McDonald's, Burger King und Co.

Tricks der Fast-Food-Läden: Wie wir heimlich manipuliert werden

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Sieht lecker aus, so ein Burger. Aber entscheiden wirklich wir darüber, ob wir ihn kaufen - oder verführen uns Fast-Food-Lokale heimlich?

Warum zieht es uns eigentlich immer wieder in Fast-Food-Restaurants, obwohl das Essen dort ungesund ist? Ein Grund: Die heimlichen Marketing-Tricks der Läden.

Wir wissen, dass uns zu fettiges, kalorienreiches Essen krank und dick machen kann - und trotzdem zieht es uns immer wieder zu McDonald's, Burger King und Co. Der Grund dafür ist einfach: Die Fast-Food-Lokale machen sich verschiedene Mechanismen im menschlichen Gehirn zu Nutze - und setzen dort mit ihrer Marketing-Strategie an. Wie sie das anstellen, zeigen wir Ihnen hier.

Fast-Food-Restaurants machen sich die Faulheit der Menschen zu Nutze

Fast Food soll, wie der Name schon sagt, schnell gehen. Immer mehr Menschen haben wenig Zeit oder sind zu faul, um sich etwas gesundes zu kochen. Stattdessen legen sie mehr Wert darauf, dass das Essen schnell auf den Tisch kommt. Das zeigt eine aktuelle Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2017. "Besonders hoch stehen Burger, Pommes und Co. bei den Jüngeren im Kurs. Von den Unter-40-Jährigen greifen 22 Prozent mindestens dreimal die Woche zu", heißt es darin.

Genau diese Bequemlichkeit machen sich die Fast-Food-Lokale zu Nutze und bieten ihre Leckereien quasi im Vorbeifahren an: 57 Prozent aller Fast-Food-Bestellungen sollen in den USA über einen Drive-In erfolgen (dort übrigens "Drive-through" genannt). Zum Essen muss man also nicht einmal aussteigen - bequemer geht's nun wirklich nicht.

Aroma-Marketing regt unsere Sinne an

In den Lokalen selbst greifen die Marketing-Strategen ganz tief in die Trickkiste. Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wieso es in Burger-Läden so verführerisch duftet? Fast-Food-Ketten verströmen gezielt einen stimulierenden Duft, der unsere Lust auf Essen steigern soll. 

Ein appetitliche Duft regt die Produktion des Hunger-Hormons Ghrelin an - selbst wenn Sie gar keinen Hunger haben. Einer Studie zufolge soll das Hormon auch dazu führen, seine Impulse weniger kontrollieren zu können. Und schon bestellen Sie sich Pommes an der Theke, ohne dass Sie etwas essen wollten.

Süße Getränke und kein Besteck - nicht ohne Grund

Zum Burger nehmen die meisten eine Cola - klar, kostet ja nicht viel und spült das fettige Essen hinunter. Die zuckrigen Limonaden sind laut Experten aber nicht umsonst so billig, denn diese löschen nicht den Durst, sondern regen ihn eher an. Die Kohlensäure wirkt zudem appetitanregend - eine fatale Kombi!

Auch das fehlende Besteck in Fast-Food-Lokalen soll nicht nur cool wirken, sondern hat auch Strategie: Wer mit seinen Händen isst, soll mehr Vergnügen beim Essen empfinden.

Fast-Food-Lokale spezialisieren sich auf Kinder

Wer kennt nicht das "Happy Meal" bei McDonald's oder die Burger-King-Krone? Mit Spielzeug und Geschenken wollen die Konzerne eine emotionale Verbindung zu den Kindern aufbauen - und sich so treue Kunden für die Zukunft zu sichern. 

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Im Internet kursieren immer wieder Berichte über verschmutzte Fast-Food-Küchen. So wie in diesem Fall, als ein McDonald's-Mitarbeiter einer US-Filiale diese erschreckende Bilder auf Twitter postete. Und auch ein anderer Angestellter packt aus, wie es bei McDonald's hinter den Kulissen ablaufen soll.

Von Andrea Stettner

Die größten Fast-Food-Ketten der Welt: Platz eins überrascht

Sat.1-Video: 15 Dinge die Sie über McDonald's wissen müssen

Video: Glomex

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