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Kopfschütteln

Tiramisu-Streit: Diese Politiker zanken sich ums Dessert

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Ein Dessert zum Verlieben und Streiten.

Zwei italienische Regionen stehen sich unversöhnlich gegenüber und der Grund ist cremig, sehr cremig. Im Streit um Tiramisu mischt nun sogar die Politik mit.

Tiramisu („Zieh mich hoch“) gehört zu den Süßspeisen, bei denen sich alle einig sind: Lecker, bitte mehr davon! Kein Wunder, dass nun ein Streit um die Herkunft des Desserts Wellen bis hoch in die Politik schlägt.

Essen ist in Italien nicht einfach Essen. Es ist eine Religion und jeder Ort ist sehr stolz auf seine Spezialitäten. Um die Nachspeise ist dabei eine regelrechte Fehde entstanden, weil sich gleich zwei Regionen als die Wiege des Tiramisus sehen.

Wer hat’s erfunden?

Für das klassische Rezept vereinen sich Zucker, Ei, Mascarpone und Espresso zu einer herrlichen Creme. Aus diesen Zutaten soll Mario Cosolo di Pieris, Koch aus San Canzian d'Isonzo nahe Görzin der norditalienischen Region Friaul-Julisch Venetien, dereinst die Nachspeise kreiert haben. Norma Pielli, die Besitzerin eines Hotels in der Ortschaft Tolmezzo, servierte das Dessert daraufhin ihren Gästen. Eines Tages kam dann eine Gruppe erschöpfte Wintersportler aus den Bergen zurück. Das Dessert soll ihnen neue Kräfte verliehen haben und auf Italienisch sagten sie, es habe sie hochgezogen – "tirare sù".

So weit so gut, wäre da nicht auch noch der Konditor Roberto "Loly" Linguanotto. Der will Ende der 1960er Jahre in einem Restaurant in der Stadt Treviso bei Venedig die gleiche Speise erfunden haben. Der Name wird hier aber damit erklärt, dass sich die Menschen von dem Gericht magisch angezogen fühlten, weil es so lecker ist.

Schon gewusst? Ein Dessert nach dem Essen ist besser als häufiges Naschen

Eintrag in Liste sorgt für Eskalation

Dieser Herkunf tsstreit zwischen den Regionen Friaul-Julisch Venetien und Venetien schwelt nun schon eine ganze Weile und das wäre auch so geblieben, hätte Friaul-Julisch Venetien nicht einen gewagten Schritt unternommen: Die Nachspeise wurde auf die Liste der für die Region typischen Gerichte eingetragen.

Dieses " Pat"-Register hat zwar nicht das gleiche Gewicht wie die EU-weite Herkunftsbezeichnung "DOP", nach der zum Beispiel nur in Parma hergestellter und geschnittener Schinken auch Parma-Schinken genannt werden darf. Aber dennoch: Mit der "Pat"-Anerkennung hat sich die Region selbst kurzerhand zum Erfinder der Nachspeise ernannt und die Konkurrenz aus Venetien zur Weißglut gebracht.

Präsident tobt: "Eine Schande"

Und wo kommt die Politik dabei ins Spiel? Das Landwirtschaftsministerium hatte den Antrag Friaul-Julisch Venetiens genehmigt. Das nennt der Präsident der Region Venetien laut Travelbook "eine Schande" und will die Entscheidung anfechten. Dabei munkelt er sogar, ob bei der Vergabe sauber gearbeitet wurde. Rom geht auf solche Spielchen aber gar nicht ein und entgegnet trocken, dass die Behörde "das geltende Gesetz angewandt hat".

Lasches Unentschieden

Venetien will sich nun kurzerhand auch das Tiramisu in die Liste tragen lassen. Mehrfachnennungen sind möglich, die Speise muss dort lediglich seit mindestens 25 Jahren traditionell hergestellt werden.

Der Tiramisu-Streit wird mit diesem laschen Unentschieden aber kaum beigelegt sein. Dazu hat das Dessert hat einen viel zu großen Symbolwert für die Italiener.

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ante

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