Gekocht, gefärbt, ausgepustet

Sechs Eier-Tipps

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Ostern steht vor der Tür. Diese Tipps rund ums Ei sollten Sie beherzigen.

Wer Eier von glücklichen Hühnern bevorzugt, auf künstliche Farben verzichten will und auch nach Ostern noch bunte Eier übrig hat, sollte diese Tipps beherzigen.

1. Herkunft

Wer zu Ostern nur Eier von glücklichen Hühnern bemalen und essen will, muss genau hinschauen. Haltungsart und Herkunft lassen sich am Stempelaufdruck ablesen. Die erste Ziffer steht für die Haltungsform, wobei 0 die ökologische Haltungsart kennzeichnet, die besonders hühnerfreundlich ist. Die Ziffer 1 steht für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfige. Die Buchstaben nach dem Bindestrich geben Auskunft über das Herkunftsland, etwa DE für Deutschland oder NL für die Niederlande. Zuletzt folgt die Kennung des Herstellerbetriebs.

2. Gefärbte Eier aus dem Supermarkt 

Gekochte und gefärbte Eier müssen keinen Stempel tragen. Dahinter verstecken sich Tierschützern zufolge aber oft Käfig-Eier, weshalb sie Verbrauchern raten, auf den Kauf bunter Eier zu verzichten und lieber selbst zu färben.

3. Frischetest

Das Mindesthaltbarkeitsdatum roher Eier liegt bei maximal 28 Tagen. Wer davon 28 Tage abzieht, erhält das Legedatum und weiß, wie alt die Eier beim Kauf sind. Wer dennoch unsicher ist, macht den Schwimmtest und taucht ein Ei in ein mit Wasser gefülltes Glas. Ein frisches Ei taucht bis auf den Boden. Ältere Eier richten sich teilweise auf oder steigen langsam nach oben. Schwimmt ein Ei unter der Wasseroberfläche, ist es mindestens vier Wochen alt und für den Verzehr nicht mehr geeignet.

4. Künstliche Farben

Spezielle Eierfarben aus dem Handel wie Brausetabletten, bunte Stifte oder Malkästen sind laut Verbraucherschützern heute meist unbedenklich. Experten raten bei handelsüblichen Eierfarben aber zur Vorsicht. Einige der Farbstoffe könnten bei empfindlichen Menschen allergieähnliche Reaktionen wie Hautrötungen, Juckreiz und in schlimmen Fällen auch Asthma-Anfälle auslösen.

5. Natürliche Farben

Eier können aber auch genauso gut mit Farben aus der Natur verschönt werden. Rote Bete und rote Zwiebelschalen ergeben prima Rottöne, schwarzer Tee, Zwiebel- und Walnussschalen sorgen für Farbtöne von Goldgelb bis braun. Grün werden Eier durch Spinat oder Petersilie und blau bis lila durch Rotkohlblätter oder Holundersaft. Der Sud aus einem halben Liter Wasser, einem Schuss Essig und 250 Gramm Pflanzenteilen sollte 30 bis 45 Minuten kochen, bevor die Eier hineingegeben werden.

6. Lagerung

Bei hart gekochten Eiern fürs Osternest sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht beim Kochen angeknackst werden. Ist die Schale beschädigt, können Keime eindringen, und die Eier verderben schneller. Sie sollten dann in den Kühlschrank gelegt und innerhalb weniger Tage gegessen werden. Ansonsten halten sich hart gekochte Eier bei Zimmertemperatur etwa zwei Wochen, im Kühlschrank maximal vier Wochen. Hartgekochte und gefärbte Eier aus dem Handel sind vier bis fünf Wochen haltbar, sofern die Schale intakt ist. Sie sind mit einem speziellen Schutzlack behandelt.

AFP/hex/pw

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