Saisonales und gesundes Gemüse

Kraut- und Rüben-Zeit

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Buntes Kisterl mit Wintergemüse: Standl-Chef Hans Bibinger vom Viktualienmarkt.

München - Wie Kraut und Rüben. Diese Redensart aus dem 17. Jahrhundert hat ihren Ursprung darin, dass Kohlkraut und Kohlrüben früher gemeinsam angebaut wurden. Hans Bibinger vom Stand Kula & Bibinger erklärt in der tz, was jetzt Saison hat:

Wie Kraut und Rüben. Diese Redensart aus dem 17. Jahrhundert hat ihren Ursprung darin, dass Kohlkraut und Kohlrüben früher gemeinsam angebaut wurden. Im Gegensatz zu anderen Feldfrüchten, die getrennt wachsen sollten. Hans Bibinger vom Stand Kula & Bibinger erklärt in der tz, was jetzt Saison hat:

Rustikales Gemüse im Januar

In den Supermärkten quellen die Regale von den abenteuerlichsten Sorten Gemüse, Salat und Früchten über. „Jüngst habe ich Bio-Karotten aus Israel entdeckt. Ist das nicht absurd?“, sagt Standl-Chef Hans Bibinger vom Viktualienmarkt. Doch die Nachfrage nach saisonalen Produkten steigt bei den Münchnern. Im Januar geht beim Gemüse allerdings etwas rustikaler zu: Im Angebot sind jetzt Weiß- und Rotkraut, Schwarzwurzeln, Steckrüben, Spitzkohl, Rote Bete, Petersilienwurzeln, Schwarzer Radi, um eine kleine Auswahl zu nennen.

Energiebringer Steckrüben

„Senioren mögen Steckrüben meist nicht mehr essen“, so Bibinger. „Verständlich, denn viele haben sich in Kriegszeiten fast ausschließlich davon ernährt.“ Schade, denn sie sind wahre Energiebringer. Steckrüben enthalten Beta-Carotin, viel Vitamin C, Trauben- und Fruchtzucker. Bei Kula & Bibinger kostet das Kilo Steckrüben 2,50 Euro und sie sind aus Rheinland-Pfalz.

Gesundes Weiß- & Blaukraut

Weißkraut oder Weißkohl – je nachdem, wo Sie beheimatet sind – zeichnet sich durch seinen hohen Anteil an Vitamin C, Vitamin E, Mineralstoffen wie Kalium und Eisen sowie Ballaststoffe aus. Beim Einkauf von frischem Weißkraut (1 Kilo kostet 1,90 Euro, vom Bauern aus Trudering) empfiehlt Bibinger, darauf zu achten, dass der Kohlkopf geschlossen ist und die Blätter eine hellgrüne, glänzende Färbung zeigen. Rotkraut dagegen ist reich an Eisen und Kalzium. Auch als Quelle für Magnesium und Kalium ist Rotkraut geeignet.

Feines Spitzkraut

Der Verwandte des Weißkrauts gilt als kleinster, feinster und zartester in der Kohlfamilie. 100 Gramm Spitzkraut haben nur 20 Kalorien, zudem spendet das Gemüse Vitamin B1, B2, Betakarotin und Kalium. „Früh geernteter Spitzkohl ist besonders zart und mild und muss somit beim Zubereiten von Kohlrouladen nicht einmal vorgekocht werden“, erklärt Standlbesitzer Bibinger. Das Kilo liegt bei 2,90 Euro.

Beliebt: Gelbe Rüben

Je nach Region heißt die Karotte auch Möhre, Mohrrübe oder Gelbe Rübe (1,90 Euro pro Kilo bei Kula & Bibinger). Jeder Deutsche verzehrt durchschnittlich etwa 6,5 Kilogramm pro Jahr: gedünstet als Beilage, roh im Salat oder als Zutat in einer Karotten-Ingwer-Suppe, die immer beliebter wird. Gut so: Denn sie sind sehr gesund. So reicht beispielsweise eine mittelgroße Karotte von etwa 80 Gramm, um den Tagesbedarf an Vitamin A zu decken, das das Immunsystem unterstützt und unter anderem zum Hell-Dunkel-Sehen und somit gut für die Augen ist. ★

Tina Layes

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