Fleischermeister klärt auf

Nach Aldi-Shitstorm: Was ein gutes Steak kosten muss

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Für ein gutes Steak muss der Kunde auch bereit sein, mehr zu zahlen.

Ein Billig-Fleisch von Aldi sorgt für Furore im Netz - nur 1,99 Euro verlangt der Discounter für ein 600-Gramm-Steak. Doch welcher Preis ist angemessen?

Ein 600-Gramm-Steak für nur 1,99 Euro? Mit diesem Angebot hat Aldi den Ärger seiner Kunden auf sich gezogen. Denn wie gut kann das Fleisch für diesen Billig-Preis schon sein? Und aus welcher Haltung muss wohl erst das Tier stammen?

Der Facebook-Ausraster von Dominik Boisen hat eine große Diskussion um die Preispolitik der Supermärkte und Discounter losgetreten (wie tz berichtete).

So viel muss ein 600-Gramm-Steak kosten

Nun fragte der Stern bei jemanden nach, der es wissen muss: Holger Buss, einen Fleischermeister und Obermeister der Fleischerinnung im hessischen Wetteraukreis. Für seinen Metzgerladen bezieht er das Fleisch von den örtlichen Bauern: "Mein Bauer ist drei Kilometer weg, da weiß ich, dass die Tiere vernünftig großgezogen werden. Der hat auch keine 100 Angestellten, die für den Mindestlohn arbeiten. Da kümmert sich die Familie des Bauern noch selbst um die Tiere."

Daraus ergäbe sich ein völlig anderer Umgang mit Lebewesen und eine andere Preispolitik: "Wenn mein Bauer vernünftiges Geld kriegt, kann er mir auch eine vernünftige Qualität liefern."

Für einen Kilo Fleisch aus einer Schweinhälfte zahlt Buss seinem Bauern je nach Saison 2,20 bis 2,50 Euro – Haut, Knochen und Kopf inklusive. Im Laden kostet das 600-Gramm-Nackensteak dann sechs bis sieben Euro.

Nicht nur ein Steak: Kinder lernen Umgang mit Tieren

Für Buss ist eines ganz klar: In der aktuellen Fleischwirtschaft hat man völlig den Bezug zu den Tieren verloren. Bei ihm zu Hause geht es da anders zu, denn die Kinder kennen ihre Schweine noch beim Namen und ziehen sie ein Jahr lang groß, bevor es auf die Schlachtbank geht. Nur so lernen seine Sprösslinge wertzuschätzen, was bei ihnen auf dem Tisch kommt. Der Mythos von der "lila Kuh"kommt dann gar nicht erst auf.

Lesen Sie hier unseren großen Grill-Ratgeber und warum rote Flüssigkeit aus dem Steak kein Blut ist.

Festmahl vom Grill: Meeresfrüchte für lauschige Abende

Ganze Fische - wie diese Forellen - lassen sich besonders gut grillen, die Mittelgräte hält sie zusammen und das Fleisch bleibt saftig. Kleine Meeresfrüchte wie Garnelen gelingen am besten am Spieß. Foto: Monique Wüstenhagen
Ganze Fische - wie diese Forellen - lassen sich besonders gut grillen, die Mittelgräte hält sie zusammen und das Fleisch bleibt saftig. Kleine Meeresfrüchte wie Garnelen gelingen am besten am Spieß. Foto: Monique Wüstenhagen © Monique Wüstenhagen
Fisch oder Filets lassen sich auch auf einer Holzplanke grillen. Für Lachs ist das besonders geeignet. Foto: Gräfe und Unzer/Klaus-Maria Einwanger
Fisch oder Filets lassen sich auch auf einer Holzplanke grillen. Für Lachs ist das besonders geeignet. Foto: Gräfe und Unzer/Klaus-Maria Einwanger © Klaus-Maria Einwanger
Ingolf Ernst ist Produktentwickler beim Unternehmen Deutsche See Fischmanufaktur in Bremerhaven und gelernter Koch. Foto: Deutsche See GmbH
Ingolf Ernst ist Produktentwickler beim Unternehmen Deutsche See Fischmanufaktur in Bremerhaven und gelernter Koch. Foto: Deutsche See GmbH © Deutsche See GmbH
Beispielsweise Wolfsbarsch lässt sich sehr gut im Ganzen grillen. Foto: Gräfe und Unzer/Klaus-Maria Einwanger
Beispielsweise Wolfsbarsch lässt sich sehr gut im Ganzen grillen. Foto: Gräfe und Unzer/Klaus-Maria Einwanger © Klaus-Maria Einwanger
Garnelen lassen sich ganz einfach am Spieß grillen. Foto: Deutsche See GmbH
Garnelen lassen sich ganz einfach am Spieß grillen. Foto: Deutsche See GmbH © Deutsche See GmbH
Reinhardt Hess veröffentlichte ein Buch mit zahlreichen Vorschlägen zum Grillen. Foto: Gräfe und Unzer/Klaus-Maria Einwanger
Reinhardt Hess veröffentlichte ein Buch mit zahlreichen Vorschlägen zum Grillen. Foto: Gräfe und Unzer/Klaus-Maria Einwanger © Klaus-Maria Einwanger
Tintenfisch wird vor dem Grillen am besten mit Knoblauchöl eingestrichen und gesalzen. Wichtig: Er darf nicht zu heiß grillen. Foto:  Markus Scholz
Tintenfisch wird vor dem Grillen am besten mit Knoblauchöl eingestrichen und gesalzen. Wichtig: Er darf nicht zu heiß grillen. Foto:  Markus Scholz © Markus Scholz

Von Franziska Kaindl

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