Waren im Überfluss

Verschwenderischer Supermarkt: Wegen dieses Fotos wütet das Netz

Verzehrfertiges Obst schön drapiert im Supermarktregal – was eigentlich ganz schmackhaft aussieht, sorgt nun für erregte Gemüter im Netz.

Supermärkte müssen sich ständig mit der Kritik ihrer Kunden herumschlagen: Beispielsweise wenn Produkte nicht mehr im Angebot, zu teuer oder einfach ausverkauft sind. Doch in diesem Fall eines Wiener Merkur-Ladens weht der Wind woanders her – denn das Problem ist, dass zu viel da ist.

Supermarkt: Internetnutzer beschweren sich über Verschwendung

Das betreffende Foto zeigt ein prall gefülltes Supermarkt-Regal, die Waren sind perfekt gestapelt und angeordnet – ein Schmankerl für die Augen. Doch im Netz regt man sich nun fürchterlich über diesen Schnappschuss auf. Denn er entstand nicht etwa kurz nach Ladenöffnung, sondern zehn Minuten bevor der Supermarkt die Pforten schloss.

Einer Kundin stachen die zum Bersten gefüllten Regale ins Auge – vor allem das verzehrfertige Obst, das eigentlich noch am selben Tag gegessen werden sollte – und fragte sich, was mit den überschüssigen Lebensmitteln passieren würde. Als sie einen Mitarbeiter darauf ansprach, war seine Antwort: „Natürlich werden die Sachen entsorgt.“

Lesen Sie hier, worüber Kunden sich in Supermärkten auch aufregen oder wie Sie von Einkaufswägen manipuliert werden.

Kundin lässt ihrem Ärger freien Lauf

Der Kundin, Nina Brenner, rutschte das Herz in die Hose. Auf Facebook berichtete sie folgendermaßen von dem, was sie in Erfahrung gebracht hat: „Mir hat es die Sprache verschlagen. Mir ist bekannt, dass leider viel zu viel weggeworfen wird, aber in diesem Ausmaß hab ich es noch nie erlebt. In diesem Supermarkt muss wohl bis zur letzten Minute den Kunden das Gefühl gegeben werden, dass alles noch im Übermaß vorhanden ist und alle Regale prall gefüllt sind. Es war das erste Mal, dass ich überaus traurig und nachdenklich in einem Laden stand und wusste, dass ich hier nie wieder einkaufen werden.“

Supermarkt-Verschwendung: Sind die Verbraucher selbst schuld?

Ihr Beitrag wurde auf Facebook bereits über tausend Mal geteilt und dreihundertmal kommentiert. Einige stimmen der Frau zu und verstehen nicht, wieso so verschwenderisch mit Lebensmitteln umgegangen wird.

Doch es gibt auch andere Sichtweisen, wie die von Robert Braunsteiner: „Was glaubt ihr wie oft man im Verkauf zur Sau gemacht wird wenn man plötzlich kurz vor Ladenschluss kein frisches Obst oder Gemüse mehr bekommt.“, schreibt er. Seiner Meinung nach müssen sich die Verbraucher an die eigene Nase fassen: „Was früher ganz normal war ist heute aufgrund der KUNDEN nicht mehr möglich... Bitte vergesst das nicht! Der Markt richtet sich da sehr wohl nach den Kundenströmen. Die Masse an Kunden handelt definitiv nicht so wie hier die einhellige Meinung ist.“

Auch das Presseteam Supermarkt-Kette selbst verteidigt seine Verkaufspolitik mit folgendem Kommentar, der unter dem Facebook-Post zu finden ist:

Von Franziska Kaindl

Woher kommen eigentlich bekannte Markennamen?

