Nach fünf Jahren

Restaurant im Olympiaturm bald ohne Sternekoch

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Seit 2009 ist Koch im Restaurant 181. Das Restaurant dreht sich in 181 Metern Höhe.

München - Paukenschlag im Restaurant 181! Wie jetzt bekannt wurde, zieht Sternekoch Otto Koch seine Schürze aus. Nach fünf Jahren hört er in seinem Gourmetrestaurant hoch über dem Olympiapark auf!

„Ich werde bald 66 und habe nicht vor, dort oben einen Herzinfarkt zu kriegen“, sagt Koch der tz. „Ich möchte jetzt ein bisserl kürzer treten und den Kopf frei kriegen. Meine Knochen werden schließlich auch nicht jünger…“ Seit 2009 ist Koch Patron des Restaurant 181 im Olympiaturm. Hier, 181 Meter hoch über den Dächern Münchens, können die Gäste in dem drehenden Restaurant zwischen zwei Klassen wählen (First und Business) und Kochs Kreationen auf Spitzenniveau genießen - mit 360-Grad-Blick bis ins Alpenvorland.

Schon Ende Dezember wird Koch sein Lokal verlassen, auf einer großen Silvestergala seinen Abschied feiern. „Ich werde mir bestimmt ein paar Taschentücher einstecken“, verrät der 65-Jährige. Die Entscheidung ist dem Gastronom nicht leicht gefallen. Er ist mit Leib und Seele Koch - und hat mehr als 30 Jahre Gastro-Erfahrung auf dem Buckel. 1974 eröffnete der gebürtige Gröbenzeller sein eigenes Restaurant Le Gourmet nahe dem alten Messegelände, zog damit 1990 in die Innenstadt um. Seine ganze Karriere über glänzte er mit einem Michelin-Stern, erst letzten Montag wurde er von der Zeitschrift Rolling Pin mit dem Preis fürs Lebenswerk geehrt.

Zudem ist Koch Fernsehkoch im ARD-Buffet, berät außerdem Unternehmen wie den Robinson Club, Servicebund und Sodexo. Das will er auch weiterhin machen: „Ganz aufhören will ich nicht. Aber etwas mehr zur Ruhe kommen.“ Und endlich mehr Zeit für seinen Sport haben: „Ich bin leidenschaftlicher Golfer und Schütze, diese Konzentration auf ein Ziel beruhigt mich ungemein. Leider kam das viel zu kurz.“

Das Restaurant 181, das von Arena One betrieben wird, soll es auch weiterhin geben, nur das Aushängeschild Kochs, der Sterneteil First, wird geschlossen. Otto Koch fliegt im Januar erstmal alleine für ein paar Wochen nach Südamerika, bereist Argentinien, Uruguay und Peru. „Da überlege ich mir in Ruhe, was der Sinn des Lebens ist.“

Christina Meyer

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