Flaschengröße

Warum wird Wein meist in 0,75-Liter-Flaschen abgefüllt?

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Woher kommt die Standardgröße von Weinflaschen?

Hierzulande ist Wein meist in 0,75-Liter-Flaschen abgefüllt. Doch wurde diese Größe einfach als Standard festgelegt oder steckt noch mehr dahinter?

Flaschengrößen sind in den meisten Ländern genormt, als Standardnorm für Wein haben sich 75 cl durchgesetzt. Wie es zu dieser Größe kam, hat mehrere Gründe.

Flaschen bilden Portionsgrößen ab

Der Inhalt einer 0,75-Liter-Flasche Wein ist für zwei Personen gedacht. Anfangs war der Inhalt auf eine Person ausgerichtet, um keinen Wein zu verschwenden. Die Flasche umfasste meist 0,375 Liter. In die sogenannte Eintel- oder Normalflasche passen heute 0,75 Liter. Vor 1971 waren in Deutschland noch 0,7-Liter-Flaschen die Norm, im Jahr 1977 wurde das Füllvolumen von 0,75 Liter zur EU-Norm. In der Schweiz wird Wein auch heute noch oft in 0,7-Liter-Flaschen verkauft.

Standardflaschen mit 0,75-Liter-Inhalt werden in großen Mengen produziert. Im Vergleich zu kleinen oder sehr großen Flaschen, ist Wein in der Normalflasche kostengünstiger.

Flaschengröße spielt für Reifeprozess eine Rolle

Die Flaschengröße zeigt aber nicht nur Portionsgrößen an, sondern hat auch einen Einfluss auf den Wein dahingehend, wie sich sein Reifeverhalten entwickelt. Denn Wein reift in kleinen Flaschen schneller als in großen. Je länger der Wein also lagern soll, umso besser eignen sich große Flaschen.

