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Mein Küchengeheimnis

Sushi: Gut gedrückt und gerollt

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Ganz von der Rolle: Jonas (12) liebt es, Sushi selber herzustellen.

In unserer Freitags-Serie verraten Leser ihr Küchengeheimnis. Heute zeigt Jonas Brenner (12) aus Neuried, wie man Sushi macht. Er sagt: „Das geht ganz einfach.“

Am liebsten macht Jonas sein Sushi mit geräuchertem Fisch und Gemüse.

Angefangen hat alles mit einer Schachtel Sushi-Stäbchen, die Papa Paolo seinem Sohn Jonas von einer Japan-Reise mitbrachte. „Dann muss’ ich halt mal Sushi machen“, dachte sich der Gymnasiast. „Davor habe ich noch nie Sushi selbst gerollt.“ In Asien selbst war er auch noch nicht. Der 12-Jährige machte sich im Internet schlau und schaute sich auf „Youtube“ an, was man für Zutaten braucht. Wie man den Reis richtig kocht und die Sushi später perfekt rollt. „Viel benötigt man wirklich nicht“, lautet Jonas’ Fazit: Neben dem speziellen Reis sind es nur die grünen Blätter aus Seetang und eine Bambusmatte zum Rollen. „Sushi-Rollen ist gar nicht so schwer“, sagt er. „Mit etwas Übung klappt’s bestimmt bald“, macht er Sushi-Anfängern Mut. Mittlerweile ist es bei der Familie Brenner üblich, wenn Gäste kommen, dass Jonas Sushi zum Aperitiv serviert. „Die liebt jeder“, sagt Mutter Beate stolz. Jonas kocht gerne. Als er zehn Jahre alt war, fing er an, regelmäßig in der Küche zu helfen. Omelettes und Pfannkuchen machten den Anfang. Mittlerweile gibt es auch Hamburger oder mit Hackfleisch gefüllte Wraps. „Ich denke mir gerne etwas aus“, sagt der Gymnasiast. Am liebsten ist es ihm, er kann alleine in der Küche hantieren und hat beim Kochen seine Ruhe. Dann kommt es schon mal vor, dass Jonas die Familie mit einem richtigen Menü überrascht.

Während der Reis kocht, das Gemüse (Gurken und Paprika und den Fisch (Lachs und Forelle) in feine Streifen schneiden.

Bei der Familie Brenner wird jeden Tag gekocht. Mittags, wenn die drei Kinder aus der Schule kommen, tischt die Mutter auf. Auch sie lässt sich gerne von neuen Trends inspirieren. Beate Brenner sagt: „Bei uns gibt es alles. Gerne bayerische Küche mit asiatischem Touch.“ So wird der Salat auch mal mit Korianderblättern gewürzt. Und Jonas überlegt, ob er demnächst mal Wraps mit Weißwürsten auftischen soll – „das schmeckt bestimmt“. Obwohl der Siebtklässler kochen liebt, weiß er nicht, ob er später auch Koch lernen will. Aber eigentlich hat er sich „darüber noch nicht so recht Gedanken gemacht“. Wenn er nicht lernt oder kocht, trifft sich Jonas gerne mit Freunden oder geht zum Badminton spielen.

Das Nori-Algenblatt dünn mit Sushi-Reis bedecken. Dieser muss vorher gut ausgekühlt sein und gewürzt werden.

Die Brenners kochen alle leidenschaftlich gern. In der Küche liegt ein Familienkochbuch, bei dem viele Brenners mitgewirkt haben. „Brenner’s Cook Book – Da brennt nichts an“ heißt es. Ein Album mit zahlreichen Rezepten und wunderschönen Familienfotos. Für Sushi ist Jonas der Fachmann. Er hat sich viel Wissen um das japanische Nationalgericht angeeignet: Traditionell werden Sushi mit den Händen gegessen. In Europa hat es sich jedoch durchgesetzt, Stäbchen zu verwenden. „Das ist nicht ganz einfach“, sagt Jonas, der aber schon den richtigen Dreh raus hat. Jonas tunkt seine Reisrollen in etwas Sojasauce. Wer mag, kann auch etwas Wasabi unter die Sojasauce rühren – „das ist mir aber noch zu scharf“, sagt der Heranwachsende.

Im unteren Drittel wird die Füllung platziert. Das Nori- Blatt wird dann mit Hilfe einer Bambusmatte um den Reis und die Füllung gerollt.

