Heute vom Viktualienmarkt

Quinoa: Das Korn der Inkas

Quinoa.

Dieses Korn erobert zurzeit die Küchen dieser Welt: Quinoa, auch genannt Inka-Korn, gilt als neues Trend-Getreide. Die tz hat sich von ­Georg Fürmeier vom Gewürzwerk am Viktualienmarkt erklären lassen, was es damit auf sich hat.

Aus den Anden

Quinoa kommt ursprünglich aus Südamerika. In den Anden wird es schon seit mehreren tausend Jahren als Grundnahrungsmittel angebaut – hier stärkte es vor allem die Inka-Krieger, wird daher auch als Inka-Korn oder Inka-Reis bezeichnet. Streng genommen ist Quinoa kein Getreide, sondern gehört zu den Gänsefußgewächsen. Die Pflanze wächst in großen Höhen, wird bis zu zwei Meter groß und ist sehr robust. Essbar sind die hirsegroßen, roten, gelben oder weißen Samen.

Unkomplizierte Zubereitung

„Quinoa kann man wie Reis verwenden“, sagt Georg Fürmeier – bei ihm kosten 100 Gramm aus Peru etwa 2,10 Euro. Die Zubereitung ist unkompliziert: Einfach Körner kurz unter fließendem Wasser abwaschen, in Salzwasser zehn Minuten garen und dann ausquellen lassen – aber nicht zu lange, sonst verliert das Korn seinen Biss. Kurz angeröstet passt Quinoa als leckeres Topping auf Salate oder Gemüse. „Mit etwas Wasser aufgequellt passt Quinoa auch gut in Müsli oder Salat“, rät der Experte. Die Körner schmecken ähnlich wie Getreide, etwas nussig und leicht bitter.

Stark mit Eiweiß

„Quinoa ist zurzeit eines der gesündesten Grundnahrungsmittel“, erklärt Georg Fürmeier. Denn: Die Körner sind eine echte Eiweißbombe. Sie enthalten alle essenziellen Aminosäuren, schlagen so andere Getreidesorten um Längen. Außerdem stecken in ihnen jede Menge Vitamine, Mineralien und Nährstoffe – etwa Kalzium, Vitamin E, Magnesium und Eisen. Dem Korn wird sogar eine lindernde Wirkung bei Migräne nachgesagt, wegen des hohen Lysin-Anteils soll es sogar vor Krebs schützen.

Gefüllte Paprika mit Quinoa

- Quinoa unter fließendem Wasser waschen, bis es klar bleibt. 

- Brühe zum Kochen bringen, Quinoa einrühren und zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 15 Minuten gar köcheln. 

- Inzwischen Paprikaschoten waschen, Deckel abschneiden und Kerne sowie weiße Innenhäute entfernen. Koriander waschen, trocken schütteln und hacken. Eine Auflaufform mit 1 TL Öl auspinseln. Zwiebel schälen und fein hacken. 

- Quinoa vom Herd nehmen, falls nötig abgießen und auskühlen lassen. Restliches Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel darin glasig dünsten, mit Quinoa und Koriander mischen und in die Paprikaschoten füllen. Die Deckel aufsetzen und in die Auflaufform geben, den Wein zugießen und im vorgeheizten Backofen bei 220 °Grad Celsius (Umluft: 200° C, Gas: Stufe 3 – 4) etwa 20 bis 25 Minuten garen.

- Joghurtbutter in einem Topf zerlassen und mit Kurkuma und Currypulver mischen. Paprikaschoten auf vier Tellern anrichten und mit der Butter beträufeln. Guten Appetit!

CMY

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