Verschlimmbesserung?

"Neue Rezeptur": Steckt dahinter wirklich immer ein schlechteres Produkt?

+
Lebensmittel im Supermarkt mit "neuer Rezeptur" - was ist dran?

Schon bei Nutella scheiden sich hier die Geister: Ist die neue Rezeptur wirklich schlechter als zuvor? Und ist das der Normalfall bei Produkten mit "neuer Rezeptur"?

Oft werben Marken mit einer neuen Rezeptur für altbekannte Produkte. Sie werden dann hochgelobt und durch teure Marketingmaßnahmen angepriesen. Was aber steckt dahinter, wenn ein Produkt eine neue Rezeptur bekommt? Ist es dann besser? Oder ist das Gegenteil der Fall?

Sollen durch die neue Rezeptur Verbraucher an der Nase herumgeführt werden?

Wie die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) herausgefunden hat, sind viele Produkte davon betroffen: Der Hersteller wirbt mit "Neuer Rezeptur", die Produkte aber haben sich im Hinblick auf Zutaten und Qualität verschlechtert.

"Die Produkte, die wir kontrolliert haben (...) da sprechen wir von einer Produktverschlechterung. Wertgebende Zutaten werden eingespart, stattdessen z.B. Aroma genommen. Das ist ein weites Feld - aber unter dem Strich bezahlt der Verbraucher die Zeche", so ein Verbraucherschützer in der WDR-Sendung Markt.

Lesen Sie hier: Warum ist Butter eigentlich so teuer geworden?

Produkte, die sich durch "Neue Rezeptur" verschlechtert haben

Produkt

Neue Zutatenliste

Nutella

  • weniger Kakao, von ca. 8,4 % auf ca. 7,4 %
  • mehr Zucker, von 55,9 % auf 56,3 %
  • mehr Magermilchpulver, von 7,5 % auf 8,7 %

Homann Milder Eiersalat Homann Feinkost GmbH (Unternehmensgruppe Theo Müller)

  • weniger Eier, statt 58% nur noch 50% 
  • mehr Zusatzstoffe: zwei Konservierungsstoffe Natriumbenzoat (E 211) und Kaliumsorbat (E 202) 
  • positiv: weniger Salz, statt 1,8 % nur noch 0,61 %

Milka Nussini Waffelschnitte Mondelez

  • weniger Haselnüsse, statt 14% nur noch 9,5% 
  • keine Haselnusscreme mehr, nur noch Creme mit Haselnuss-Geschmack

Vitalis Früchtemüsli Dr. Oetker

  • mehr gezuckerte Früchte 
  • höherer Zuckergehalt, statt 26% jetzt 27% 
  • weniger Vollkorn, statt 52% nur noch 47,5% 
  • positiv: kein zugesetztes Aroma mehr

Rama Dreiviertelfettmargarine 60% Unilever

  • weniger Rapsöl, statt 46% nur noch 36% 
  • mehr Trinkwasser

Rewe Bio Honig-Dinkel Eigenmarke Rewe

  • weniger Honig, statt 30% nur noch 20%, das ist ein Drittel weniger Honig

Arko Hütchen-Pralinen arko GmbH

  • weniger Zartbitterschokolade, statt 25% nur noch 16% 
  • mehr Zuckeranteil, statt 66% jetzt 73% 
  • kein Fruchtpulver und kein Apfelmark mehr, stattdessen Aromen

Kölln Müsli Schoko-Kirsch Peter Kölln GmbH

  • weniger Schokolade, statt 10% nur noch 7% 
  • weniger Kakao in der Schokolade, statt 60% nur noch 40% 
  • positiv: weniger Zucker, statt 17,1% jetzt 16% 
  • mehr Vollkorn-Haferflocken, statt 67% jetzt 69%

Weight Watchers, Mini Frikadellen Hersteller: Landhof

  • weniger Schweinefleisch, statt 80% nur noch 75% 
  • dafür mehr Wasser

Mehr Produkte finden Sie hier: VZHH

Auch interessant: Nutella ändert Rezeptur: So entsetzt reagieren die Kunden.

