Auch auf dem Gasgrill

Saftig, knusprig: Mit der 3-2-1-Methode grillen Sie perfekte Spareribs

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Zarte Rippchen, die vom Knochen fallen, sind ein echter Grillgenuss.

Saftige Rippchen gehören zur Königsdisziplin eines Grillmeisters. Wie Sie Ihnen perfekt gelingen und was Sie dabei beachten müssen, verraten wir Ihnen hier.

Rippchen, die so zart sind, dass sie förmlich vom Knochen fallen, sind ein echter Genuss und wenn Sie so etwas Ihren Gästen servieren, werden Sie im Handumdrehen zum Grillkönig gekürt.

Um die perfekten Spareribs zu grillen, brauchen Sie vor allem eins: Zeit. Und Rippchen, Rub, Soße, Räucherholz, Bier und einen Grill mit Deckel. Mehr trennt Sie nicht vom ultimativen Grillgenuss. Wir verraten Ihnen, wie Sie mit der 3-2-1-Methode perfekte, zarte Rippchen zubereiten.

Spareribs grillen: Welches Fleisch eignet sich?

Es gibt unterschiedliche Rippenzuschnitte, die sich für die hier beschriebene Methode eignen. Baby Back Ribs (Kotelettrippchen), Spare Ribs (Bauchrippen) und der St. Louis Cut (Bauchrippe ohne Knorpel-Enden) sind am beliebtesten. Deutsche Metzger können mit den Bezeichnungen und Zuschnitten allerdings häufig nichts anfangen, da sie hierzulande nicht gelehrt werden. Beachten Sie, dass Rippchen in Deutschland in der Regel viel weniger Fleisch haben als in Amerika. Das kann dazu führen, dass das Fleisch zu lange gegart wird. Hierzulande ist es aber sehr beliebt, wenn das Fleisch förmlich vom Knochen fällt. Sie machen also nichts falsch. Wenn Sie das Original-Feeling von US-Ribs haben wollen können Sie auch online die passenden Rippchen bestellen.

Spareribs grillen: Rippchen parieren, Silberhaut entfernen

Zunächst müssen Sie die Silberhaut von den Rippchen entfernen. Diese Membran liegt auf der Knochenseite. Sie ist zäh und verhindert, dass die Gewürze ins Fleisch einziehen. Entfernen Sie außerdem überschüssiges Fett. Wenn Sie nur Spare Ribs kaufen konnten, können Sie jetzt auch die Knorpelenden entfernen. Vorsicht: Da die Rippchen gesägt werden, können sich Knochensplitter auf und im Fleisch finden. Entfernen Sie diese sorgfältig.

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Spareribs grillen: Rubs selber machen und Rippchen würzen

Würzen Sie die Spareribs vor dem Grillen mit einem trockenen BBQ-Rub. Diese spezielle Gewürzmischung können Sie fertig kaufen, oder einfach selbst herstellen aus:

  • 6 EL Paprikapulver
  • 3 EL Salz
  • 3 EL Puderzucker
  • 2 EL gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 EL Zwiebelpulver
  • 1 EL Pfeffer
  • 1 EL Senfpulver
  • 1 EL Chilipulver

Dieser BBQ-Rub passt am besten zu Schwein, aber auch zu Geflügelfleisch.

Streuen Sie den Rub auf beide Seiten der Rippchen, beginnend mit der Knochenseite. Seien Sie dabei ruhig großzügig. Sie brauchen das Fleisch vorher nicht mit Senf oder Öl vorzubereiten. Das Würzpulver haftet durch die Feuchtigkeit des Fleisches. Lassen Sie den Rub einfach 20 bis 30 Minuten einwirken, bevor Sie die andere Seite der Spareribs würzen. Warten Sie nochmal eine halbe Stunde, bevor Sie die Rippchen auf den Grill legen. Die Würzung muss gut eingezogen sein. Sie können die Spareribsauch in Frischhaltefolie einwickeln und die Gewürze über Nacht einwirken lassen. Das macht geschmacklich aber keinen großen Unterschied.

