Gemüse, Beeren und Co

Tiefkühl-Produkte meist besser als ihr Ruf

Tiefkühlkost kennt keine Saison. Himbeeren werden geerntet, wenn sie reif sind - und sofort tiefgefroren.
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Tiefkühlkost kennt keine Saison. Himbeeren werden geerntet, wenn sie reif sind - und sofort tiefgefroren.
Wird Obst sofort tiefgefroren, bleiben die Nährstoffe weitgehend erhalten.
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Wird Obst sofort tiefgefroren, bleiben die Nährstoffe weitgehend erhalten.
Tiefgekühlte Erbsen wärmt man am besten direkt im Kochtopf auf.
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Tiefgekühlte Erbsen wärmt man am besten direkt im Kochtopf auf.
Tiefgekühlte Möhren enthalten oft mehr Vitamine als frische Möhren, die erst im Supermarkt und dann zuhause noch gelagert wurden.
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Tiefgekühlte Möhren enthalten oft mehr Vitamine als frische Möhren, die erst im Supermarkt und dann zuhause noch gelagert wurden.
Bei fertigen Tiefkühlgericht sollte man auf den Salz- und Fettgehalt achten.
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Bei fertigen Tiefkühlgericht sollte man auf den Salz- und Fettgehalt achten.

Tiefkühlkost ist nicht unbedingt schlechter als frische Lebensmittel. Beim Kaufen, Einfrieren und Auftauen gibt es aber einiges zu beachten.

Nach einem langen Tag bei der Arbeit muss abends schnell ein Essen auf den Tisch. Da bliebt nicht immer Zeit, um frisch zu kochen. Manch einer bereitet am Wochenende gleich mehrere Mahlzeiten zu und friert sie portionsweise ein.

Andere hingegen greifen gleich zu fertiger Tiefkühlkost. Ungesünder ist das nicht unbedingt - im Gegenteil. "In Punkto Vitamingehalt kann Tiefkühlgemüse besser sein als frisches Gemüse", sagt Ina Bockholt von der Stiftung Warentest in Berlin. Gemüse, das direkt nach der Ernte gefroren wird, enthält häufig mehr Vitamine als Gemüse, das im Handel und später noch einige Tage zu Hause gelagert wurde. Durch Licht und Wärme gehen Nährstoffe – und damit auch Vitamine – verloren. Wird Gemüse in Gläsern oder Beuteln gelagert, schadet das dem Vitamingehalt mehr als das Einfrieren.

Durch die niedrigen Lagertemperaturen kann auf Konservierungsmittel verzichtet werden

"Durch das schnelle Tiefgefrieren bei Temperaturen von mindestens minus 40 Grad werden die Lebensmittel besonders schonend haltbar gemacht", sagt Lea Feys vom Deutschen Tiefkühlinstitut in Berlin. Zudem kann man wegen der tiefen Lagertemperaturen von mindestens minus 18 Grad Celsius auf Konservierungsstoffe verzichten. Kritischer sollte man allerdings bei Tiefkühlfertiggerichten sein. Dort lohne sich immer ein Blick auf die Zutatenliste, sagt Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik (VFED). Wer etwa 100 Gramm Fischstäbchen kauft, erwirbt im Schnitt nur 65 Gramm Seelachsfilet. Der Rest seien Paniermehl und Gewürze.

Grundsätzlich sollte man die Zutatenlisten von Produkten unterschiedlicher Anbieter vergleichen. Beim gleichen Gericht gibt es zum Beispiel beim Salz- und Fettgehalt große Unterschiede, sagt Bockholt. Wer zu viel Fett isst, schadet seiner Leber und riskiert Übergewicht, das zu vielen Krankheiten führen kann. Zu viel Salz kann den Blutdruck und damit auch das Risiko für Schlaganfälle erhöhen. Am besten entscheidet man sich also für das Produkt mit dem niedrigsten Fett- beziehungsweise Salzgehalt.

