Überraschendes Ergebnis

Nudel-Check: Dieser Discounter gewinnt den Geschmackstest

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Alle lieben Nudeln - aber schmecken auch wirklich alle gut?

Der große "Nelson Müller Nudel-Check" ist gelaufen und hat erschreckende Qualitätsmängel ans Licht gebracht. Lesen Sie hier, was Sie lieber nicht kaufen sollten.

Kommen bei Ihnen auch mindestens einmal in der Woche Nudeln auf den Tisch? Selbst gemacht sind diese selten. Meistens werden trockene Nudeln gekauft, aber auch frische Pasta aus der Kühltheke und fertige Produkte wie Tortellini und Co.

Müssen gute Nudeln teuer sein?

39 Cent bis 3,80 Euro und mehr pro 500 Gramm: Die Preisunterschiede bei Fertignudeln sind riesig. Und das obwohl die Inhaltsstoffe immer dieselben sind: Weizen und Wasser. Markenhersteller wie Barilla rechtfertigen ihren höheren Preis vor allem damit, dass sie neben billigem Importhartweizen auch teurere Grundstoffe aus Italien verwenden. Auch die Optik kostet: Keine weißen Flecken, weniger Bruch - das hat seinen Preis.

Schmecken teure Nudeln besser?

Nelson Müller lässt für diese Frage extra Testesser antreten und die kommen zu einem klaren Urteil. Sie wählen bei der Blindverkostung von Nudeln mit Tomatensoße das Billigprodukt von Aldi für 39 Cent zum Geschmackssieger. Die teureren Produkte von Barilla und Cecco können nicht mithalten.

Ravioli aus der Dose treiben Italienerin zum Nervenzusammenbruch

Wenn sie frisch zubereitet sind, sind Ravioli ein echter Gaumenschmaus und haben so gar nichts mit den seltsamen Gebilden aus der Dose zu tun. Als Nelson Müller eine echte Italienerin, die ihm kurz vorher Spinat-Ricotta-Ravioli nach altem Familienrezept gekocht hat, zur Dosen-Ravioli-Verkostung bittet, rennt die Hobbyköchin kreischend davon.

Die Tortellini-Experten aus Venetien bleiben zwar tapfer, als ihnen die Fertigtortellini aufgetischt werden. Ihr Urteil für die Trockenvariante von Lidl fällt allerdings ebenso vernichtend aus: "Als würde man Plastik essen". Etwas milder stimmen sie die frischen Liebesknoten aus dem Kühlregal. "Schmecken nicht, aber sehen gut aus."

Twitter-Hit: So witzig regen sich Italiener über Essen auf.

Schneiden Spätzle besser ab?

Dass die italienischen Pasta-Spezialitäten nicht gut abschneiden, ist traurig genug, aber wie sieht es mit Spätzle aus? Nelson Müller, der sich selbst gern als "Afro-Schwabe" bezeichnet, lädt seine Pfadfinderfreunde ein und bittet zum Vergleich. Es gibt Spätzle, geschabt vom Starkoch, und die handelsübliche Industrievariante. Die Trockenspätzle aus der Tüte von Ja!, Zabler und Alb-Gold fallen gnadenlos durch. "Trocken, geschmacklos, schlotzig" ist das vernichtende Urteil. Ein Lob allerdings bekommen Lidls Chef Select aus der Kühltheke. "Überraschend gut."

Fazit ist also: Beim Vergleich zwischen Discounter-Produkten und Markenhersteller hat sich herausgestellt, dass Nudeln nicht immer teuer sein müssen, um zu schmecken. Wenig überraschend war dagegen, dass frische Produkte stets gegen die Trockenvariante gewinnen, besonders bei den Spätzle.

Acht Fehler beim Kochen von Nudeln, die fast jeder macht

Was, zwei Liter Wasser für eine Single-Portion Nudeln? Ja! Nudeln sollten vollständig von Wasser bedeckt sein. Sonst gibt es Nudel-Klump. Faustregel: Ein Liter auf 100 Gramm Nudeln.
Was, zwei Liter Wasser für eine Single-Portion Nudeln? Ja! Nudeln sollten vollständig von Wasser bedeckt sein. Sonst gibt es Nudel-Klump. Faustregel: Ein Liter auf 100 Gramm Nudeln. © Pixabay
Das Wasser muss kochen. Erst dann kommen die Nudeln dazu.
Das Wasser muss kochen. Erst dann kommen die Nudeln dazu. © Pixabay
Faustregel: Breite Nudeln passen zu schweren, stückigen Soßen wie Bolognese – feine Nudeln zu leichten Soßen.
Faustregel: Breite Nudeln passen zu schweren, stückigen Soßen wie Bolognese – feine Nudeln zu leichten Soßen. © Pixabay
Kippen Sie auch einen Schluck Olivenöl ins Wasser, damit die Spaghetti nicht aneinanderkleben? Ganz schlecht, denn das Öl verklebt die Oberfläche der Nudeln, so dass sie die Soße nicht mehr richtig aufnehmen können. Besser: Etwas Kochwasser in die Schüssel – oder Nudeln gleich mit der Sauce vermischen.
Kippen Sie auch einen Schluck Olivenöl ins Wasser, damit die Spaghetti nicht aneinanderkleben? Ganz schlecht, denn das Öl verklebt die Oberfläche der Nudeln, so dass sie die Soße nicht mehr richtig aufnehmen können. Besser: Etwas Kochwasser in die Schüssel – oder Nudeln gleich mit der Sauce vermischen. © Pixabay
Mit Salz sollte man sparsam umgehen – aber nicht beim Nudelnkochen. Denn nur ein kleiner Teil des Salz kommt auch in der Nudel an. Ein Teelöffel pro Liter sollte es schon sein.
Mit Salz sollte man sparsam umgehen – aber nicht beim Nudelnkochen. Denn nur ein kleiner Teil des Salz kommt auch in der Nudel an. Ein Teelöffel pro Liter sollte es schon sein. © Pixabay
Nudeln brauchen wirklich nicht viel Aufmerksamkeit. Aber zwei, drei Mal rühren zwischendurch tut ihnen gut. Es verhindert, dass sie zusammenkleben.
Nudeln brauchen wirklich nicht viel Aufmerksamkeit. Aber zwei, drei Mal rühren zwischendurch tut ihnen gut. Es verhindert, dass sie zusammenkleben. © Pixabay
Die Nudeln sind fertig, doch wo ist jetzt das Nudelsieb? Während Sie in der Schublade kramen, werden die Spaghetti labberig – das war’s dann mit al dente.
Die Nudeln sind fertig, doch wo ist jetzt das Nudelsieb? Während Sie in der Schublade kramen, werden die Spaghetti labberig – das war’s dann mit al dente. © Pixabay
Schreck lass nach – die kalte Dusche bei Abschrecken spült die Stärke von den Nudeln. So kann die Soße nicht mehr an ihnen haften.
Schreck lass nach – die kalte Dusche bei Abschrecken spült die Stärke von den Nudeln. So kann die Soße nicht mehr an ihnen haften. © Pixabay

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