Jetzt wird’s deftig!

Warme Würstl für die kalte Zeit

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Marion Jackson, Filialleiterin bei Schlemmermeyer am Viktualienmarkt, kennt sich mit den Würsten aus.

München - In der tz erklärt Marion Jackson, Filialleiterin von Schlemmermeyer am Viktualienmarkt, welche Würste in der kalten Jahreszeit angesagt sind

Im Winter geht doch nichts über eine deftige Mahlzeit wie Suppen und Eintöpfe! Und da passt perfekt eine herzhafte Einlage rein – dann wird auch gleich eine Hauptmahlzeit draus. In der tz erklärt Marion Jackson, Filialleiterin von Schlemmermeyer am Viktualienmarkt, welche Würste in der kalten Jahreszeit angesagt sind:

Pinkel

Kennt man in Bayern weniger, gilt in Norddeutschland aber als Delikatesse: Kohl und Pinkel. Der Bremer Pinkel (oben; bei Schlemmermeyer 1,60 Euro pro 100 Gramm) besteht aus reiner Grütze und Fett. Der Ammerländer Pinkel (unten) ist doppelt so groß und enthält zudem eine Fleischeinlage. „Den Pinkel anstechen und zum Grünkohl geben, dann etwa eine gute Stunde kochen“, sagt Marion Jackson. Tipp zur Mengenangabe: Für vier Personen rechnet man ohne weitere Fleischeinlage zwei Ammerländer oder vier Bremer Pinkel.

Westfälische Mettwürstchen

Die Westfälischen Mettwürstchen (100 Gramm 2,10 Euro) sind ideal für Suppen, Eintöpfe oder Grünkohl. Sie bestehen aus mit Senfkörnern gewürztem Schweinefleisch. „Schneiden Sie die Mettwürstchen am besten in Stücke und erhitzen Sie sie für fünf bis zehn Minuten in der Suppe oder im Eintopf“, rät die Expertin. Die Würstchen schmecken übrigens auch roh zur Brotzeit.

Kohlwurst im Ring

Die kräftig geräucherte Rohwurst ist mit ihrem pfeffrig-würzigen Geschmack ebenfalls vor allem für Grünkohlgerichte oder Eintöpfe geeignet – daher auch der Name. „Früher hieß die Wurst Bregenwurst“, erklärt die Expertin. Der Name geht zurück auf das früher zugegebene Schweinehirn – plattdeutsch steht Bregen oder Brägen für Hirn. Heute darf Hirn nicht mehr verarbeitet werden, daher gibt es auch den Namen nicht mehr. Marion Jackson: „Garen Sie die Kohlwurst eine Weile im Grünkohl oder Eintopf mit.“

Polnische

Die Polnische ist grober als ihre Wurstkollegen, hat außerdem Knoblauch mit drin (100 Gramm 2,10 Euro). Diese Wurst je nach Geschmack in Stücke schneiden oder im Ganzen in die Suppe geben. Tipp: Die Würste halten bis zu vier Wochen. „Alle Würste am besten in ein Butterbrotpapier oder Geschirrtuch eingewickelt im Kühlschrank aufbewahren“, rät die Expertin. Nach einiger Zeit können weiße Flecken entstehen. Aber keine Angst: „Dabei handelt es sich nur um harmlose Salzkristalle.“

Bremer Knipp

Bremer Knipp wird auch Hackgrütze oder Hackewack genannt (100 Gramm 1,50 Euro) – dahinter verbirgt sich eine Rezeptur aus Grütze mit Fett. „Bremer Knipp ist eine speziell norddeutsche Spezialität“, sagt Marion Jackson. Lange Zeit galt es sogar als Arme-Leute-Essen. Heute schmeckt es auch den Bayern: am besten in der Pfanne gebraten zu Bratkartoffeln.

Rezept: Kohl und Pinkel

Zutaten (für vier Personen):

  • 750 g Grünkohl
  • 125 g Schweineschmalz
  • 2 Zwiebeln
  • 500 g Kasseler
  • 250 g Speck
  • 4 Bremer Pinkel
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Kohl waschen und ein bis zwei Minuten in kochendes Salzwasser geben. Abtropfen lassen und grob hacken.
  2. Zwiebeln würfeln und im Schmalz dünsten, Kohl und Kasseler dazu geben.
  3. Speck in 400 ml Wasser mit Salz etwa 30 Minuten kochen und zum Kohl geben.
  4. Pinkel einstechen, zum Kohl geben und 20 Minuten mitkochen. Würzen und abschmecken.
  5. Fleisch und Speck in Scheiben schneiden und mit Pinkel und Kohl in einer Schüssel anrichten – guten Appetit!

Christina Meyer

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