Besser als Lindt, Milka und Co.

Vollmilch-Schokolade bei Stiftung Warentest: Dieser Hersteller überholt Milka, Lindt und Co.

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Vollmilch-Schokolade ist Genuss, aber nicht bei jedem Hersteller.

Im Schnitt neun Kilo Schokolade verdrückt jeder Deutsche im Jahr, aber nicht jeder Hersteller bietet echte Qualität, wie die Stiftung Warentest feststellen musste.

Es gibt zwei Sorten Menschen: Die, die eine ganze Tafel Schokolade auf einmal verdrücken und die, die sich einzelne Stückchen auf der Zunge zergehen lassen. Der Genuss ist dabei nicht vom Preis abhängig, wie eine Prüfung durch Stiftung Warentest ergeben hat.

Stiftung Warentest nimmt Schokolade unter die Lupe

Im Test nahm die Stiftung Warentest 25 Schokoladen genauer unter die Lupe. Vor allem Milch- und Vollmilchschokoladen wurden getestet, aber auch eine Sahneschokolade. Bei dem Test konzentrierten sich die Experten auf den Geschmack, enthaltene Schad­stoffe, den Milch- und Kakao­anteil, aber auch auf die korrekte Kennzeichnung.

Unter den getesteten Herstellern finden sich Marken wie Milka, Merci, Ritter Sport und Co., aber auch Discounter-Schokolade wurde getestet. Davon konnten nur 15 Produkte die Tester überzeugen und das Qualitäts­urteil "gut" erreichen. Neun schnitten mit einem "befriedigend"ab, eins konnte sogar nur das Urteil "ausreichend" erzielen.

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Stiftung Warentest: Testsieger ist "Die Gute Schokolade"

Einer Marke kann man definitiv keinen "Etikettenschwindel" vorwerfen. Der Testsieger ist "Die Gute Schokolade". Für nur einen Euro bekommen Sie eine Schokolade, die in allen Kategorien überzeugen konnte und so das Gesamturteil gut (1,9) erreicht hat. Nur die Deklaration wurde etwas abgewertet. Auf Platz Zwei findet sich die schwedische "Mjölk Choklad" von Marabou. Erst auf Rang Drei und Vier dann zwei bekanntere Marken: Merci mit seiner "Edel-Rahm Milk Chocolate" und Milka mit seiner "Alpenmilch" erzielen jeweils die Note gut (2,0).

Lesen Sie hier: Ein Aldi-Rapsöl erzielt die Bestnote bei Stiftung Warentest - das andere ist Schlusslicht

Hier kaufen Sie "Die Gute Schokolade" und dafür steht sie

Der Testsieger von "Plant for the planet" wird in der Schweiz hergestellt. Der Hersteller setzt sich für den Klimaschutz ein und gibt an, dass er in Kinder- und Jugendinitiativen investiert, klimaneutral produziert und Fairtrade-Kakao und -Zucker verwendet. Die verwendete Milch stammt aus der Schweiz. "Die Gute Schokolade" ist bei EDEKA, famila, Feneberg, Hieber, Kaufland, REWE und in sky Märkten erhältlich. "Die Gute Bio-Schokolade" vom selben Hersteller finden Sie bei Alnatura, Müller, dm, Rossmann und tegut.

Video: Teure Schokolade ist nicht gute Schokolade

Stiftung Warentest Schokolade: Ein Auszug aus den Testergebnissen

Marke

Produkt

Mitt­lerer Laden­preis

Gesamturteil

Plant for the Planet

Die gute Schokolade

1,00 Euro

gut (1,9)

Marabou

Mjölk Choklad King Size

2,79 Euro

gut (2,0)

Merci

Edel-Rahm Milk Chocolate

1,30 Euro

gut (2,0)

Milka

Alpenmilch

1,00 Euro

gut (2,0)

Aldi

Moser Roth Edel Vollmilch

0,99 Euro

gut (2,1)

Lidl Bio

Organic Vollmilch Schokolade

1,29 Euro

gut (2,2)

Lindt

Vollmilch aus Alpenvollmilch

1,59 Euro

befriedigend (2,6)

Godiva

Milk Chocolate

5,50 Euro

ausreichend (3,6)

Hier finden Sie die kompletten Testergebnisse

Dieser Test zeigt also deutlich, dass eine gute Schokolade nicht viel kosten muss. Das günstigste Produkt findet sich zwar auf einem hinteren Platz, aber der Testsieger ist ganze 4,50 Euro günstiger als der Verlierer.

Vollmilch mit Abstand die beliebteste Schokoladensorte

Dass die Stiftung Warentest sich die Vollmich-Schokoladen vorgenommen hat, kommt nicht von ungefähr, denn beim Griff zur Schokolade sind die Deutschen wenig experimentierfreudig: Die beliebteste Sorte ist mit großem Abstand Vollmilch. In einer Umfrage landete diese Variante mit 47 Prozent auf Platz eins, wie der Verband der Süßwarenindustrie (BDSI) am Freitag mitteilte. Auf Platz zwei folgte demnach Nougat (29,6 Prozent), dicht gefolgt von Bitter beziehungsweise Zartbitter (28,5 Prozent) sowie weißer Schokolade (28,1 Prozent). In der Erhebung konnten die gut 1000 Teilnehmer den Angaben zufolge mehrere Lieblingssorten nennen. Jeweils rund ein Viertel der Befragten steht demnach auf Haselnuss- (25,5 Prozent) und Marzipan-Schokolade (24,2 Prozent). Dahinter folgen Schokolade mit Keks (22,3 Prozent), Traube-Nuss (14,5 Prozent), Schokolade mit Toffee- oder Karamellfüllung (12,9 Prozent) und Pfefferminz-Schokolade (12,2 Prozent). Sorten mit Gewürzen wie Chili und Pfeffer sowie Frucht- und alkoholischen Füllungen seien hingegen "nur etwas für Spezialisten", erklärte der BDSI. Dem Verband zufolge verzehrt jeder Deutsche im Durchschnitt gut neun Kilo Schokolade im Jahr. Der Wert sei "seit vielen Jahren stabil".

