Kaffeefans aufgepasst

Pappbecher oder Porzellantasse: So schmeckt Kaffee tatsächlich am besten

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Pappbecher für den Kaffee? Nicht nur geschmacklich fragwürdig.

Ist es nur Einbildung, oder schmeckt Kaffee aus einer echten Porzellantasse wirklich besser, als aus dem Pappbecher? Dabei soll selbst die Tassengröße eine Rolle spielen.

Winzige Espressotassen, große Cappuccinobecher, beschichtete Pappbecher und Bambuscups – Kaffee wird aus vielen verschiedenen Gefäßen getrunken und die richtige Wahl ist dabei weitaus weniger beliebig, als viele denken.

Kaffeetasse beeinflusst die Erwartung von Kaffeetrinkern

Eine Studie, die seinerzeit im Magazin Food Quality and Preference erschienen ist, will einen Zusammenhang zwischen der Höhe und dem Durchmesser einer Kaffeetasse und dem Geschmack des schwarzen Muntermachers entdeckt haben. Teilnehmer aus Großbritannien, Kolumbien und China sollten Bilder von Tassen sortieren und schätzen, welche Eigenschaften sie mit dem enthaltenen Kaffee assoziieren, ausgehend von

  • Aroma
  • Bitterkeit
  • Koffeingehalt
  • Temperatur
  • Intensität
  • Geschmack und
  • Süße.

Das Ergebnis: Je kleiner und enger eine Tasse war, desto bitterer, kräftiger und intensiver schätzten die Studienteilnehmer den darin enthaltenen Kaffee ein. In großen und breiten Tassen vermuteten die Personen dagegen milderen und süßeren Kaffee. Ideal ist es, wenn die Erwartungen, die eine Kaffeetasse hervorruft, auch vom darin enthaltenen Kaffee tatsächlich erfüllt werden.

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Deshalb schmeckt Kaffee aus der Porzellantasse besser als aus dem Pappbecher

Ausgehend von diesen Studienergebnissen könnte man die verbreitete Annahme, dass Kaffee aus Porzellantassen besser schmeckt als aus Pappbechern, so erklären: Hier "trinkt das Auge mit". Das Unterbewusstsein und die eigene Erfahrung suggerieren, dass der Kaffee, der in "echten" Tassen ausgeschenkt wird, höherwertig ist. Aber damit ist es nicht ganz getan.

Die Tasse, und hier speziell Material und Form, hat tatsächlich einen Einfluss auf den Kaffeegeschmack. Als Faustregel für die richtige Kaffeetasse gilt: Je weniger Kaffee, desto besser sollte das Gefäß isolieren, damit die Temperatur lange gehalten wird. Deshalb sind Espressotassen häufig sehr dickwandig und klein. Auch die Öffnung der Tasse ist wichtig für den Kaffeegeschmack. Ein kleine Öffnung erhält die Crema, also den Schaum, des Kaffees länger. So bleibt das Aroma in der Tasse. Bei Kaffeespezialitäten, die mit Milchschaum zubereitet werden, ist diese Eigenschaft nachrangig. Hier fängt der feste Milchschaum das Aroma ein und die Tassenöffnung darf ruhig groß sein.

Nun erklärt sich schnell, warum gerade purer Espresso oder schwarzer Kaffee aus dem Papp- oder Plastikbecher nicht wirklich schmecken: Sowohl Hitze als auch Aroma gehen zu schnell flöten. Der Eigengeschmack und -geruch von Pappe oder Plastik tun dann ihr Übriges dazu, da der Kaffee schnell den Geschmack dieser Materialien annimmt. Nicht umsonst stellt man Kaffeepulver in Schränke, um schlechte Gerüche zu neutralisieren.