Der Name Maki kommt übrigens von der Bambusrollmatte „Makisu“, mit deren Hilfe die Sushi gerollt werden. Bei Maki wird meist nur eine Zutat in Reis und ein Noriblatt gerollt. Wer Jonas zuschaut, bekommt richtig Lust, es selber mal mit den Sushi-Rollen auszuprobieren. Was Jonas an diesem Gericht besonders gefällt: „In die Rolle kommt nur, was mir schmeckt.“ Unser Fazit: Das hört sich nicht nur gut an, Jonas’ Maki-Sushi munden auch hervorragend.

So macht Jonas Maki-Sushi

Gesäuerter Reis, Algenblätter, frischer Fisch und Gemüse: Mit wenigen, guten Zutaten lässt sich Sushi leicht selbst herstellen.

Zutaten: 

300 g Sushi-Reis 6 Nori-Blätter (Seetang) 2 Esslöffel Sojasauce 2 Esslöffel Reisessig 1 TL Zucker Fleur de Sel

Für die Füllung: 

100 g Gurken, in Streifen geschnitten 100 g Lachs in Streifen geschnitten 100 g Forelle in Streifen geschnitten 100 g Paprika in Streifen geschnitten

Zubereitung: 

  1. Den Sushi-Reis herstellen. Reis mit kaltem Wasser ausspülen. So oft Wasser dazugießen, bis es klar ist. Reis zugedeckt in 700 ml Wasser bei schwacher Hitze köcheln lassen. Sobald der Reis aufkocht, noch zwei Minuten kochen, dann den Topf vom Herd ziehen und den Reistopf zugedeckt 15 Minuten ziehen lassen.
  2. Sushi-Reis mit Reisessig, Zucker und Salz würzen. Wichtig: Der Reis muss noch heiß sein. Dann den Reis gut auskühlen lassen.
  3. In der Zwischenzeit die Sushi-Füllung in Streifen schneiden.
  4. Das erste Nori- Blatt auf die Bambusmatte legen. Wichtig: Die raue Seite des Blattes muss oben liegen.
  5. Sobald der Reis gut ausgekühlt ist, diesen mit einem Löffel oder der Hand dünn auf dem Nori-Blatt verteilen. Die Füllung in das untere Drittel legen. Tipp: Die Hände mit Essigwasser befeuchten, dann klebt der Reis nicht. An der hinteren Seite einen 2 cm breiten Rand frei lassen.
  6. Sushimatte anheben und damit Reis und Füllung einrollen. Darauf achten, dass die Füllung in der Mitte der Rolle bleibt. Einen Teil der Matte darüber legen und die Rolle mit den Händen behutsam, aber dennoch fest zusammendrücken.
  7. Sushirolle mit der Naht nach unten auf ein Brett legen und mit einem sehr scharfen, feuchten Messer in acht Stücke schneiden.

Tipps: 

Ein ganz scharfes Messer ist das A und O beim Aufschneiden der Sushis. Wer das nicht hat, läuft Gefahr, die Sushi zu quetschen.

Frischer Fisch ist wichtig: Fischfilet (wenn er nicht geräuchert wie bei Jonas, sondern roh verwendet wird) muss von exzellenter Qualität und absolut frisch sein. Am besten den Fischhändler nach Sushi-Qualität fragen. Fisch, der nach Fisch riecht oder Glanz und Farbe verloren hat, sollte keinesfalls für Sushi verwendet werden. Auch tiefgekühlte, abgepackte Ware aus dem Supermarkt ist nicht empfehlenswert.

Sushi-Zutaten im Asia-Shop kaufen:

Die meisten Zutaten wie Seetang (Nori), Sushi-Reis, Reisessig, Wasabi, Sojasauce oder eingelegten Ingwer (Gari) findet man dort. Dies gilt auch für Zubehör wie Bambusmatten (Makisu) oder Stäbchen. Das asiatische Flair wird perfekt, wenn Sushi auf japanischen Holzbrettern oder Tafeln angerichtet wird.

Wenn Erwachsene mitessen: 

Nicht nur Sojasauce zum Tunken der Sushi bereitstellen. Auch grüne Wasabi- Paste dazu reichen, diese je nach Geschmack in der Sojasauce auflösen. Gerne wird auch eingelegter Ingwer zu Sushi gegessen.

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