Stil-Expertin erklärt Benimmregeln im Restaurant

München - Ob beim Dinner oder beim Geschäftsessen: Gutes Benehmen zahlt sich aus. In der tz verrät Benimmgräfin Amélie von Montgelas aus Eging am See, wie Sie mit Stil im Restaurant punkten:

Ob beim Dinner oder beim Geschäftsessen: Gutes Benehmen zahlt sich aus. In der tz verrät Benimmgräfin Amélie von Montgelas aus Eging am See (www.benimmgraefin.de), wie Sie mit Stil im Restaurant punkten:

Keine Experimente: Vor allem bei Geschäftsessen gilt: Nicht in ein Restaurant einladen, in dem man noch nie war. „Auch die Platzwahl ist wichtig – man sollte zum Beispiel einem Geschäftspartner nicht den Tisch neben den Toiletten zumuten“, sagt die Knigge-Expertin.

Weinprobe: In guten Restaurants wird die Weinflasche am Tisch geöffnet, dann darf der Kunde testen. „In der Regel sollte der Gastgeber probieren“, sagt Amélie Gräfin von Montgelas. Was gar nicht geht: Gurgeln wie bei einer Weinprobe. Das alte Motto „weiß und rot“ zum Essen ist nicht mehr so streng zu handhaben – heute darf man bei einer Sorte bleiben oder auch wechseln. Alle Gläser mit Stiel werden am Stiel angefasst.

Wann darf ich anfangen? „Der Gastgeber schaut, ob jeder sein Essen hat, nimmt das Besteck und fängt an“, sagt die Benimmgräfin. Auf keinen Fall „Mahlzeit!“ wünschen – das ist out.

Wohin mit der Serviette? Die gehört beim Essen auf den Schoß oder auf die Knie. Wer gegessen hat, tupft sich vor dem Trinken den Mund ab. „Legen Sie die Serviette nach dem Essen links neben dem Teller ab“, rät Amélie Gräfin von Montgelas. Das gilt auch für Papierservietten: „Auf keinen Fall auf den Teller schmeißen!“

Das richtige Tischgespräch: Meiden Sie Krankheiten oder delikate Themen wie Finanzen. „Wir sind ja nicht in Amerika, wo man gleich als Erstes die Frage nach dem Verdienst stellt“, sagt die Expertin, die auch als Heilpraktikerin arbeitet.

Was, wenn man mal muss? Ein plumpes „Ich muss aufs Klo“ ist nicht stilvoll. „Entschuldigen Sie sich einfach, dass Sie gleich wieder da sind.“

Weg mit dem Handy: Mobiltelefone haben auf dem Tisch nichts verloren! „Stellen Sie Ihr Handy auf lautlos.“ Wer einen wichtigen Anruf erwartet, aktiviert den Vibrationsalarm und steckt das Handy in die Hosentasche. „Warnen Sie Ihre Begleitung vor. Wenn der Anruf kommt, entschuldigen Sie sich und gehen kurz raus.“

Zauberwörter: Bitte und Danke zu sagen vergessen viele Gäste im Restaurant. Geht gar nicht, findet Amélie Gräfin von Montgelas: „Ob jemand wirklich Stil hat, erkennt man daran, wie er das Servicepersonal behandelt.“

Christina Meyer

Rubriklistenbild: © dpa

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