3 Lokale auf 300 Metern

Mahlzeit! Mittagstische der Maxvorstadt

München - In der Maxvorstadt findet man problemlos innerhalb von 300 Metern gleich drei Restaurants, in denen man hervorragend zu Mittag essen kann. Die tz stellt die Läden vor.

Schmock: Koschere Köstlichkeiten

Augustenstr. 52

Tel.: 089/52 35 05 35

Mo – Fr von 10.30 – 16 Uhr & 18 bis 1 Uhr, Sa 18 – 1 Uhr, So geschlossen

Haben Sie schon mal eine koschere Currywurst (von vorschriftsmäßig geschächteten Tieren) probiert? Dann seien Sie kein Schmock (jiddisch für ungeschickter Mensch, Tölpel) und gehen Sie in die Augustenstraße 52! Hier gibt es die Spezialität mit Pommes und Salat für 10,50 Euro. Okay, das sind ein paar mehr Euro als an der Imbissbude, aber dafür ist sie besonders schmackhaft und gut gewürzt. Und ein Besuch lohnt sich allein schon wegen der stets ausgefallenen und teils provokativen Plakate an der Wand, die Schmock-Chef Florian Gleibs aufhängt und die den jiddischen Humor erklären sollen. An seiner Klagenmauer kann der Gast Kritik los werden. Gleibs Lokal serviert israelisch-orientalische Gerichte, die mittags zwischen 11.30 und 15.30 Uhr ein bisserl günstiger sind als abends: Um einen ersten Einblick zu bekommen, empfiehlt sich der Israelische Vorspeisenteller (12,50 Euro) mit unterschiedlichen Spezialitäten. Wer Nudeln mag, der sollte die hervorragenden Penne Rigata mit Auberginensafta und Schafskäse (7,50 Euro) probieren. Auf ein baldiges Schalom im Schmock!

Bei Raffaele: Ein Lieblingsitaliener

Raffaele (67, Foto) ist der jüngere Bruder von Mario Gargiulo, der das italienische Restaurant in der Adalbertstraße betreibt. Der 79-Jährige kam 1959 aus Sorrento am Golf von Neapel in die Landeshauptstadt und Mario, so heißt es, war der Mann, der die Pizza nach München brachte! Doch nun zu R

ffaele (sein großer Bruder holte ihn bereits im zarten Alter von 15 Jahren nach München) und seinem bezaubernden Lokal in der Luisenstraße, das es seit 1973 gibt. Raffales Mittagsangebote sind eine Wucht: Dienstags serviert er zum Beispiel eine ausgezeichnete hausgemachte Lasagne mit frischem Salat und einem kleinen Eis für günstige 6,50 Euro. Außerdem stehen unter anderem Spezialitäten wie Gnocchi (freitags, 6,50 Euro) und drei verschiedene Pizze zur Verfügung, beispielsweise mit Oliven und Peperoni (6 Euro). Sie werden im Holzofen gebacken und ist tatsächlich so groß wie auf dem Foto. Der zehnjährige Vincent am Nachbartisch hat Raffale zu seinem Lieblingsitaliener erkoren. „Weißt du warum?“, sagt er zu seiner Mama: „Weil er die beste Pizza macht – und dabei zuschauen kann ich auch noch.“

Tina Layes 

Luisenstr. 47

089/52 15 19

www.bei-raffaele.de

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11.30 bis 23.30 Uhr

Cuccuma: Wie im Wohnzimmer

Im Cuccuma (italienischer Dialekt: Kaffeekännchen) kann der gestresste Gast wunderbar der Alltagshektik entfliehen. Es ist eingerichtet wie ein Wohnzimmer: mit Aquarium, Tapete an der Wand und Plüschsofa. Die Chefin Stefanie Brecht-Endres steht selbst am Küchenherd und zaubert das Tagesgericht, das täglich wechselt. An unserem tz-Kostprobentag gab es feine Ravioli mit einer Kastanien-Apfel-Füllung, garniert mit einem frischen Salat für 7,90 Euro. Ein weiteres Angebot, das immer serviert wird, sind Nudeln (Gnocchi, Penne, Spaghetti) mit Soßen nach Herzenslust: Arrabiata, Pesto Verde oder Speck-Lauch-Soße. Egal, welche Variation – fünf Euro. Die Tagessuppe (4,50 Euro) variiert täglich und kommt nicht aus der Tüte, sondern wird frisch zubereitet. Deshalb sollte sich der Gast auch etwas Zeit nehmen, wenn er hier speisen möchte. Aber für dasWarten werden Sie hier belohnt.

Augustenstr. 97

www.cuccuma-muenchen.de

Tel.: 089/63 85 28 31

täglich geöffnet von 10 bis 22 Uhr, Mittagstisch ab 12 Uhr

Rubriklistenbild: © Götzfried

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