Nur noch kurz erhältlich

Der Edelfisch aus der Arktis

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Klaus Witte mit dem Skrei.

München - Dieser Fisch ist ein echtes Winter-Schmankerl: Skrei, den arktischen Kabeljau aus Norwegen, gibt es nur noch kurze Zeit! Auch in Deutschland fiebern Feinschmecker jedes Jahr dieser Delikatesse entgegen. Die tz hat sich von Klaus Witte von Fisch Witte am Viktualienmarkt alles Wichtige erklären lassen.

Schwimmender Wanderer „Skrei ist norwegisch und bedeutet auf Deutsch Wanderer“, sagt Fisch-Experte Klaus Witte. Von Anfang Januar bis Ende April schwimmen Millionen der Fische entlang der nordnorwegischen Küste von der Barentsee zu den Lofoten-Inseln, um dort zu laichen – wegen des Golfstroms sind die Bedingungen hier mit drei bis sieben Grad für Nachkommen ideal. Traditionell werden die Skreie hier mit der Langleine oder Handangel gefischt – für die Fischer seit Jahrhunderten ein Riesen-Event! Von Norwegen tritt der Skrei dann den Weg bis zu den hiesigen Fischhändlern und Restaurants an: Bei Fisch Witte etwa kosten 100 Gramm ganzer Fisch zurzeit 2,95 Euro, für 100 Gramm vom Rückenfilet ohne Gräten werden 4,20 Euro fällig.

Schneeweiß und fettarm 600 Kilometer schwimmt ein Skrei bis zu den Lofoten! Das schmeckt man auch: Durch die lange Wanderung ist sein schneeweißes Fleisch besonders fest und fettarm. Genießer schätzen den delikaten, feinen Geschmack. In der Küche kann der Skrei auf vielerlei Arten zubereitet werden: ob pochiert, gebraten, paniert, gegrillt oder als Suppe. „Probieren Sie mal Skrei-Filet in Alufolie“, rät Klaus Witte. „Dafür den Fisch mit Butter, Salz, Pfeffer und Zitrone in Alufolie wickeln und bei 180 Grad für 15 Minuten in den Ofen geben – ein Traum!“ Dazu schmecken Kartoffeln, Salat oder Püree. Am besten keine zu intensiven Beilagen verwenden, um den Geschmack wirken zu lassen!

Frisch von der Theke Beim Kauf von frischem Skrei sollten Verbraucher wie bei jedem Fischkauf auf folgende Merkmale achten: „Der Fisch muss eine glänzende Farbe und schönes weißes Fleisch haben und er sollte nicht nach Fisch, sondern nach Meer riechen“, rät Klaus Witte. Im Kühlschrank hält sich der Fisch zwei bis drei Tage – er kann aber auch problemlos eingefroren werden. Aber: „Am besten schmeckt der Skrei, wenn er noch am gleichen Tag frisch zubereitet wird.“ 

Christina Meyer

Skrei mit Rosmarinkartoffeln und Zuckerschoten

Zutaten (für vier Portionen) : 4 Skreifilets 1 kg kleine Kartoffeln 2 Bund Rosmarin 2 Knoblauchzehen Mehl Salz, Pfeffer Öl Butter Zitronenscheiben Petersilie

Zubereitung: 1. Kartoffeln mit Schale gar kochen. 2. Die Fischfilets mit Salz und Pfeffer würzen und leicht in Mehl wälzen. 3. Gekochte Kartoffeln auf ein Backblech legen, mit Öl beträufeln, salzen und pfeffern. Rosmarin und gepressten Knoblauch darübergeben und bei 200 Grad etwa zehn Minuten in den Ofen geben. 4. Fischfilets in der Pfanne braten, dann mit frischer Petersilie und Zitronenscheiben garnieren. Wer mag, serviert noch Remoulade dazu. Guten Appetit!

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