Von "luftig-locker" bis zu "bitterem Gemüse"

Tiefkühl-Pizza Salami im Test: Erstaunliches Ergebnis

München - Die Stiftung Warentest hat Salami-Tiefkühl-Pizzen genauer unter die Lupe genommen. Mit einem erstaunlichen Ergebnis.

Sattmacher für Eilige, Notreserve für Familien – Tiefkühlpizza ist ein Schnellgericht,  das extrem beliebt ist. Elf Pizzen ließ sich jeder Bundesbürger im Jahr 2013 durchschnittlich schmecken! Jetzt hat die Stiftung Warentest mit Pizza Salami (nachzulesen im Aprilheft) eine der Lieblingssorten unter die Lupe genommen. Mit einem erstaunlichen Ergebnis: Tiefkühlpizza und hoher kulinarischer Anspruch – das muss kein Widerspruch sein.

Vom Geschmacks­erlebnis  bei den drei Testsiegern („Die Backfrische“ von Wagner und „Die Tradizionale“ und „Die Ofenfrische“ von Dr. Oetker) schwärmen die Warentest-Experten regelrecht: „Ihr Belag besonders aromatisch, ihr Boden außen durchgängig knusprig und innen luftig-locker, auch der Rand.“ Insgesamt 19 Pizzen wurden mit „gut“ bewertet, sechs mit befriedigend und nur einmal wurden die Noten „ausreichend“ (Real/Tip Pizza Edelsalami) und „mangelhaft“ (Casa Romantica Pizza Salami) vergeben. Der Grund: im ersten Fall bitteres Gemüse, im zweiten zu viel Weißöl.

Der Test zeigt auch: Salami-Pizza enthält viel Energie, Fett und Salz. Wer eine ganze Pizza verdrückt, schöpft etwa beim Salz schnell die tolerierte Gesamttageszufuhr von sechs Gramm aus! Drei überschritten sogar diesen Wert: Alnatura (7 g) und die Ofenfrischen von Dr. Oetker (je 6,2 g). Der Nährwert der Salami-Pizzen hält sich also in Grenzen. Die meisten Produkte erreichten deshalb in diesem Prüfpunkt nur ein „befriedigend“.

Fazit der Stiftung Warentest: Die besten Tiefkühlpizzen sind klassische, eher teure Markenprodukte. Ausnahme: die gute Aldi (Nord)/Mama Mancini Edel-Salami. Die ist mit 83 Cent nicht nur günstig sondern laut Test auch noch am fettärmsten.

Was den Verzehr angeht, empfehlen die Warentest-Experten: eine halbe Pizza und dazu einen Salat aus Rapsöl. So wird aus der Tiefkühlkost eine leckere und sogar gesunde Mahlzeit.

Das ist drauf und drin

Boden:In den Teig kommen Weizenmehl, Wasser, Öl, Salz, Zucker, Hefe. Sauerteig und andere Backtreibmittel sind selten.

Salami: Meist stammt sie vom Schwein, ist gepökelt und geräuchert. Edelsalami hat extra viel Muskelfleisch. Rosmarinextrakt verbessert die Haltbarkeit der Wurst.

Käse: Am häufigsten liegen Edamer und Mozzarella auf den Pizzen. Nur selten setzen würzige Sorten wie Gouda oder gar Provolone Piccante Akzente.

Tomaten: Sie kommen zerkleinert, passiert oder aus Tomatenkonzentrat rückverdünnt auf die Pizzen. All das darf „Tomate“ heißen.

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