Spareribs grillen: Grill vorbereiten für indirektes Grillen

Rippchen gart man langsam bei Temperaturen um die 120 Grad Celcius. Damit Sie die Temperatur gut halten können, benötigen Sie einen Grill mit Deckel, auf dem Sie indirekt grillen können. Dabei liegt das Grillgut nicht direkt über der Hitzequelle. Dies erreichen Sie beim Holzkohlegrill, indem Sie die Glut an die Seite schieben. Unter das Fleisch legen Sie eine Tropfschale mit Wasser, um Fleischsaft und Fett aufzufangen. Beim Gasgrill heizen Sie den Grill vor und schalten dann die Brenner, die direkt unter dem Grillgut liegen, aus. Bei beiden Grillarten muss der Deckel während des Garens geschlossen bleiben. Beim Holzkohlegrill nutzen Sie Briketts, da diese die Hitze sehr lang halten.

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Spareribs grillen: Erste Phase – Räuchern

Damit die Spareribs ihren speziellen Geschmack bekommen, werden sie zu Beginn geräuchert. Dazu legen Sie spezielle Räucherholz-Stückchen auf die Glut. Dosieren Sie vorsichtig, da der Rauch wie ein Gewürz wirkt. Beginnen Sie also am besten mit zwei bis drei Stückchen und steigern Sie nach Bedarf und persönlichem Geschmack beim nächsten Mal.

Sobald Sie das Räucherholz eingelegt haben, können Sie die Rippchen auf den Grill legen. Schließen Sie den Deckel, damit der Rauch im Grill bleibt und das Fleisch optimal durchziehen kann. Wenn Sie sichergehen wollen, das die Spareribs bei der richtigen Temperatur schmoren und Ihr Grill keine Temperaturanzeige im Deckel hat, sollten Sie sich ein Grillthermometer zulegen.

Lassen Sie die Rippchen etwa drei Stunden im Grill garen und räuchern. Nach dieser Zeit sollten sie eine rötlich braune Farbe haben.

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Spareribs grillen: Zweite Phase – Folieren

Nach dem Räuchern wickeln Sie die Spareribs fest in Alufolie ein und geben einen Schuss Flüssigkeit dazu. Am besten eignen sich Bier, Wein, Apfelsaft oder Apfelwein. Nehmen Sie genügend Alufolie, damit die Rippchen die Schicht nicht durchstoßen und so der Saft und Dampf verloren geht. Legen Sie die verpackten Rippchen zurück auf den Grill und dämpfen Sie sie zwei Stunden lang. Dabei behalten Sie die Temperatur von 120 Grad Celsius einfach bei. Nach der Garzeit packen Sie die Rippchen vorsichtig aus. Das Fleisch sollte nun sehr weich sein und sich vom Knochen lösen.

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Spareribs grillen: Dritte Phase – Lackieren

Nun haben Sie die letzte Phase erreicht, die noch einmal eine Stunde dauert. Nehmen Sie die Rippchen so vorsichtig aus der Folie, dass sich kein Fleisch löst und legen Sie sie auf den Grill. Bestreichen Sie sie nun mit einer BBQ-Soße Ihrer Wahl. Hier kommt es ganz auf Ihren Geschmack an. Einige Soßen sind eher fruchtig, anderer eher rauchig. Vermischen Sie die Soße mit etwas Honig oder Ahornsirup, um den Spareribs einen schönen Glanz zu verpassen. Pinseln Sie die Soße auf die Rippchen. Das klappt am besten, wenn sie etwas erwärmt wurde.

Nun garen Sie die Rippchen noch einmal bei 120 Grad Celsius für eine halbe bis eine Stunde. Sie können die Temperatur auch auf 150 Grad Celsius erhöhen, dann karamellisiert die Soße mehr. Wer es etwas "soßiger" mag, kann die Rippchen nach der Hälfte der Garzeit noch einmal einstreichen.

Nach dieser letzten Runde sind die Spareribs so wie sie sein sollten. Saftig, zart und mürbe. Viel Spaß beim Genießen und Lob einheimsen.

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