Pastinake und Petersilienwurzel: Jetzt Saison

Packma's an der Wurzel!

Christian Maier von Leo’s Obst-Standl mit Pastinake (l.) und Petersilienwurzel

München - Unter der Erde wächst jetzt feinstes Gemüse – das jahrelang in Vergessenheit geraten war! Lange galten Pastinaken und Petersilienwurzeln als out, jetzt sind die alten Gemüsesorten wieder im Kommen.

Zu Recht, wie Christian Maier von Leo’s Obst-Standl am Viktualienmarkt erklärt. Lesen Sie selbst:

Gestatten: Eine alte Bekannte

Man darf vorstellen: Die Pastinake! Die Dame ist eine alte Bekannte: Noch im 18. Jahrhundert war die Wurzel im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Heutzutage kennen sie viele nur als Babynahrung. Dabei kann sie so viel mehr! Grundsätzlich kann man daraus alles zaubern, was auch mit Kartoffeln oder Möhren geht: „Trauen Sie sich, mit dem alten Gemüse zu arbeiten“, sagt Christian Maier von Leo’s Obst-Standl auf dem Viktualienmarkt.

Nicht schälen, nur bürsten

In der Schale der Pastinake steckt das größte Aroma. „Schälen Sie die Wurzel deshalb nicht, sondern streichen Sie sie einfach mit dem Messer oder mit der Bürste ab“, sagt der Experte – bei ihm kosten 100 Gramm handverlesene Pastinaken aus Münchner Gärten 1 Euro. Die Wurzeln lassen sich übrigens gut lagern, halten im Kühlschrank oder Keller bis zu drei Wochen!

Von Püree bis zur Soße

Pastinake schmeckt als Püree, als Suppe (s.u.), Soße oder gedünstet. „Für ein Pastinakenpüree Suppenbrühe aufsetzen, gewürfelte Pastinake dazugeben und 30 bis 45 Minuten weich kochen, dann pürieren und würzen“, erklärt Christian Maier. Tipp: „Geben Sie Pastinake beim Braten zum Suppengrün – das gibt der Soße eine besondere Note.“

Kurbelt die Verdauung an

Pastinake enthält viele Ballaststoffe und bringt die Verdauung in Schwung – zugleich ist sie mild und leicht bekömmlich. Zudem stecken viel Vitamin B, Vitamin C und Eisen in der Wurzel.

Ran an die Petersilienwurzel

Auch diese Knollen sind wieder gefragt: Petersilienwurzeln! Bei Lagerung und Verarbeitung gilt das gleiche wie bei der Pastinake, auch optisch sind sich die Wurzeln sehr ähnlich. „Allerdings ist die Petersilienwurzel eher weiß, die Pastinake geht eher ins Gelbe“, sagt Maier. Die Petersilienwurzel schmeckt allerdings viel würziger – das Aroma stammt von enthaltenen ätherischen Ölen. Aus der Petersilienwurzeln (100 Gramm aus Münchner Gärten kosten an Leo’s Obst-Standl ebenfalls 1 Euro) lassen sich ebenfalls schmackhafte Pürees und Suppen zaubern, auch als Rohkost oder mit Honig glasiert zu Fleisch schmeckt das Gemüse. Figurfreundlich ist es obendrauf: 100 Gramm enthalten gerade mal 20 Kalorien, dafür aber jede Menge Vitamin B, Kalium und Eisen.

Christina Meyer

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