Mit frittierten Zwiebelringen

Schuhbeck-Rezept: Rostbraten mit pfeffrigem Pfiff

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Alfons Schuhbeck

München - Woche für Woche präsentiert Starkoch Alfons Schuhbeck an dieser Stelle eines seiner leckeren Rezepte. In der aktuellen Folge seiner Kolumne erklärt er die leckere Zubereitung eines Rostbratens mit pfeffrigem Pfiff.

Zwiebelrostbraten ist ein Klassiker, mit meiner Würzmischung bekommt er einen besonderen Pfiff. Für vier Personen brate ich zunächst vier Scheiben Rinderlende (ca. einen Zentimeter dick) in etwas Öl bei mittlerer Hitze in der Pfanne etwa zwei Minuten an, bis sie an der Oberfläche leicht zu schwitzen beginnen und sich nach oben wölben. Das Fleisch wird gewendet und brät auch auf der anderen Seite etwa zwei Minuten bis es sich wiederum wölbt und an der Oberfläche rötlicher Fleischsaft zu sehen ist. Nun nehme ich es aus der Pfanne und lege es auf einen vorgewärmten Teller.

Im verbliebenen Bratensatz erwärme ich nun kurz einen TL schwarze Pfefferkörner, ein Stück langen Pfeffer, fünf Pimentkörner, fünf Körner Kubebenpfeffer sowie einige Fenchel- und Anissamen; die Basis meiner Pfeffermischung ist schwarzer Pfeffer, er ist nicht dominant. Die anderen Sorten dosiere ich vorsichtig. Das Ganze flambiere ich mit zwei cl Cognac oder einem anderen Weinbrand.

Anschließend gebe ich zwei in feine Würfel geschnittene Zwiebeln dazu, stäube einen TL Puderzucker darüber und lasse ihn karamellisieren.

Rotwein verfeinert den Geschmack

Wenn er eine schöne goldgelbe Farbe angenommen hat, rühre ich einen TL Tomatenmark dazu lasse es kurzmitrösten,lösche mit 150 ml Rotwein ab und lasse die Flüssigkeit fast vollständig einköcheln. Nun gieße ich 500 ml Geflügel- oder Gemüsebrühe sowie 80 ml Sahne an. Dann gebe ich ein Lorbeerblatt, je eine Msp. abgeriebene unbehandelte Zitronen- und Orangenschale, eineKnoblauchzehe (in Scheiben) und eine Scheibe Ingwer dazu, lasse alles ein paar Minuten ziehen und schmecke mit Salz ab.

Diese Sauce binde ich mit zwei TL Speisestärke, die ich zuerst in etwas kaltem Wasser glatt streiche und dann nach und nach in die köchelnde Flüssigkeit gebe, bis sie leicht sämig bindet. Nun gieße ich die Sauce durch ein Sieb, erwärme sie wieder und lasse das Fleisch drei bis vier Minuten darin ziehen.

Jetzt kommen noch die frittierten Zwiebelringe dran. Für die werden zwei Zwiebeln geschält, in Ringe geschnitten und mit etwa 70 g Mehl und einem TL edelsüßem Paprika mehliert. Dafür verrate ich Ihnen einen Trick: Geben Sie Mehl, Paprika und die Zwiebelringe in einen großen Gefrierbeutel und schütteln sie ihn gründlich, dann sind Mehl und Gewürz wunderbar verteilt. Die so mehlierten Zwiebeln backe ich in ca. 200 ml Öl portionsweise aus. Das Öl sollte 170 Grad heiß sein, das prüfen Sie am besten mit einem Küchenthermometer oder mit einem hölzernen Kochlöffel: Wenn an ihm kleine Bläschen aufsteigen, hat das Öl die richtige Temperatur. Die fertigen Zwiebelringe nehme ich mit dem Schaumlöffel heraus, lasse sie auf Küchenkrepp abtropfen und kann dann meinen Rostbraten anrichten. Dazu gebe ich zuerst das Fleisch auf vorgewärmte Teller, etwas Sauce darüber und dann die frittierten Zwiebeln. Gerne serviere ich dazu ein buntes Gemüse und wer mag, bekommt Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree dazu,

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Alfons Schuhbeck

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