Jung und knackig

Zuckerschoten: Was dieses Gemüse alles kann

+
Standlfrau Lena Maier vom Viktualienmarkt hat Tipps zu den Zuckerschoten. Sie schmecken roh, als Beilagengemüse oder in asiatischen Gerichten.

München - Sie leuchten knallgrün und schmecken so zart: Im Frühjahr startet die Zuckerschoten-Saison! Das junge Gemüse ist in der Küche total unkompliziert, passt als Beilage oder roh. Die wichtigsten Infos:

Eine süße Delikatesse

Schon Ludwig XIV. war ein Riesenfan dieses jungen Gemüses. Die Zuckerschoten, auch genannt Zuckererbsen oder Kaiserschoten, gehören botanisch gesehen zu den Hülsenfrüchten und sind eng mit den Erbsen verwandt. „Da sie sehr früh geerntet werden, schmecken sie besonders süß und zart“, sagt Lena Maier von Leo’s Obst-Standl auf dem Viktualienmarkt. Das Besondere an den kleinen Schoten: Man kann sie sogar mit Hülle essen, weil sich die faserige, ungenießbare Schicht in der Hülse noch nicht gebildet hat.

Gut für die Nerven

Klein, aber oho! In den knackigen Schoten stecken viele gesunde Inhaltsstoffe: „Zuckererbsen enthalten viel Eisen, Phosphor und Kalium“, berichtet Lena Maier. Außerdem ist das Gemüse reich an Eiweiß und Kohlehydraten. Jede Menge Ballaststoffe regen die Verdauung an, die enthaltenen Proteine stärken die Nerven. Und das alles bei nur 36 Kalorien pro 100 Gramm. Wer auf die Figur achtet, darf ruhig zugreifen.

Tipps zum Einkauf

Zuckerschoten haben nur kurz Saison, sind deshalb nicht ganz günstig. Das Gemüse gibt es lose oder in Folie auf dem Markt oder im Supermarkt (bei Lena Maier etwa kosten 250 Gramm zurzeit 6 Euro). Etwa 150 Gramm rechnet man pro Person als Beilage. „Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Schoten eine satte grüne Farbe haben und nicht blass sind“, rät die Expertin. „Frische Schoten knacken außerdem, wenn man sie bricht.“ Die Zuckerschoten sind recht unempfindlich, halten im Gemüsefach im Kühlschrank bis zu fünf Tage lang. Wer länger was davon haben will, blanchiert die Schoten kurz, schreckt sie ab und friert sie dann im Beutel ein.

So schmecken sie am besten

„Zuckerschoten sind total unkompliziert“, schwärmt die Marktfrau. Man muss sie weder schälen noch aufwändig putzen. „Es reicht aus, wenn Sie die Schoten kurz im Nudelsieb mit lauwarmem Wasser abwaschen.“ Die Zuckererbsen schmecken auch roh – einfach zum Knabbern oder als Salat, angemacht mit Balsamico-Essig, Olivenöl und Zwiebeln. Als Beilage passen sie perfekt zu Fisch, Fleisch oder Asiagerichten: Dafür kurz garen und je nach Geschmack in Butter schwenken. Tipp von Lena Maier: „Die Schoten auf keinen Fall zu lange mitkochen, sonst geht der Geschmack verloren.“

★ Christina Meyer

Garnelen mit Zuckerschotengemüse

Zutaten (für vier Personen):

250 g Langkornreis

200 g Zuckerschoten

2 Lauchzwiebeln

4 Karotten

600 g geschälte Garnelen

2 EL Öl

1 Knoblauchzehe

frischer Ingwer

320 ml Kokosmilch

1 TL Currypulver

etwas Chilipulver

etwas Limettensaft

Salz, Pfeffer, Koriander

Zubereitung:

1. Reis nach Anweisung zubereiten.

2. Zuckerschoten waschen. Frühlingszwiebeln waschen und in Ringe schneiden. Karotten schälen und in Streifen schneiden.

3. Garnelen in heißem Öl drei bis vier Minuten anbraten. Knoblauch und Ingwer schälen und dazu reiben. Zuckerschoten, Lauchzwiebeln und Karotten dazu, mit Kokosmilch aufgießen und Curry, Chili, Salz und Pfeffer würzen.

4. Bei mittlerer Hitze fünf Minuten köcheln lassen, mit Limettensaft abschmecken. Korianderblätter darübergeben.

5. Mit Reis in einer Schale anrichten. Guten Appetit!

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Kein Witz! Dieser Schokoriegel hat am meisten Kalorien
Kein Witz! Dieser Schokoriegel hat am meisten Kalorien
Warum Milch nicht in der Kühlschranktür stehen sollte
Warum Milch nicht in der Kühlschranktür stehen sollte
Tiramisu-Streit: Diese Politiker zanken sich ums Dessert
Tiramisu-Streit: Diese Politiker zanken sich ums Dessert
Clever: So schimmeln Beeren nie mehr
Clever: So schimmeln Beeren nie mehr

Kommentare