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Expertin verrät ihre Geheimnisse: So erkennen Sie richtig gute Schokolade

Schokolade ist ein Genuss, aber nur, wenn sie auch wirklich gut ist. So erkennen Sie das ab jetzt ganz schnell.
Schokolade ist ein Genuss, aber nur, wenn sie auch wirklich gut ist. So erkennen Sie das ab jetzt ganz schnell.  © Enotovyi/Pixabay
Schokoladentropfen werden hauptsächlich zum Backen oder für heiße Schokolade verwendet. Wenn sie nur nach Zucker schmecken und die Struktur grob ist, hat der Hersteller sich den teureren Kakao gespart. Nur, wenn Sie eine Kakaonote herausschmecken, sind die Tropfen hochwertig.
Schokoladentropfen werden hauptsächlich zum Backen oder für heiße Schokolade verwendet. Wenn sie nur nach Zucker schmecken und die Struktur grob ist, hat der Hersteller sich den teureren Kakao gespart. Nur, wenn Sie eine Kakaonote herausschmecken, sind die Tropfen hochwertig.  © Taken/Pixabay
Wie es schon im Namen erkennbar ist, muss bei Vollmilchschokolade Milch zu schmecken sein. Schmecken Sie nichts, ist wahrscheinlich nur Pulver zum Einsatz gekommen. Auch der Schmelz im Mund ist entscheidend. Gleichmäßig = gute Qualität. Unregelmäßig = die Produktion war zu schnell, die Schokopartikel zu grob. In diesem Fall bricht die Schokolade auch unregelmäßig.
Wie es schon im Namen erkennbar ist, muss bei Vollmilchschokolade Milch zu schmecken sein. Schmecken Sie nichts, ist wahrscheinlich nur Pulver zum Einsatz gekommen. Auch der Schmelz im Mund ist entscheidend. Gleichmäßig = gute Qualität. Unregelmäßig = die Produktion war zu schnell, die Schokopartikel zu grob. In diesem Fall bricht die Schokolade auch unregelmäßig.  © meineresterampe/Pixabay
Hier liegt schon in der Bezeichnung ein Qualitätshinweis. Nur, wenn weiße Schokolade mindestens 20 Prozent Kakaobutter enthält, darf sie sich auch so nennen. Kakaobutter schmilzt schon bei Körpertemperatur gleichmäßig. Billige "Schokolade" mit Pflanzenöl klebt am Gaumen und schmilzt schwerer und ungleichmäßiger in Ihrem Mund. Außerdem sollte die Farbe ins Gelbliche gehen. Ist die Schokolade zu weiß, deutet das auf Zusatzstoffe hin.
Hier liegt schon in der Bezeichnung ein Qualitätshinweis. Nur, wenn weiße Schokolade mindestens 20 Prozent Kakaobutter enthält, darf sie sich auch so nennen. Kakaobutter schmilzt schon bei Körpertemperatur gleichmäßig. Billige "Schokolade" mit Pflanzenöl klebt am Gaumen und schmilzt schwerer und ungleichmäßiger in Ihrem Mund. Außerdem sollte die Farbe ins Gelbliche gehen. Ist die Schokolade zu weiß, deutet das auf Zusatzstoffe hin.  © caja/Pixabay
Langanhaltender, leichter, frischer Schokoladengeschmack – so muss Kakaopulver sein. Schmeckt es leicht verbrannt, hat der Hersteller die Kakaobohnen zu heiß und zu schnell geröstet. Alkalisiertes Kakaopulver ist dunkler. Es ist etwas milder, enthält aber weniger Antioxidantien.
Langanhaltender, leichter, frischer Schokoladengeschmack – so muss Kakaopulver sein. Schmeckt es leicht verbrannt, hat der Hersteller die Kakaobohnen zu heiß und zu schnell geröstet. Alkalisiertes Kakaopulver ist dunkler. Es ist etwas milder, enthält aber weniger Antioxidantien.  © thecakeschool/Pixabay
Auch hier ist der Schmelz und der Geschmack entscheidend. Wenn sich Luftbläschen in der Schokolade gebildet haben, hat der Hersteller bei der Produktion geschlampt. Dies gilt für alle Sorten.
Auch hier ist der Schmelz und der Geschmack entscheidend. Wenn sich Luftbläschen in der Schokolade gebildet haben, hat der Hersteller bei der Produktion geschlampt. Sehen Sie einen weißen Schleier auf der Schokolade, wurde sie falsch gelagert. Dies gilt für alle Sorten.  © AlexanderStein/Pixabay

Video: Bei den Briten könnte Schokolade knapp werden

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