Viele Produkte aus der Heimat

Das sind die besten Schmankerl der Messe "eat & style"

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Die Messe „eat & style“ läuft bis Sonntag im Zenith.

München - Am Wochenende ist im Zenith wieder die größte Genuss-Messe Münchens. Dann öffnet wieder "eat & style" die Tore. Die tz zeigt Ihnen die wichtigsten Trends.

Heimat – das Thema ist derzeit sprichwörtlich in aller Munde. Vor allem in der Küche liegt es im Trend, regionale und hochwertige Zutaten zu verwenden. Aus diesem Grund versorgen immer mehr lokale Manufakturen die bayerische Landeshauptstadt mit heimischer und selbst gefertigter Ware. Auf der größten Genuss-Messe Münchens, der eat & style, die am Freitag startet und bis Sonntag im Zenith (Lilienthalallee 29) läuft, stellen allein 40 regionale Produzenten ihre Lebensmittel vor.

Doch das ist nicht alles: Über 200 Koch- und Backkurse sowie Schulungen mit Experten wie Spitzenkoch und Wagyu-Züchter Ludwig Maurer oder Feinkost-Unternehmerin Veronique Witzigmann laden Genuss-Freunde zum Mitmachen, Lernen und Austauschen ein (Programm und Anmeldungen unter: www.eat-and-style.de; Öffnungszeiten: Fr. 13 – 19 Uhr, Sa. 11 – 19 Uhr, So. 11 bis 18 Uhr, Karte: 15 Euro).

Darüber hinaus können die Besucher in einem Teil der Kulturhalle an sogenannten Food Trucks Gerichte von ausgewählten Münchner Restaurants probieren. Die tz stellt vorab einige Aussteller vor, die mit regionalen Produkten gerade richtig durchstarten. Sie verraten, welche Zutaten sie verwenden, woher diese stammen – und wie die Kunden ihre Spezialitäten beziehen können. Zudem bekommen Sie wertvolle Adressen, wo Sie rund um München gesundes und regionales Essen kaufen können.

Wagyu-Fleischaus Straubing

"Lucki" Maurer züchtet teure Rinderrassen.

Ludwig „Lucki“ Maurer kommt aus Straubing in Niederbayern. Der Spitzenkoch ist zugleich auch Züchter einer der teuersten Rinderrassen der Welt: Bio-Wagyu. Bei Maurer können die Tiere ganzjährig raus auf die Weide – und im Stall stehen sie auf Stroh. Sein Credo: Das Tier im Ganzen verwerten. Deshalb hat er 70 Rezepte mit Euter, Haut und Innereien im Buch Fleisch veröffentlicht. Auf der Messe gibt er Kochkurse für Männer.

Kaffee-Profis

Andreas Merchant (40) hat eine Leidenschaft: Kaffee. 2009 gründete er seine eigene Rösterei Merchant & Friends – The Coffee Roasters auf dem Hof der Herrmannsdorfer Landwerkstätten bei Glonn. Das sechsköpfige Team (auf dem Foto Lienhart Rau) röstet Bio-Kaffee aus Äthiopien, Brasilien, Indonesien und anderen Ländern. Zu kaufen etwa in der Hofpfisterei. Zum Testen: auf zum Walk of coffee auf der Eat & Style.

Heimischer Senf

Heimischer Senf.

Münchner Kindl macht Senf-Spezialitäten (ab 4,69 Euro), bringt aber auch vielseitige Grill-Soßen sowie Öl und Essig auf den Tisch. Regional zu sein ist für Chef Theo Hartl seit 28 Jahren eine Selbstverständlichkeit. Das Unternehmen baut sogar Sonnenblumen, Senfpflanzen und Zuckerrüben bei Pfaffenhofen selbst an. Zu kaufen am Münchner Viktualienmarkt oder in Bio-Läden (www.muenchner-kindl-senf.com).

Honig nebenan

Honig von nebenan.

Bei nearBees – Honig von nebenan kommt der Honig direkt von den Bienen aus München. Wie das geht? Auf der Internetplattform www.nearbees.de finden Honigliebhaber den Imker aus der Nachbarschaft. Einfach Postleitzahl eingeben – und es blinkt der aus der Umgebung nächste Honiglieferant auf. Das flüssige Gold kommt in einer eigens kreierten C02-sparenden Verpackung direkt in den Briefkasten.

Wild und fein

Vogl Wild.

