Das schmeckt nach Urlaub!

Studentin gründet eigene Limoncello-Manufaktur

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Anna Lena Deeg (31) stellt eigenen Zitronenlikör her. Die Schalen reifen Wochen in Alkohol.

München - Anna Lena Deeg (31), Nordistik-Studentin aus München, hat mitten in Neuhausen ihre eigene ­Limoncello-Manufaktur eröffnet!

Limoncello – das klingt nach lauen Sommerabenden und Meeresrauschen. Den fruchtigen Likör kennen viele aus dem Italien-Urlaub. Aber so weit braucht man gar nicht fahren: Anna Lena Deeg (31), Nordistik-Studentin aus München, hat mitten in Neuhausen ihre eigene ­Limoncello-Manufaktur eröffnet! Die tz hat sie besucht.

„Schon meine Mama hat früher selbst Limoncello gemacht – der schmeckt viel besser als gekaufter“, sagt ­Anna Lena Deeg. „Da hab ich mir gedacht: Warum nicht gleich eine Firma gründen?“ Gesagt, getan: Zwei Jahre bereitete die Studentin (schreibt gerade ihre Doktorarbeit) ihre Unternehmensgründung vor, renovierte die Küche eines ehemaligen Restaurants in der Andréestraße 10 und stellt hier nun unter dem Namen Felice Limone ihren eigenen Limoncello nach altem Familienrezept her. Alles in Handarbeit. „Ich verwende ausschließlich unbehandelte handverlesene Früchte aus Süditalien und verzichte auf alle Zusatzstoffe“, sagt Deeg.

Die Limonen (Synonym für Zitronen) kauft sie entweder selbst direkt vor Ort oder bekommt sie über ihren Gemüse- und Obsthändler. Dann beginnt die Arbeit: Die Limonen werden erst per Hand geschält, die Schalen dann mindestens drei Wochen lang in riesigen Bottichen in Alkohol gelagert. Schließlich wird die Flüssigkeit abgegossen, gefiltert, mit Wasser und Zucker gemischt und abgefüllt. Jede Flasche ist ein Unikat: Alle Etiketten sind handbedruckt, die kleine Flasche (100 ml) kostet 9,20 Euro, die große (510 ml) 21,90 Euro. Dafür steckt auch jede Menge Arbeit drin. „Für eine große Flasche Limoncello benötigt man Schalen von etwa 20 Limonen“, sagt die Münchnerin. Aus dem Fruchtfleisch macht sie Marmelade – auch die gibt es in ihrem Onlineshop auf www.felicelimone.de (300 g 5,80 Euro).

Eisgekühlt schmeckt der Limoncello am besten – ob als Aperitif oder als Digestif. „Legen Sie ihn am besten eine Stunde vor Verwendung ins Eisfach und servieren Sie ihn auf Eis“, rät die Expertin. Auch mit Sekt oder Weißwein aufgegossen wird der Limoncello zum perfekten Sommerdrink. Ansonsten gilt: Lichtgeschützt und kühl aufbewahren – dann hat man lange was davon.

 

Christina Meyer

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