Sorten, Wirkung, Zubereitung

Trend: Tee ist der neue Kaffee

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Oresta Shuster vom Teestand am Viktualienmarkt.

Tee ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Kein Wunder, dass das Heißgetränk gerade bei jungen Menschen wieder im Kommen ist. Alle Infos zu Sorten, Wirkung und der richtigen Zubereitung:

Früher war er nur feinen, reichen Leuten vorbehalten. Heute trinkt jeder Deutsche pro Jahr im Schnitt 26 Liter Tee! Die Tee-Expertin Oresta Shuster vom bio-zertifizierten Teestand auf dem Viktualienmarkt (www.teaflower.de) verrät, was Sie über die Blätter wissen müssen.

Die große Vielfalt der Sorten

Schwarzer und grüner Tee stammen von der Teepflanze. Beim Schwarztee wurden die Teeblätter fermentiert, also mechanisch gequetscht. Unter Zugabe von Wärme, Feuchtigkeit und Sauerstoff reagieren die Enzyme und machen den Tee dunkel. Grüner Tee dagegen wird nach dem Pflücken nur gedämpft. Für den milden weißen Tee verwendet man nur die zarten Teeknospen. „Außerdem gibt es Kräuter- und Früchtetees, etwa aus Minzblättern oder Obststücken“, erklärt Oresta Shuster. Alleine bei ihr gibt es 1200 Sorten Tee!

Lose oder im Beutel?

Das ist vor allem eine Frage der Zubereitungszeit. Beuteltee muss wegen der kleineren Stückchen oft nicht so lange ziehen. Experten raten für das Aroma aber zu offenem Tee: „Tee braucht Platz zum Entfalten“, sagt die Marktfrau. Und: Naschen kann man auch noch. „Den Teesatz von unserem Früchtetee kann man essen wie Kompott.“ 

Die richtige Zubereitung

„1,7 Gramm Tee rechnet man in der Regel für ein Teeglas, das entspricht etwa einem Teelöffel“, sagt Oresta Schuster. Schwarztee wirkt nach einer Ziehzeit bis drei Minuten anregend, ab fünf Minuten beruhigend. Für grünen und weißen Tee Wasser nach dem Kochen erst fünf Minuten stehen lassen, dann aufgießen und maximal drei Minuten ziehen lassen. Früchte- und Kräutertee muss mindestens zehn Minuten ziehen. „Verwenden Sie am besten einen Teefilter oder ein großes Teenetz“, rät die Expertin. Milch mildert bei dunklen Tees Geschmack, Zitrone gibt eine fruchtige Note. Aber: Nie beides gleichzeitig dazugeben.

Beruhigt und entstresst

Grüner und schwarzer Tee wirkt wegen des Fluorgehalts gegen Karies und Osteoporose, Grüntee soll zudem das Herzinfarktrisiko senken. Vor allem bei den Kräutertees gibt es für jedes Wehwehchen den passenden Aufguss, etwa Kamille gegen Bauchschmerzen oder Fenchel gegen Blähungen. Neu: Minztee soll wegen der ätherischen Öle den gleichen Effekt wie ein Verdauungsschnaps haben.

Christina Meyer

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