Tiefgekühltes bis zu 12 Monate haltbar

Bei einer optimalen Lagertemperatur von minus 18 Grad Celsius lassen sich in der heimischen Tiefkühltruhe Gemüse, Obst, Fleisch und Fisch normalerweise bis zu zwölf Monate lagern. "Spinat verliert allerdings bereits nach fünf Monaten Farbe, Geschmack und Vitamine", schränkt Bockholt ein. Sie rät Verbrauchern prinzipiell auf das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung zu achten - und es bei Fisch und Fleisch nicht auszureizen. "Selbstgekochtes ist im Schnitt ein bis drei Monate haltbar", fügt Morlo hinzu.

Doch nicht nur beim Einfrieren und Aufbewahren, auch beim Auftauen sollte man einiges beachten: F isch und Fleisch tauen am besten im Kühlschrank auf, sagt Bockholt. Bei Raumtemperatur bestehe die Gefahr, dass die Ware verdirbt. "Da Bakterien sich im Tauwasser tummeln können, sollten Lebensmittel auf einem Sieb aufgetaut und nie in der Flüssigkeit liegengelassen werden", erklärt Bockholt. Tiefgekühltes Gemüse wie Spinat oder Brokkoli wärmt man direkt im Kochtopf oder in der Mikrowelle auf.

Tiefgekühltes luftdicht verpacken um Gefrierbrand zu vermeiden

Wer Selbstgekochtes einfriert, sollte vorher überlegen, wann und in welcher Menge es später gebraucht wird - und es dann entsprechend portioniert in den Tiefkühlschrank legen. Außerdem sei es sinnvoll, die Lebensmittel luftdicht zu verpacken, um den sogenannten Gefrierbrand zu vermeiden. Kommt das Gefrorene mit Frischluft in Kontakt, verdunstet auch im Gefrierfach das enthaltene Wasser, und das Lebensmittel trocknet aus. "Gefrierbrand ist nicht schädlich, aber die Speisen sind nicht mehr genießbar", sagt Morlo. Sie bleiben nach dem Auftauen und Garen "zäh und ledrig".

