Hochprozentiges Comeback

Ohne diesen längst vergessenen Schnaps geht bald nichts mehr

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Ein Klassiker kommt ab jetzt in die Schnapsgläser.

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, dass nach den Craft-Bieren und dem wieder entflammten Gin-Kult auch dieser urdeutsche Schnaps ein Comeback feiert.

Auf dem Land war er nie tot und nun feiert er auch in der Stadt ein Revival. Die Millennials zerren den Korn aus der Dorfkneipe mitten rein in die Szenebar und der Klare mit der 500-jährigen Geschichte ist plötzlich hip.

Was braucht es dazu? Schicke Flaschen, eine Story und einen hippen Namen.

"Nork", "Das Korn", "Vollkorn" oder "Berliner Brandstifter" wollen nichts mit dem billigen Supermarkt-Fusel zu tun haben. Die Traditionsbrennereien und großen Konzerne haben den Trend um den Craft-Korn auch längst gewittert.

Das Image des Korn aufzupolieren ist dabei die Herkulesaufgabe. Peter Pilz vom Verband Deutscher Kornbrenner sieht es ganz realistisch: "Der Korn gilt als preisgünstiger Schnaps, der vor allem von Arbeitern und Bauern getrunken wird."

Junge Leute wollen sich davon abgrenzen und greifen deshalb lieber zu Wodka und anderen Spirituosen. Das Ergebnis: ein trauriger Verfall. Während die Deutschen vor 20 Jahren noch 120 Millionen Flaschen kauften, sind es heute nur noch magere 50 Millionen.

Auch dieser vergessene Drink ist plötzlich wieder der Renner

Der Korn im Aufwärtstrend

Der Korn hat vor allem ein Image- und kein Geschmacksproblem. Deshalb hat er Potential für ein Upgrade. Ein Korn der Feinbrennerei Sasse aus dem Münsterland lagert mehrere Jahre im Fass und kostet dann zwischen 20 Euro pro Flasche bis zu 350 Euro für 700 Milliliter des 15 Jahre gereiften "Bordeaux-Finish". Solche Produkte sollen ältere Genießer und junge Menschen, die sich für natürliche, handgemachte Produkte interessieren ansprechen. 

Auf diese zielt neuerdings auch der Getränkehersteller Berentzen, der eigenen Angaben nach Deutschlands größter Anbieter von Markenkorn ist. Am Stammsitz im emsländischen Haselünne eröffnete der Konzern gerade eine kleine Destille, in der ein Meisterdestillateur kleine Chargen eines Premium-Doppelkorns herstellen soll. "Wir sehen den Crafted-Korn absolut als aufkeimenden Trend" sagt Vorstand Oliver Schwegmann gegenüber Business-Insider. "Die Menschen wollen neue Geschmackserlebnisse und sie möchten Handarbeit."

Lesen Sie weiter: Sie haben Whiskey immer falsch getrunken!

ante

So richten Sie sich die perfekte Hausbar ein

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