Weder Milch noch Zucker: Diese Zutat hilft wirklich gegen bitteren Kaffee

Die perfekte Tasse für jeden Kaffee

  • Espresso: klein und schmal, damit Aroma und Wärme gut gehalten werden
  • Milchkaffee und Cappuccino: große, bauchige (am besten vorgewärmte) Tassen, damit der Milchschaum und eventuelle Latte-Art wirkt
  • Latte Macchiato: ein hohes, dickwandiges Glas damit die einzelnen Schichten erkennbar sind.
  • schwarzer Kaffee: Porzellan oder Keramik, das den Kaffee schnell auf "Trinktemperatur" bringt, die Wärme dann aber hält.

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Durchhänger? Dieser alltägliche Genuss hat doppelt so viel Koffein wie Filterkaffee

Platz 8: Viele greifen nach einer langen Nacht zu Pepsi- und Coca-Cola, um wach zu werden. Die Softdrinks enthalten aber recht wenig Koffein: 8 mg/100ml
Platz 8: Viele greifen nach einer langen Nacht zu Pepsi- und Coca-Cola, um wach zu werden. Die Softdrinks enthalten aber recht wenig Koffein: 8 mg/100ml © picture-alliance/ dpa /Maurizio Gambarini
Platz 7: Geschmacklich ist Club-Mate sicher gewöhnungsbedürftig, aber in Sachen Koffein nicht zu verachten: 20 mg/100 ml finden sich in der gelben Brause.
Platz 7: Geschmacklich ist Club-Mate sicher gewöhnungsbedürftig, aber in Sachen Koffein nicht zu verachten: 20 mg/100 ml finden sich in der gelben Brause. © picture alliance / dpa
Platz 6: Afri-Cola und Fritz-Cola gehen mit ganzen 25 mg/100ml Koffein ins Rennen.
Platz 6: Afri-Cola und Fritz-Cola gehen mit ganzen 25 mg/100ml Koffein ins Rennen. © picture alliance / dpa
Platz 5: Es gibt einen guten Grund für die Teestunde am Nachmittag. 31 mg pro 100 ml machen munter.
Platz 5: Es gibt einen guten Grund für die Teestunde am Nachmittag. 31 mg pro 100 ml machen munter. © picture alliance / Karl-Josef Hildenbrand
Platz 4: Überraschend weit hinten landen die Energydrinks. Sie haben nur etwa 32 mg Koffein pro 100 ml zu bieten.
Platz 4: Überraschend weit hinten landen die Energydrinks. Sie haben nur etwa 32 mg Koffein pro 100 ml zu bieten. © picture alliance/dpa/Karl-Josef Hildenbrand
Platz 3: Der gute alte Filterkaffee liegt wieder voll im Trend. Er bringt es auf 40 mg Koffein pro 100 ml. Die übliche Verzehrmenge liegt bei 125 ml pro Tasse.
Platz 3: Der gute alte Filterkaffee liegt wieder voll im Trend. Er bringt es auf 40 mg Koffein pro 100 ml. Die übliche Verzehrmenge liegt bei 125 ml pro Tasse. © picture alliance / dpa /Frank Rumpenhorst
Platz 2: Überraschend auf dem zweiten Platz landet Bitterschokolade. Eine Tafel mit 100g enthält immerhin noch 88 mg Koffein. Naschen gegen Müdigkeit klingt doch super, oder?
Platz 2: Überraschend auf dem zweiten Platz landet Bitterschokolade. Eine Tafel mit 100g enthält immerhin noch 88 mg Koffein. Naschen gegen Müdigkeit klingt doch super, oder? © picture alliance / Oliver Berg /dpa
Platz 1: Espresso ist der absolute Koffein-Spitzenreiter. Er kommt auf 110 mg/100 ml. Allerdings ist die normale Portion deutlich kleiner, nämlich nur 25 ml. Dafür wird das Koffein hier bei der Zubereitung nicht so stark ausgewaschen.
Platz 1: Espresso ist der absolute Koffein-Spitzenreiter. Er kommt auf 110 mg/100 ml. Allerdings ist die normale Portion deutlich kleiner, nämlich nur 25 ml. Dafür wird das Koffein hier bei der Zubereitung nicht so stark ausgewaschen. © picture alliance / dpa

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