EU-Kommission schützt geografische Angabe

Kein Scherz: Obazda steht jetzt unter Artenschutz!

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So soll der Obazde ausschauen: frisch & fein.

München - Kein Kas: Eine urbayerische Spezialität steht jetzt europaweit unter Schutz. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (60, CSU) in München mitteilte, hat die EU-Kommission den Obazdn ins europäische Herkunftsregister aufgenommen.

Das Biergartenschmankerl ist damit die 29. bayerische Spezialität, die als geografische Angabe europaweit geschützt ist. Die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft hatte den Schutz beantragt. „Diese einzigartige Käsespezialität ist wichtiger Bestandteil unserer Biergartenkultur und damit unserer bayerischen Lebensart“, sagte Brunner. Der Schutz soll die Herstellung in Bayern und die Qualität des Produkts sicherstellen.

Platz für Individualität und Geschmacksvielfalt bleibt dabei auch in Zukunft, denn der EU-Schutz umfasst lediglich die Festlegung einer Grundrezeptur: Künftig muss beispielsweise mindestens 40 Prozent Weichkäse in einem Obazdn sein, wenn er diesen Namen trägt. Der Obazde wird in den bayerischen Regionen unterschiedlich zusammengesetzt und verfeinert, mal mit Bier, Rahm, Zwiebeln oder Kümmel. Grundbestandteile sind allerdings immer Weichkäse – Camembert, Brie, Romadur oder Limburger – sowie Butter und Paprika. Geschützt sind auch die unterschiedlichen Schreibweisen: Ob Obatzter, Obatzda oder auch Obazder.

Die Eintragung stärkt nach Aussage des Ministers Bayerns Stellung als deutsches Spezialitätenland Nummer eins. Über ein Drittel aller geschützten Spezialitäten Deutschlands sind hier daheim.

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