Kochen, backen, braten, grillen

Kochen für Faule: Ist dieser Ofen der nächste Thermomix?

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Sieht aus wie eine Mikrowelle, soll aber viel mehr können.

Während der Küchenliebling der Deutschen "nur" zum Kochen taugt, soll dieses Gerät nun auch backen, braten und grillen können. Doch einen Haken hat das Ganze.

In zehn bis 30 Minuten ein komplettes Feinschmeckermenü zaubern - ohne nervige Schnibbelei und lästigem Abwasch? Das klingt fast zu schön um wahr zu sein. Doch genau das verspricht jetzt ein neues Küchengerät aus Amerika, der Tovala Ofen.

Tovala Ofen: Sieht aus wie eine Mikrowelle - kann aber viel mehr

Das futuristisch anmutende Gerät ähnelt eher einer Mikrowelle als einem Wundergerät - dennoch kann es viel mehr als kalte Pizza aufwärmen: Kochen, braten, backen und grillen. Als Multifunktions-Gadget richtet es sich aber wohl eher nicht an die Feinschmecker-Köche, auch wenn sich der Hersteller auf seiner Internetseite gerne so präsentiert. 

Komplette Menüs in Aluschälchen

Vielmehr zielt der Tovala auf all jene Kochfaule ab, die in den letzten Jahren die Umsatzzahlen des Thermomix in schwindelerregende Höhe getrieben haben. Dabei schraubt er "Kochen für Faule" nun noch eine Stufe höher: Die Menüs werden vom Hersteller komplett fertig in Aluschälchen geliefert - wie beim Lieferdienst, nur eben kalt. 

Die Aluschalen brauchen die hungrigen Besitzer dann nur in den Ofen stellen und den Wassertank füllen. Den Rest übernimmt Tovala. Dank eines Laserscanners weiß der Ofen nämlich genau, mit welchem Gericht er es zu tun hat und wie er es zubereiten muss. 

So sehen die fertigen Tovala-Menüs in den Aluschälchen aus. 

Wie kommt der Tovala bei den Menschen an?

Wie stern.de berichtet, wurde das Essen in den USA schon von zahlreichen TV-Sendern und Internetseiten getestet und für gut befunden. Auch die Preise für die Mahlzeiten, die Tovala im Abo anbietet, können laut des Nachrichtenportals mit den etablierten Lieferdiensten für Lebensmittel mithalten - ohne zusätzliche Arbeit wohlgemerkt: Drei Mahlzeiten für eine Person gibt es zum Start für 36 Dollar, für zwei Personen liegt man bei 72 Dollar. Ziemlich happig.

Umweltfreundlich geht anders

Was die Gründer aber als den eigentlichen großen Vorteil bewerben ("Mit unseren Essen musst du überhaupt nichts sauber machen"), erweist sich als der große Haken an der Geschichte: Durch die vielen Aluschüsselchen, die nach jedem Essen übrig bleiben, bleibt man als "Feinschecker" auf einem großen Berg Müll sitzen. 

Ob dieses Konzept bei den umweltbewussten Deutschen ankommen wird? Man darf gespannt sein. Wer Müll vermeiden möchte, kann den Ofen aber auch mit eigenen Schälchen befüllen. Nur dann macht das Kochen eben wieder mehr Arbeit.

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Wer trotz Tovala darüber nachdenkt sich einen Thermomix zuzulegen, sollte vor dem Kauf noch einen Blick auf diese kostengünstigen Alternativen werfen. Und auch dieses Gerät soll dem Küchenklassiker Konkurrenz machen: der ChefCuisine.

Von Andra Stettner

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