dpa/tmn

12 Lebensmittel, die Sie völlig falsch aufbewahren

Ein bunter Obstkorb sieht toll aus – doch Früchte haben ganz unterschiedliche Ansprüche an die richtige Lagerung.
Ein bunter Obstkorb sieht toll aus – doch Früchte haben ganz unterschiedliche Ansprüche an die richtige Lagerung. © Pixabay
Diese beiden gehören nicht zusammen. Zitrusfrüchte fühlen sich bei Zimmertemperatur oder etwas kühler wohl. Das Gleiche gilt für Banane, Melone und Mango. Eine breite Schale oder ein Korb sind ideal, damit sie viel Luft abbekommen.
Diese beiden gehören nicht zusammen. Zitrusfrüchte fühlen sich bei Zimmertemperatur oder etwas kühler wohl. Das Gleiche gilt für Banane, Melone und Mango. Eine breite Schale oder ein Korb sind ideal, damit sie viel Luft abbekommen. © Pixabay
Hätten Sie’s gewusst? Feige und Kiwi gehören in den Kühlschrank.
Hätten Sie’s gewusst? Feige und Kiwi gehören in den Kühlschrank. © Pixabay
Für Äpfel und Birnen ist der Keller der beste Ort. Um Druckstellen zu vermeiden, am besten ein paar Lagen Zeitungspapier unterlegen und die Früchte ab und an drehen.
Für Äpfel und Birnen ist der Keller der beste Ort. Um Druckstellen zu vermeiden, am besten ein paar Lagen Zeitungspapier unterlegen und die Früchte ab und an drehen. © Pixabay
Diese beiden verstehen sich auf dem Teller, aber nicht im Kühlschrank. Tomaten sondern viel Ethylen ab. Der empfindliche Salat macht dadurch noch schneller schlapp – also getrennt lagern.
Diese beiden verstehen sich auf dem Teller, aber nicht im Kühlschrank. Tomaten sondern viel Ethylen ab. Der empfindliche Salat macht dadurch noch schneller schlapp – also getrennt lagern. © Pixabay
Wasserhaltige Gemüsesorten wie Auberginen, Tomaten, Paprika, Zucchini und Gurken gehören nicht in den Kühlschrank. Dort verlieren sie ihr Aroma und schimmeln schneller. Bewahren Sie sie im Keller oder in der Speisekammer bei Temperaturen um 15 Grad auf. Ist dies nicht möglich, ist Zimmertemperatur noch immer die bessere Wahl.
Wasserhaltige Gemüsesorten wie Auberginen, Tomaten, Paprika, Zucchini und Gurken gehören nicht in den Kühlschrank. Dort verlieren sie ihr Aroma und schimmeln schneller. Bewahren Sie sie im Keller oder in der Speisekammer bei Temperaturen um 15 Grad auf. Ist dies nicht möglich, ist Zimmertemperatur noch immer die bessere Wahl. © Pixabay
Brotlaibe am besten in ein Küchentuch einwickeln und in den Brotkasten legen. Dieser ist im Idealfall aus Keramik und sollte regelmäßig ausgewischt werden.
Brotlaibe am besten in ein Küchentuch einwickeln und in den Brotkasten legen. Dieser ist im Idealfall aus Keramik und sollte regelmäßig ausgewischt werden. © Pixabay
Bitte umdrehen: Eier werden im Eierfach des Kühlschranks aufbewahrt – und zwar mit der Spitze nach unten. So halten sie sich länger, denn auf diese Weise ist die Luftkammer oben. Andersherum kann die Luftblase aufsteigen, die Eihaut sich ablösen und Keime eindringen.
Bitte umdrehen: Eier werden im Eierfach des Kühlschranks aufbewahrt – und zwar mit der Spitze nach unten. So halten sie sich länger, denn auf diese Weise ist die Luftkammer oben. Andersherum kann die Luftblase aufsteigen, die Eihaut sich ablösen und Keime eindringen. © Pixabay
Ein sauberes Geschirrtuch in Salzwasser tränken, den Käse darin einschlagen und ab in den Kühlschrank. Alle zwei bis drei Tage wiederholen – so halten sich Käsestücke bis zu drei Wochen frisch.
Ein sauberes Geschirrtuch in Salzwasser tränken, den Käse darin einschlagen und ab in den Kühlschrank. Alle zwei bis drei Tage wiederholen – so halten sich Käsestücke bis zu drei Wochen frisch. © Pixabay
Pilze in Plastik? Bitte nicht: Hier bildet sich schnell Kondenswasser, das die Pilze faulen lässt. Besser: in einer Papiertüte oder offen auf einem Stück Küchenrolle im Kühlschrank lagern.
Pilze in Plastik? Bitte nicht: Hier bildet sich schnell Kondenswasser, das die Pilze faulen lässt. Besser: in einer Papiertüte oder offen auf einem Stück Küchenrolle im Kühlschrank lagern. © Pixabay
Ein Tongefäß ist der richtige Ort, um Knoblauch und Zwiebeln zu lagern.
Ein Tongefäß ist der richtige Ort, um Knoblauch und Zwiebeln zu lagern. © Pixabay
Spirituosen mit über 35 Prozent Alkoholgehalt müssen nicht im Kühlschrank lagern. Geschlossene Flaschen mit Alkohol halten praktisch ewig. Auch bei geöffneten Flaschen dauert es, bis sich Alkohol und Aroma verflüchtigen. Die Lagerung im Keller oder Schrank genügt.
Spirituosen mit über 35 Prozent Alkoholgehalt müssen nicht im Kühlschrank lagern. Geschlossene Flaschen mit Alkohol halten praktisch ewig. Auch bei geöffneten Flaschen dauert es, bis sich Alkohol und Aroma verflüchtigen. Die Lagerung im Keller oder Schrank genügt. © Pixabay

 

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