sca

Schlechte Laune? Diese acht Lebensmittel können Schuld sein

Unsere Ernährung hat einen großen Einfluss auf unser körperliches, aber auch seelisches Wohlbefinden. Bestimmte Lebensmittel sorgen sogar für richtig schlechte Stimmung - bis hin zur Depression, wie verschiedene Studien bestätigen. Die meisten davon essen wir jeden Tag:
Unsere Ernährung hat einen großen Einfluss auf unser körperliches, aber auch seelisches Wohlbefinden. Bestimmte Lebensmittel sorgen sogar für richtig schlechte Stimmung, bis hin zur Depression, wie verschiedene Studien bestätigen. Die meisten davon essen wir jeden Tag: © istock / jakubzak
Fettige Lebensmittel wie Pizza, Burger oder Döner steigern das Depressionsrisiko bis zu 48 Prozent. Das fanden spanische Forscher der Universität Las Palmas heraus. Dabei gilt: Je mehr Fett wir konsumieren, desto höher ist das Risiko an einer Depression zu erkranken.
Fettige Lebensmittel wie Pizza, Burger oder Döner steigern das Depressionsrisiko bis zu 48 Prozent. Das fanden spanische Forscher der Universität Las Palmas heraus. Dabei gilt: Je mehr Fett wir konsumieren, desto höher ist das Risiko an einer Depression zu erkranken. © pixabay
Wer hätte das gedacht: Auch Nudeln können zu Depressionen führen. Stark verarbeitete Kohlenhydrate sorgen vor allem bei Frauen nach der Menopause für depressive Phasen. Denn diese steigern den Blutzuckerspiegel und können die Hormone beeinflussen. Das zieht laut dem American Journal of Clinical Nutrition die Stimmung nach unten. Das selbe gilt übrigens auch für...
Wer hätte das gedacht: Auch Nudeln können zu Depressionen führen. Stark verarbeitete Kohlenhydrate sorgen vor allem bei Frauen nach der Menopause für depressive Phasen. Denn diese steigern den Blutzuckerspiegel und können die Hormone beeinflussen. Das zieht laut dem American Journal of Clinical Nutrition die Stimmung nach unten. Das selbe gilt übrigens auch für... © pixabay
Reis,...
Reis,... © pixabay
Kartoffeln und...
Kartoffeln und... © pixabay
für Brot. Eine weitere kleine Sünde steht ebenfalls am Pranger der Depressionsforscher:
für Brot. Eine weitere kleine Sünde steht ebenfalls am Pranger der Depressionsforscher: © pixabay
Eine hohe Dosis an Haushaltszucker sorgt für Gedächtnislücken, schwächt das Immunsystem und führt manchmal auch zu Ängsten und Depressionen.  
Eine hohe Dosis an Haushaltszucker sorgt für Gedächtnislücken, schwächt das Immunsystem und führt manchmal auch zu Ängsten und Depressionen.   © pixabay
Obwohl Kokosnüsse aufgrund ihres hohen Proteingehalts als gesund gelten, fördern sie trotzdem Depressionen. Der Grund: Kokosnüsse hemmen aufgrund ihrer Zusammensetzung die Bildung von Serotonin - einem Glückshormon. Hat der Körper davon zu wenig, begünstigt dies schlechte Stimmung.
Obwohl Kokosnüsse aufgrund ihres hohen Proteingehalts als gesund gelten, fördern sie trotzdem Depressionen. Der Grund: Kokosnüsse hemmen aufgrund ihrer Zusammensetzung die Bildung von Serotonin - einem Glückshormon. Hat der Körper davon zu wenig, begünstigt dies schlechte Stimmung. © pixabay
Und auch der Liebling aller Deutschen kommt bei Forschern der Universität in Porto Alegre schlecht weg: Zwar beugen bis zu vier Tassen Kaffee am Tag Depressionen vor. Bei echten Kaffee-Junkies führt der braune Muntermacher jedoch zu Stimmungstiefs und Ängsten. 
Und auch der Liebling aller Deutschen kommt bei Forschern der Universität in Porto Alegre schlecht weg: Zwar beugen bis zu vier Tassen Kaffee am Tag Depressionen vor. Bei echten Kaffee-Junkies führt der braune Muntermacher jedoch zu Stimmungstiefs und Ängsten.  © pixabay

Auch interessant

Meistgelesen

Völlige Eskalation: Burger für nur einen Cent legt Innenstadt lahm
Völlige Eskalation: Burger für nur einen Cent legt Innenstadt lahm
Warum trinkt man Weißbier eigentlich nur aus dem Glas?
Warum trinkt man Weißbier eigentlich nur aus dem Glas?
Anfeindungen und Schmuddel-Gäste: Aus für Melanie Müllers Wurst-Bude
Anfeindungen und Schmuddel-Gäste: Aus für Melanie Müllers Wurst-Bude
Überraschender Sieger: Dieses Fast-Food-Restaurant ist das beste
Überraschender Sieger: Dieses Fast-Food-Restaurant ist das beste

Kommentare