Bei Vogl Wild bekommt der ­Kunde Reh-, Hirsch- und Wildschweinfleisch aus Bayern. Die Wildspezialitäten werden von regionalen Jägern auf freier Wildbahn geschossen, in gekühlten Fahrzeugen abgeholt und direkt in Handarbeit im Meisterbetrieb verarbeitet. Schließlich werden die Stücke nach ausreichender Abhängzeit vakuumiert tiefgefroren. Zusätzlich werden alle Tiere untersucht und auf eventuelle Radioaktivität getestet. „Bei uns wird auch großen Wert auf küchenfertig gelegt. Das heißt: Ein Hirschrücken (circa 59 Euro das Kilo) wird komplett ausgelöst und ohne Knochen verkauft“, so Patrick ­Vogl. Infos unter www.voglwild.com.

Diese Chips sind bio

Erol Kaynak und myChipsBoy.

Beide lieben Snacks. „Doch meine Frau Ebru und ich fanden das Bio-Sortiment fad“, sagt Erol Kaynak (33). Der studierte BWLer und die Ökotrophologin gründeten 2014 ihre eigene Firma mit Sitz in Obersendling: myChipsBox. Übers Internet kann sich jeder seine Bio-Kartoffelchips-Box mit edlen Gewürzen oder bald auch mit luftgetrocknetem Gemüse schicken lassen. Bald soll es die Boxen in Bioläden und Supermärkten geben.

Schoko-Liebe

Schokoladen- und Pralinenproduktion mit Michael Dillinger.

Feinste Bio-Schokoladen und Pralinen (auch vegan) macht Konditormeister Michael Dillinger (41) in seinen Läden Meisterwerk Chocolaterie in Landsberg und den Fünf Höfen in München (www.meisterwerk24.com). „Ob Zutaten, Verpackung oder Spirituosen – wir beziehen zwei Drittel unserer Ware aus dem Umkreis von 80 Kilometern“, so Dillinger. ­Jedes Stück ist Handarbeit. Seine hauchdünne, mit Creme gefüllte, runde Schokolade sei „die feinste bayerische Art“.

Suppe wie daheim

Koch Heiko Langhans in Aktion.

Nur regionales Gemüse, Fleisch und frische Kräuter enthalten die Dosensuppen von Langhans Suppenmanufaktur. Koch Heiko Langhans bereitet seine Suppen so zu, wie er es auch zu Hause tun würde: „Ich setze jeden Fond selbst auf und lasse ihn lange köcheln.“ Im Sortiment sind etwa Ochsenschwanz-, Kürbis- und Kartoffelsuppe (ab 6,95 Euro). Zu kaufen gibt es seine Produkte unter www.langhans-suppenmanufaktur.de.

Tipps für gute Lebensmittel

Bauern- und Wochenmärkte:

Wer’s frisch und regional mag, findet in praktisch jedem Stadtteil einen Wochenmarkt. Beispielhaft seien hier der Bauernmarkt in der Au (Mariahilfplatz, mittwochs von 7 – 13 Uhr), der Wochenmarkt in Haidhausen (Weißenburger Platz, dienstags von 8 – 12 Uhr) und der Bauernmarkt in der Maxvorstadt (Pinakothek der Moderne, samstags von 7 – 13 Uhr) genannt. Eine Liste mit vielen, vielen weiteren Märkten finden Sie zum Beispiel im Netz bei besser-regional.eu.

Bio-Supermärkte:

Wem der Wochenmarkt nicht in den Terminkalender passt, der kann auch beim Bio-Supermarkt einkaufen. Viele der Ketten haben gerade auch regionale Produkte im Regal – auch, wenn das Angebot recht unterschiedlich ist. Ein paar Beispiele: Alnatura finden Sie unter anderem an der Münchner Freiheit, zu den VollCorner-Standorten gehört die Tegern­seer Landstraße 41. Auch Basic (u.a. Nymphenburger Straße 82), denn’s Biomarkt (u.a. Seidlstraße 5), der Grüne Korb (z.B. Oberföhringer Straße 212) und viele andere bieten Lebensmittel aus der Nähe.

Netzwerke:

Und noch eine weitere Möglichkeit: Initiativen wie Tagwerk und Unser Land bringen Lebensmittel aus der Region unter die Leute. Bei den einen passiert das etwa mit dem Tagwerk-Mobil (z.B. immer freitags von 13 bis 18 Uhr am Hanns-Seidel-Platz), die anderen bieten ihre Produkte unter dem Dach mehrerer Supermärkte an (z.B. Edeka).

Hofläden:

Da gibt’s viele – und viele gute! Einen Überblick gibt’s etwa beiregionales-bayern.de.

Tina Layes, Martina Williams

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