Der Name „Tchibo“ ist eine Zusammensetzung der Anfangsbuchstaben von "Tchilling" und "Bohnenkaffee". Carl Tchilling-Hiryan und Max Herz gründeten das Unternehmen 1949 in Hamburg als Postversand von Bohnenkaffee.
Der Name „Tchibo“ ist eine Zusammensetzung der Anfangsbuchstaben von "Tchilling" und "Bohnenkaffee". Carl Tchilling-Hiryan und Max Herz gründeten das Unternehmen 1949 in Hamburg als Postversand von Bohnenkaffee. © pixabay
Lange hielt sich das Gerücht, dass der Name BiFi von "Bissfinger" kommt. Doch dabei handelt es sich einfach um eine eingedeutschte Form von "beefy", was so viel wie "fleischig" bedeutet.
Lange hielt sich das Gerücht, dass der Name BiFi von "Bissfinger" kommt. Doch dabei handelt es sich einfach um eine eingedeutschte Form von "beefy", was so viel wie "fleischig" bedeutet. © picture alliance / dpa / Martin Schutt
Aldi ist ein weiterer Firmenname, der einen Hinweis auf die Gründer gibt: Karl und Theo Albrecht expandierten in den 50er Jahren mit dem Tante-Emma-Laden ihrer Mutter und bauten somit den Albrecht-Discount auf.
Aldi ist ein weiterer Firmenname, der einen Hinweis auf die Gründer gibt: Karl und Theo Albrecht expandierten in den 50er Jahren mit dem Tante-Emma-Laden ihrer Mutter und bauten somit den Albrecht-Discount auf. © dpa
Eigentlich wollten die Gründer Dr. John S. Pemberton und Frank M. Robinson ein Getränk für Kopfschmerzen auf den Markt bringen. Für diese Wirkung ist das Gesöff allerdings heute weniger bekannt und auch die ursprünglichen Zutaten Kokablätter und Kolanüsse werden mittlerweile nicht mehr verwendet.
Eigentlich wollten die Gründer Dr. John S. Pemberton und Frank M. Robinson ein Getränk für Kopfschmerzen auf den Markt bringen. Für diese Wirkung ist das Gesöff allerdings heute weniger bekannt und auch die ursprünglichen Zutaten Kokablätter und Kolanüsse werden mittlerweile nicht mehr verwendet. © pixabay
Bei Milka ist der Markenname Programm: Die Produkte bestehen hauptsächlich aus Milch und Kakao.
Bei Milka ist der Markenname Programm: Die Produkte bestehen hauptsächlich aus Milch und Kakao. © pixabay
Edeka steht ganz einfach für "Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin".
Edeka steht ganz einfach für "Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin". © dpa
Häagen Dazs ist ein Kunstwort, das sich die polnischenstammigen Gründer der Marke in den USA ausdachten. Es klingt skandinavisch und sollte an europäische Tradition erinnern.
Häagen Dazs ist ein Kunstwort, das sich die polnischenstammigen Gründer der Marke in den USA ausdachten. Es klingt skandinavisch und sollte an europäische Tradition erinnern. © pixabay
Seit 1959 gibt es die "Haselnusstafel". Sie ist ein Produkt des italienischen Süßwarenherstellers Ferrero.
Seit 1959 gibt es die "Haselnusstafel". Sie ist ein Produkt des italienischen Süßwarenherstellers Ferrero. © pixabay / webandi
Wie so viele andere Hersteller verwendeten auch die Gründer Richard und Maurice McDonald ihren Nachnamen als Aushängeschild für ihre Firma.
Wie so viele andere Hersteller verwendeten auch die Gründer Richard und Maurice McDonald ihren Nachnamen als Aushängeschild für ihre Firma. © pixabay
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"Melitta" ist nach der Firmengründerin Melitta Bentz benannt. Sie erfand mithilfe eines Messingtopfes und einem Löschblatt den ersten Kaffeefilter – sie war den Kaffeesatz in der Tasse Leid. © dpa
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"Haribo" ist ähnlich wie "Hanuta" aus drei Silben zusammengesetzt. Sie stammen vom Namen des Unternehmensgründers Hans Riegel und dem Firmensitz in Bonn. © picture alliance / Caroline Seid
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Bei Nutella wurde aus dem englischen Wort "Nut", also zu deutsch "Nuss", und der italienischen Endung "Ella", der weiblichen Verkleinerungsform, Nutella, was also so viel wie "Nüsschen" bedeutet. © pixabay

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