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Tollwood kulinarisch: Vier neue Stände im Check

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Das Tollwood 2017 im Abendglanz.

Von deftig-würzig bis exotisch-süß, von bayerischen bis zu singhalesischen Spezialitäten. Auf dem diesjährigen Tollwood sind vier neue Stände vertreten.

Die Kulinarik auf dem diesjährigen Tollwood ist wieder vielfältig, der pure Genuss aus aller Welt! Rund 50 Gastronomen servieren auf dem Markt der Ideen ihre Lieblingsgerichte. Dieses Jahr sind vier neue Stände dazugekommen: Bayerisches Landgericht, La Empanada aus Ecuador, Colombo Lion aus Sri Lanka und das Raj Dhani, in dem es wie in einem kleinen indischen Dorf zugeht. Die tz hat die Neuen auf die Probe gestellt:

Essen aus Ecuador bei La Empanada (Stand 14)

Sie zählen zu den beliebtesten Tapas in der spanischen Küche sowie in Süd- und Mittelamerika: die Empanadas. Aber: Jedes Land oder jede Region hat sein eigenes Rezept und seine traditionelle Füllung. Paulina Arias ist aus Ecuador und die Chefin von dem neuen Stand La Empanada auf dem Tollwood-Gelände. In ihrem Dorf, so sagt Paulina, werden die Empanadas mit frischem beziehungsweise weißem Käse (Queso fresco oder Queso blanco) gefüllt. Eine sehr feine Spezialität! Meist gibt es auch zwei Sorten Teig: „Aus Mais und, sowie bei uns, aus Weizenmehl“, so Paulina. Ihre selbst gemachten Wundertaschen, wie sie auch genannt werden, können auch mit Huhn, Rindhackfleisch, Mais oder gar süß mit Schoko-Banana gefüllt werden. Eine Empanada kostet 3,90 Euro, zwei liegen bei 6,90 Euro.

Indische Genüsse bei Raj Dhani (Stand 13)

Essen, so viel man will: Das geht bei Tollwood im Raj Dhani. Es ist wie ein kleines indisches Dorf in Rajasthan gestaltet. In einem farbenprächtigen Zelt befinden sich mehrere gemütliche Sitzecken. Die Gäste zahlenden Festpreis von 12,50 Euro für ein vegetarisches Menü mit drei verschiedenen Gerichten („Thalis“): gemischtes Gemüse, Spinat mit Soja-Tofu und indische Linsen. Als Beilagen werden Basmati-Reis, Fladenbrot aus Weizen sowie ein gewürzter Joghurt-Dip gereicht. Als Nachspeise gibt es Mango-Joghurt, das Wasser wird in Tonbechern kredenzt. Die freundlichen indischen Bedienungen servieren nach, falls nötig. Das Raj Dhani sollte sich bei einem Tollwood-Besuch keiner entgehen lassen: Die Speisen sind authentisch und sehr fein gewürzt. Zudem versetzt das Ambiente den fernwehgeplagten Gast zugleich in die Welt von 1001 Nacht.

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Scharfes Sri Lanka bei Colombo Lion (Stand 15)

Ein neuer Stand auf Tollwood heißt Colombo Lion und bereitet Spezialitäten aus Sri Lanka zu. Diese Küche erinnert stark an die indische, hat aber auch Ähnlichkeit mit Gerichten aus Thailand oder China. Der Klassiker ist Reis und Curry, wobei hier mit Curry nicht das Gewürz, sondern eine Speise, meist in kleinen Schälchen serviert, gemeint ist. Chef Jayamuny de Silva bietet vegetarische Hoppers (Original, zwei Stück für 3,50 Euro) an. Das sind Pfannkuchenschalen aus Reismehl und Kokosmilch, die variabel entweder mit Spiegelei (4,50 Euro) oder gegrilltem Gemüse (4,20 Euro) angeboten werden. Wer es scharf mag, der ist an diesem Stand richtig. Denn die singhalesische Küche nutzt sehr viele Gewürze wie Chili oder Sambol. Sogar der Eistee mit Ingwer ist würzig!

Bayerische Schmankerl beim Bayerischen Landgericht (Stand 40)

Bei so viel Multikulti dürfen freilich auch bayerische Spezialitäten nicht fehlen. Davon gibt es zwar seit Jahren schon einige Stände, aber es ist in diesem Jahr noch eine weitere Schmankerl-Bude hinzugekommen: Bayerisches Landgericht. Nici und Malcom servieren hier Burger. Sie werden in einer Weizensemmel serviert. Man darf wählen zwischen Urtyp – mit Bio-Rindfleisch, Zwiebeln, Haussoße, Salat und Tomate (6,50 Euro) - zusätzlich mit Bergkäse (6,90 Euro) – oder als Krönung noch mit Bauernspeck (7,50 Euro). Fans von Bürgern kommen hier auf ihre Kosten. Würzig und mit schmackhaftem Fleisch. Passt!

Weitere Tipps

Das Tollwood lädt traditionell zu einer kulinarischen Reise um die ganze Welt ein: vom indischen Thali (Tandoori, Raj Dhani) über amerikanisch deftige Happen (unter anderem Hamburger-Stand, Ribhouse) bis hin zu französischen Crêpes und schlesischen Bratwürsten. Insgesamt sind 20 Nationen auf dem Sommer-Festival vertreten. Wer beispielsweise afrikanische Klassiker testen möchte: Es gibt die drei Stände Tajine, Mamba Wrap oder das Berberhaus, Lounge & Bar. Auch eine ungarische Schmankerlhütte (Langos) und eine peruanische (Come Peru) stehen zur Verfügung. Seit 14 Jahren ist die Gastronomie nach den Richtlinien der EG-Öko-Verordnung biozertifiziert. Besucher können an den einzelnen Ständen an Aushängen sehen, welche Produkte in Bio-Qualität sind. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie nach – vor allem bei der Herkunft von Fleischwaren.

Lesen Sie hier, welche zehn Münchner Brauhäuser Sie nicht verpassen dürfen.

Von Tina Layes

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