tz-Biergartenserie

Sie sind die Ersten am Chinesischen Turm

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Lustige Rentner: Jochen (72), Camillo (72) und Herbert (74, v.l.n.r) sind Stammgäste am Chinesischen Turm.

München - Jochen (72), Camillo (72) und Herbert (74) genießen fünf Tage die Woche das Leben im Biergarten im Chinesischen Turm. Wer sich zu ihnen setzt, bekommt viel zu lachen.

Frühmorgens aufstehen, im Dunkeln zur Arbeit fahren, bis abends schuften und so geht’s dann immer weiter. Hah! Eben nicht. Denn diese Zeiten haben Jochen (72), Camillo (72) und Herbert (74) längst hinter sich.

Heute, als fröhliche Senioren, sitzen sie fünf Tage die Woche im Biergarten am Chinesischen Turm und genießen das Leben und momentan auch die herrliche Sonne.

Immer am selben Platz, neben ihrer Lieblingskastanie. Morgens sind sie die Ersten - so wie früher im Arbeitsleben, nur heute eben im Biergarten. Eh klar, dass es in ihrem Alltag mittlerweile etwas gemütlicher zugeht. „Wir kommen meistens gegen 10.30 Uhr“, sagt Herbert.

Und zwar seit zehn Jahren, bei jedem Wetter. „Regen hält uns nicht ab“, sagt Jochen. „Wir haben Spaß am Leben und genießen jeden Tag.“ Und das kann jeder sehen - nämlich, wenn die Senioren tagsüber Karten spielen, ratschen und die eine oder andere Mass trinken.

„Das Essen bringt immer der Camillo mit“, sagt Herbert. „Seine kleinen Schnitzel sind legendär.“ Dass der Biergarten-Besuch am Chinesischen Turm nicht nur Spaß macht, sondern auch jung hält, sieht man an diesem lustigen Trio. „Bis 20 Uhr abends sind wir schon oft da“, sagt Camillo. „Man kommt über den Tag hinweg mit so vielen netten Leuten ins Gespräch, das ist einfach schön. Manchmal sind wir auch zu acht an unserem Stammtisch. Aber wir drei sind der harte Kern.“

Wer sich zu ihnen setzt, hat nicht nur viel zu lachen, sondern kriegt auch viel zu hören: Geschichten über das Leben - aber Geschichten, die so sonst keiner erzählt. Einer der Senioren war mal in einer Eliteeinheit und wurde danach zum Weltenbummler und Tauchlehrer.

Ein anderer war Handballer, dann beriet er Unternehmen und jonglierte mit großen Summen. Der dritte hatte berühmte Vorfahren und wurde Ingenieur. Heute sitzen sie alle zusammen auf einer Bierbank im Englischen Garten, haben Frauen, Kinder und Enkel - und Lebensverläufe, die ganze Bücher füllen könnten.

Aber selbst nehmen sie sich überhaupt nicht wichtig. „Wir drei sind wie Brüder - und einfach gut drauf“, sagt Camillo.  Wer mag, darf sich am Chinesischen Turm gerne mal zu ihnen setzen oder einfach nur zuprosten. Nur an zwei Tagen pro Woche nicht. „Da machen wir Ruhetag“, sagt Herbert und lacht.

Mehr Infos zum Chinesischen Turm gibt's hier.

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