Das Fleisch stammt garantiert von Landwirten aus Süddeutschland, konkret aus Bayern und Baden-Württemberg, die Mitglied in einem Öko-Anbauverband wie Naturland oder Bioland sind. Sie sorgen dafür, dass die Tiere viel Auslauf bekommen, Platz im Stall haben und gutes Futter erhalten.“

Kontrolle und Futtermittel

Doch allein nach den EU-Bio-Vorschriften zu arbeiten, genügt Feneberg nicht: „Wir arbeiten zusätzlich mit einem hausinternen Kon-trollsystem“, sagt er der tz. Er ist überzeugt: „Nur durch Kontrolle entsteht Glaubwürdigkeit. Wichtig ist hier, dass die Kontrolleure gleichzeitig Berater sind und nicht nur auf die Höfe gehen, um sicherzustellen, dass die Richtlinien eingehalten werden.“ Eine zentrale Rolle spielen auch die Futtermittel. „Wir können das Futter bis auf den Acker zurückverfolgen. Es bestehen feste Partnerschaften zu Futtermühlen – und die Landwirte sind verpflichtet, sie von diesen zu beziehen.“

Der lange Weg zum Bio-Fleisch

Zunächst wurde bei Reiter Bio-Rindfleisch (Beispiel: Bio-Hochrippe, 100 g für 3,89 Euro) in das Sortiment aufgenommen. Schwieriger gestaltete sich die Umstellung beim Schweinefleisch (Beispiel: Tomahawk-Kotelett, 100 g für 2,25 Euro). Feneberg: „Hier spielt nicht nur die Haltung, sondern auch die Genetik eine Rolle. Es musste der richtige Ferkelerzeuger und die richtige Rasse gefunden werden, die trotz biologischer Aufzucht einen hohen intermuskulären Fettanteil ansetzt.“ Bio hin oder her, „der Geschmack ist schließlich auch wichtig“, so Feneberg. Am schwierigsten sei die Aufzucht von Bio-Geflügel. „Pute braucht viel Erfahrung, dass sie bei unserem Klima gedeiht, da sie ursprünglich aus Nordamerika stammt.“

Bio mit Gesicht: So erfahren Sie, von welchem Hof das Fleisch kommt

Sie wollen wissen, auf welchem Hof die Hühner aufgewachsen sind? Wie sie gehalten und gefüttert wurden? Das Konzept Bio mit Gesicht auf der Verpackung ermöglicht Ihnen, das herauszufinden. Wir haben ein Beispiel durchprobiert. Wir geben die Nummer 7311236, die auf dem Etikett steht, im Internet unter www.bio-mit-gesicht.de ein – es erscheint der Bioland-Hof von Ernst Hepfer in Neuhausen (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg). Der Betrieb hat sich auf die Hähnchenmast spezialisiert. Die Tiere leben in großen Ställen, werden artgerecht aufgezogen und ökologisch gefüttert. Sollte ein Tier krank werden, sodass es Antibiotika bekommen muss, nimmt es die Metzgerei aus dem Bio-Programm.

Tina Layes

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