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Alltagsfrage

Sind Apfelkerne wirklich giftig, oder darf man sie mitessen?

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Apfelkerne mitessen - ja oder nein?

Ein Apfel am Tag erspart den Arzt - heißt es. Aber gilt das wirklich für den ganzen Apfel? Sind Apfelkerne giftig, oder ist das ein Märchen?

Es soll sie geben, die Menschen, die einen Apfel samt Kerngehäuse essen. Komplett, mit Kernen. Und sie sind danach so gesund wie zuvor. Aber wie kann das sein, in Apfelkernen ist doch Blausäure enthalten, oder?

Nein, Apfelkerne enthalten keine Blausäure, sondern den Stoff Amygdalin, der im Körper zu Blausäure umgewandelt wird. Dieser Stoff ist nicht nur in Apfelkernen, sondern auch in bitteren Aprikosenkernen, Bittermandeln und Samen von anderen Steinfrüchten enthalten. In einer hohen Dosis wirkt Blausäure giftig oder sogar tödlich.

So erkennen Sie eine Vergiftung mit Blausäure

Wird Amygdalin in zu hoher Dosis aufgenommen und in Blausäure umgewandelt, verursacht es verschiedene Vergiftungssymptome wie

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Übelkeit und
  • Erbrechen.

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Apfelkerne können Sie nicht vergiften

Im Fall der Apfelkerne ist eine Vergiftung jedoch unwahrscheinlich bis unmöglich. Der Stoff sitzt im Inneren der Apfelkerne und wird nur beim Zerkauen freigesetzt. Wer Apfelkerne unzerkaut verschluckt, kommt überhaupt nicht mit dem Gift in Berührung. Und selbst, wenn Sie aus Versehen mal ein paar Apfelkerne gekaut haben, müssen Sie nicht gleich in die Notaufnahme. Laut dem Portal Utopia.de müsste man ganze 200 Apfelkerne auf einmal verzehren, um an einer Blausäure-Vergiftung zu sterben. Die tödliche Dosis beim Menschen liegt bei etwa 50 mg Blausäure (0,5–3,5 mg/kg Körpergewicht).

Video: Apfelkerne, Bier, Eier und Co. - die größten Lebensmittel-Mythen

Giftige Aprikosenkerne können zur Gefahr werden

Bei Aprikosenkernen ist die Gefahr dagegen deutlich größer. Ein einziger bitterer Aprikosenkern enthält bereits 0,5 mg Blausäure, so dass man besser nicht mehr als ein bis zwei solcher Kerne pro Tag verzehren sollte, wie das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz warnt. In Regionen, in denen Aprikosenkerne verzehrt werden, sind tödliche Vergiftungen keine Ausnahme. Deshalb gibt es spezielle Zubereitungstechniken, um den Amygdalingehalt zu senken. Diese "Entbitterung" kommt zum Beispiel bei der Herstellung von Persipan, einer günstigen Alternative zu Marzipan, zum Einsatz. Für den Verzehr geeignet sind dagegen süße Aprikosenkerne aus den Zuchtformen der Aprikose. Sie schmecken fruchtig und enthalten nur einen sehr geringen Amygdalingehalt von weniger als 70 mg/kg. Aber Vorsicht: Auch in den süßen Aprikosen können bittere Kerne vorkommen.

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ante

Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Selbst Brot, das nur ein wenig schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten. © picture alliance/dpa
Eier Haltbarkeit erkennen
Je älter das Ei, desto leichter wird es. Schwimmt es im Wasser, ist es schlecht. © picture allian ce/dpa
Fisch Haltbarkeit erkennen
Wenn Fisch nach Fisch riecht, ist er nicht mehr frisch. © picture alliance / Holger Hollem
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Verdorbenes Fleisch stinkt und wird schleimig. Achten Sie unbedingt auf die Lagerungstemperatur. © picture alliance / Oliver Berg/d
Joghurt Haltbarkeit erkennen
Wenn Joghurt sehr flüssig ist, ist er nicht mehr genießbar. © picture alliance / dpa
Käse Haltbarkeit erkennen
Hartkäse verträgt sogar eine Schimmelschicht. Schneiden Sie diese nur großzügig weg. Riecht der Käse unangenehm sauer, ist er schlecht. © picture alliance / Harald Tittel
Milch Haltbarkeit erkennen
Schlechte Milch müssen Sie nicht in jedem Fall wegschütten. © picture alliance/dpa
Olivenöl Haltbarkeit erkennen
Olivenöl muss fruchtig riechen, dann können Sie es jahrelang genießen. © picture alliance / Lorenzo Carne
Wurst Haltbarkeit erkennen
Wurst ist nicht gleich Wurst. Seltsamer Geruch und Schleimigkeit sind aber deutliche Indizien für die Tonne. © picture alliance / Patrick Pleul

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