Überraschender Effekt

Das passiert, wenn Sie schon bei der Bestellung Trinkgeld geben

Mehr Döner für sein Geld bekommen? Mit diesem Trick scheint's zu klappen.

Trinkgeld ist meist selbstverständlich, aber der Zeitpunkt ist dabei entscheidend. Geben Sie doch bereits zur Bestellung Trinkgeld - Sie werden überrascht sein.

Die meisten Menschen belohnen leckeres Essen und guten Service gerne mit Trinkgeld. Wenn man das Geld schon bei der Bestellung dazugibt, kann man oft sogar mehr Leistung erwarten.

Wer schon Trinkgeld gibt, wenn er sein Eis oder den Döner bestellt, bekommt im Durchschnitt 17 Prozent mehr Produkt. Geht man davon aus, dass man etwa zehn Prozent des Gesamtwertes als Trinkgeld gibt, sichert man sich so einen Gewinn von satten sieben Prozent.

Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Universitäten Innsbruck und Graz, berichtet das Newsportal Businessinsider. Wer nun noch ein paar lobende Worte für die Produktqualität in petto hat, kann sich über 10 Prozent mehr Döner oder Eis freuen.

Döner und Eis für die Forschung

Um zu diesen interessanten Ergebnissen zu kommen, ließen die Forscher 100 Tüten Eis und 800 Döner in Innsbruck, Graz und München kaufen. Während eine Testgruppe sich bei der Bestellung neutral verhielt, lobte eine Gruppe das Produkt und die andere gab bereits bei der Bestellung Trinkgeld.

Für vergleichbare Resultate wurde immer mit den Sätzen "Ihr Döner ist der beste in der Stadt" oder "Bei Ihnen schmeckt es mir am besten" gelobt. Im Anschluss wurden Eis und Döner gewogen.

Nett sein lohnt sich

Dass die Verkäufer für Lob und Trinkgeld gerne eine Extra-Portion gewähren, ist laut Michael Kirchler von der Universität Innsbruck ganz menschlich: "Lob und Anerkennung waren schon für unsere frühesten Vorfahren wichtig. Sie zeugen von einem hohen sozialen Status und brachten so Vorteile bei der Ernährung und Fortpflanzung."

Was früher galt, lohnt sich also auch heute. Für Ihren Geldbeutel ist dabei noch wichtig: Lob wirkt sich auf die Dauer noch besser aus als Trinkgeld. Nach fünf Besuchen mit lobenden Worten wurde der Kunde noch mehr bevorzugt, während sich das Trinkgeld auch bei mehrmaligen Besuchen nicht stetig besser auf die Produktmenge auswirkte.

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Lob und Trinkgeld, davon scheinen einige Gäste noch nichts gehört zu haben: Eine tätowierte Kellnerin bekommt statt Trinkgeld eine dreiste Nachricht. Und ein verärgerter Eisverkäufer rechnet mit seinen Kunden ab.

Von Anne Tessin

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