Mit Bier ablöschen?

Sieben Grill-Mythen, die so nicht stimmen

Wenn Männer am Grill zusammenstehen und fachmännisch das brutzelnde Steak begutachten, werden oft gefährliche Halbwahrheiten ausgetauscht - wir klären die sieben größten Grillmythen auf.

"Kipp' Bier drüber, dann schmeckt's besser." Diese Aussage hört man bei fast jeder Grillfeier. Doch handelt es sich dabei um einen echten Insider-Tipp oder doch nur um Besserwisserei?

Das sind die sieben größten Grill-Mythen:

 

1. "Schneide doch mal rein, um zu sehen ob es schon fertig ist."

 

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Grober Fehler. Beim Einschneiden kann Saft austreten und das Fleisch trocknet aus. Gleiches gilt, wenn das Fleisch mit der Gabel angepiekst anstatt mit der Zange vom Rost genommen wird. Lieber die Konsistenz mit dem Daumen testen: Gibt das Fleisch stark nach, ist es innen noch roh.

 

2. "Grillen mit Holzkohle dauert ewig."

 

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Ein von Tobias Forster (@tobiasforster81) gepostetes Foto am

 

Stimmt so nicht ganz. Es gibt da zum Beispiel praktische Anzündkamine, mit denen die Holzkohle im Handumdrehen glüht. Wichtig: Die Kohlen müssen vollständig glühen und mit einer weißen Asche-Schicht belegt sein, weil dann erst die richtige Temperatur von rund 250 Grad erreicht ist.

 

3. "Kipp' doch mal Bier drüber."

 

 

Geschmacklich hat die Bierdusche keine großen Auswirkungen. Eine Studie hat jedoch herausgefunden, dass Grillen mit (dunklem) Bier gesünder ist, wenn man das Fleisch darin einlegt. Wenn man Pech hat, löscht man beim Aufguss jedoch die Kohlen und es wird Asche aufgewirbelt, die dann am Grillgut klebt. Eine gute Marinade ist dann die bessere Alternative.

 

4. "Fleisch vom Holzkohle-Grill schmeckt viel besser."

 

 

Es kommt auf die Zubereitung und die Qualität des Grillguts an, nicht auf die Art des Grills. Auch mit Gas- oder Elektrogrills lässt es sich prima und unkompliziert grillen. Beim Smoken kommt man jedoch am Kohle-Grill nicht vorbei.

 

5. "Bei echten Männern gehört nur Fleisch auf den Grill."

 

 

Eine Geschmacksfrage, aber springt man(n) einmal über seinen Schatten, geht es ohne Zweifel auch anders: Gemüse, Fisch und Grillkäse sind mindestens genauso lecker. Auch leichtes Geflügel ist eine willkommene Alternative zu fett-triefenden Schweine-Steaks. Am besten grillt man(n) Gemüse mit geschlossenem Deckel oder in Alufolie. Fisch kommt in die Fisch-Grillzange, da er sonst zerfallen kann. Außerdem wird er dann knusprig und bekommt eine schöne Streifen-Optik.

 

6. "Nimm Alufolie, das ist gesünder."

 

 

Das stimmt nur, wenn der Rost zu tief über den Kohlen hängt, da das Fleisch sonst schwarz wird. Außerdem wird bei fettigem oder stark mariniertem Fleisch verhindert, dass es tropft. Dann entstehen krebserregende Stoffe und man sollte im Zweifel doch lieber zur Alufolie oder der Grillschale greifen.

 

7. "Je mehr Marinade desto besser."

 

 

Nein. Bei zu viel Marinade wird der Fleischgeschmack überdeckt. Außerdem kann sie auf die Kohle tropfen und verbrennen, was weder gesund noch lecker ist. Für eine gute Marinade reichen ein bisschen Olivenöl, Kräuter, Salz und Pfeffer vollkommen aus. Generell sollte man Fleisch unmariniert kaufen, da sich sonst die Qualität nicht beurteilen lässt.

 

mil

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa-tmn

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