3 Lokale auf 300 Metern

Mahlzeit! Mittagstische am Viktualienmarkt

München - Am Viktualienmarkt findet man problemlos innerhalb von 300 Metern gleich drei Restaurants, in denen man hervorragend zu Mittag essen kann. Die tz stellt die Läden vor.

Luigi al Mercato: Kleiner, feiner Familienbetrieb

Prälat-Zistl-Straße 10 Tel.: 089/26 31 23 warme Küche 11 – 22.30 Uhr, So 12 bis 22 Uhr, Fei. geschlossen

Das kleine, feine Speiselokal Luigi al Mercato, direkt am Viktualienmarkt gegenüber der Schrannenhalle, ist eine Trattoria, wie sie in Italien auf dem Land stehen könnte: Der rote und weiße Hauswein (Lugana 0,7 l und Primitivo del Salento 0,7 l, jeweils 9,50 Euro), einen anderen gibt es hier nicht, wird aus Karaffen ausgeschenkt. Die Holztische sind mit rot-weiß-karierten Tischdecken geschmückt. Es ist ein liebevoller Familien­betrieb. Vor zwanzig Jahren hat Luigi Mele aus Lecce in Apulien das Restaurant eröffnet. Nun hat er sich in seiner Heimat zur Ruhe gesetzt. Sein Sohn Massimo hat die Trattoria übernommen, Schwester und Bruder machen den Service. „Meinem Vater zu Ehren nenne heißt es immer noch Luigi“, sagt Massimo. Die Mittagsangebote sind ausgezeichnet: Zwischen 11 Uhr und 16 Uhr gibt es jede Pizza oder Pasta inklusive Salat für 7,50 Euro. Beides schmeckt wie in Italien. Kein Wunder, der Koch ist Sizilianer. Darüber hinaus bietet Massimo auch drei Mittagsmenüs, die täglich wechseln. Wer beispielsweise einen Fisch bevorzugt, kann ein Doradenfilet an Kartoffelpüree mit Salat für 9,50 Euro genießen.

Der Pschorr: Heimat auf’m Teller

Viktualienmarkt 15 Tel.: 089/442 38 39 40 Mo bis So von 9 bis 1 Uhr, warme Küche von von 10.30 bis 23 Uhr

Ratzfatz, so lautet das Motto der Mittagstische beim Pschorr am Viktualienmarkt. Sehr zackig werden die Speisen von den charmanten und aufmerksamen Kellnerinnen serviert – und schmecken tut’s hervorragend. Das Ratz-Fatz-Gericht Karpfenfilet mit hausgemachtem Kartoffel-Gurkensalat (9,90 Euro) ist ein Genuss: das Fleisch intensiv im Geschmack und zart, der Salat gut gewürzt. Wer es lieber deftiger mag, der sollte unbedingt das Haxengröstl mit frischen Kräutern und reschen Bratkartoffeln (9,90 Euro) probieren. Klein, aber fein sind auch die Schmankerl wie beispielsweise eine getrüffelte Kartoffelsuppe mit gegrillten Bratwürstchen (für 6,90 Euro) – oder Sie bestellen einen großen, hausgemachten Leberknödel in kräftiger Ochsenbrühe (5,90 Euro). Beim Pschorr, der im August 2005 eröffnet wurde, kommen nur qualitativ hochwertige und regionale Produkte auf den Teller. So wird das Murnau-Werdenfelser Rindfleisch oder Kotelett vom Perger Obstgartenschwein in der Küche zubereitet. Für viele Gäste sind die einheimischen Rassen einer der Gründe, beim Pschorr einzukehren. Im Vergleich zu herkömmlichem Fleisch ist das des Werdenfelser Rinds zart, aber ursprünglicher und kerniger im Geschmack. Darüber hinaus ist es sicher auch das urige Ambiente in dem meterhohen Raum mit seinem Gewölbe und dem hellen Holz, das sich jeder Gast so wohl fühlt und gerne auch mal länger verweilt. Das Bier darf freilich nicht vergessen werden: Hier wird das Edelhell der Hacker-Pschorr-Brauerei (0,5 l für 4,50 Euro) noch aus Eichenholzfässern angeboten. Dieses wird mit Hilfe von Stangeneis, das aus eigener Produktion stammt, im Fasskeller gekühlt. Eine Spezialität des Hauses, die es nur beim Pschorr zu genießen gibt: zwei hausgemachte Bierbratwürste vom Metzger Sepp Urban aus Eurasburg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) mit feinem Fass-Sauerkraut und Speckwürfeln sowie cremigem Kartoffelbrei – für Feinschmecker! 

Tina Layes

Stadtcafé: Typisch Münchner Gerichte

St.-Jakobs-Platz 1 Tel.: 089/26 69 49 So – Do, 10 – 24 Uhr, Fr & Sa, 10 –1 Uhr

Das Stadtcafé am Jakobsplatz ist eine Institution in München, die seit 25 Jahren gut besucht wird. Etwa von Erwachsenen, die bereits als Kinder hier ihren Kakao getrunken haben. Und es ist ­ideal für ein Mittagspäuschen; kann sich der Gast hier doch in dem großen Angebot an internationalen Zeitungen vertiefen. Neben frischem Kuchen und feinen Kaffeespezialitäten bietet auch die täglich wechselnde Mittagskarte gute saisonale, frische Gerichte, die bezahlbar sind: Bei unserer tz-Kostprobe durften wir einen hervorragenden Gemüse-Pichlsteiner-Eintopf (6,50 Euro), von Gastronom Thomas „Tulpe“ Hausmann (Foto) zubereitet, genießen. Inspiriert von der erfolgreichen Ausstellung Typisch München im benachbarten Stadtmuseum werden stets auch typische Münchnerische Gerichte wie Rahmschwammerl mit Semmelknödel (8,50 Euro) ode Bio-Wammerl mit Kartoffel-Endiviensalat für 8,80 Euro serviert.

Rubriklistenbild: © Westermann

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