Von Simona Asam

Das große Wein-ABC für Einsteiger

Anbaugebiet - In Deutschland gibt es 13 Anbaugebiete für Wein. Das größte geschlossene Anbaugebiet für Riesling liegt an der Mosel. Weitere wichtige Weingebiete sind Franken, Rheingau, die Hessische Bergstraße und Sachsen.
A wie Anbaugebiet - In Deutschland gibt es 13 Anbaugebiete für Wein. Das größte geschlossene Anbaugebiet für Riesling liegt an der Mosel. Weitere wichtige Weingebiete sind Franken, Rheingau, die Hessische Bergstraße und Sachsen. © pixabay / lapping
Barrique - Das Barrique-Fass (barrique franz. für Fass) besteht aus Eichenholz. In ihm lagert der Wein nach der Gärung und entwickelt so sein typisches Aroma. Barrique-Lagerung lohnt sich aber erst bei Weinen des mittleren Preissegments. Alternativ reifen Weine in herkömmlichen Weinfässern oder Tanks.
B wie Barrique - Das Barrique-Fass (barrique franz. für Fass) besteht aus Eichenholz. In ihm lagert der Wein nach der Gärung und entwickelt so sein typisches Aroma. Barrique-Lagerung lohnt sich aber erst bei Weinen des mittleren Preissegments. Alternativ reifen Weine in herkömmlichen Weinfässern oder Tanks.    © pixabay / dMz
Dekantieren - Weinkenner dekantieren Rotwein, um den bitter schmeckenden Bodensatz vom Wein zu trennen. Dazu gießen sie den edlen Tropfen in eine bauchige Karaffe. Ein weiterer Grund: Beim dekantieren entfaltet sich durch Sauerstoff das Aroma des Weins besser.
D wie Dekantieren - Weinkenner dekantieren Rotwein, um den bitter schmeckenden Bodensatz vom Wein zu trennen. Dazu gießen sie den edlen Tropfen in eine bauchige Karaffe. Ein weiterer Grund: Beim dekantieren entfaltet sich durch Sauerstoff das Aroma des Weins besser. © istock / g-stockstudio
E wie Etikett - Jeder Weinbehälter unter 60 Litern muss mit den wichtigsten Informationen zum Wein ausgezeichnet sein. Dazu zählen Qualitätsstufe, Alkoholgehalt, Abfüller oder ob Sulfite enthalten sind.
E wie Etikett - Jeder Weinbehälter unter 60 Litern muss mit den wichtigsten Informationen zum Wein ausgezeichnet sein. Dazu zählen Qualitätsstufe, Alkoholgehalt, Abfüller oder ob Sulfite enthalten sind. © pixabay / KRiemer
Flaschen - Weinhändler bringen heute ihre edlen Tropfen in Flaschen an den Kunden. Zu den gängigsten Formen zählen der fränkische Bocksbeutel (flache, bauchige Flasche), die Bordeauxflasche (mit "Schultern" und gewölbtem Boden) sowie Burgunderflaschen und die flötenförmigen Schlegelflaschen. Als Flaschengröße hat sich die 0,75 Liter-Flasche bewährt - ideal für zwei Personen.
F wie Flaschen - Weinhändler bringen heute ihre edlen Tropfen in Flaschen an den Kunden. Zu den gängigsten Formen zählen der fränkische Bocksbeutel (flache, bauchige Flasche), die Bordeauxflasche (mit "Schultern" und gewölbtem Boden) sowie Burgunderflaschen und die flötenförmigen Schlegelflaschen. Als Flaschengröße hat sich die 0,75 Liter-Flasche bewährt - ideal für zwei Personen. © pixabay / unserekleinemaus
G wie Glas - "Der Inhalt bestimmt die Form": Um Geschmack und Aroma des jeweiligen Weins optimal zur Geltung zu bringen, gibt es verschiedene Arten von Weingläsern. Rotweingläser sind bauchig und haben eine große Öffnung. Dadurch vergrößert sich die Oberfläche und er wird besser belüftet - das hebt sein Aroma. Weißwein-Gläser sind kleiner und nur leicht bauchig, da Weißweine nur selten belüftet werden müssen. Dank des kleinen Kelchs hält sich das Aroma und der zarte Duft entfaltet sich besser. Wein-Einsteiger fangen am besten mit Rotweingläsern an: Weißwein schmeckt auch aus bauchigen Gläsern noch gut. Übrigens: Das Weinglas immer am Stiel halten - so bleibt die Trinktemperatur konstant.
G wie Glas - "Der Inhalt bestimmt die Form": Um Geschmack und Aroma des jeweiligen Weins optimal zur Geltung zu bringen, gibt es verschiedene Arten von Weingläsern. Rotweingläser sind bauchig und haben eine große Öffnung. Dadurch vergrößert sich die Oberfläche und er wird besser belüftet - das hebt sein Aroma. Weißwein-Gläser sind kleiner und nur leicht bauchig, da Weißweine nur selten belüftet werden müssen. Dank des kleinen Kelchs hält sich das Aroma und der zarte Duft entfaltet sich besser. Wein-Einsteiger fangen am besten mit Rotweingläsern an: Weißwein schmeckt auch aus bauchigen Gläsern noch gut. Übrigens: Das Weinglas immer am Stiel halten - so bleibt die Trinktemperatur konstant. © pixabay
H wie Hanglage - Von Hanglage sprechen Winzer, wenn der Weinberg ein Gefälle von mindestens fünf Prozent aufweist. Je steiler das Gefälle, desto mehr Sonne bekommt der Wein ab. Dadurch werden die Trauben fruchtiger und süßer, was sich positiv auf den Geschmack und die alkoholische Gärung auswirkt. Deshalb ist Hanglage auch ein Qualitätsmerkmal für Wein.
H wie Hanglage - Von Hanglage sprechen Winzer, wenn der Weinberg ein Gefälle von mindestens fünf Prozent aufweist. Je steiler das Gefälle, desto mehr Sonne bekommt der Wein ab. Dadurch werden die Trauben fruchtiger und süßer, was sich positiv auf den Geschmack und die alkoholische Gärung auswirkt. Deshalb ist Hanglage auch ein Qualitätsmerkmal für Wein. © pixa bay / stux
K wie Korken - Bewährter Verschluss für Weinflaschen. Der Korken verhindert, dass Wein ausläuft oder zu viel Sauerstoff an den Wein gelangt. Dabei lässt er trotzdem einen minimalen Luftaustausch zu. So kann der Wein reifen, ohne zu oxidieren. Nach etwa 25 Jahren beginnt Kork zu zerfallen, dann wird Wein "umgekorkt". Als Verschluss hat sich neben dem Korken auch der Schraubverschluss durchgesetzt. 
K wie Korken - Bewährter Verschluss für Weinflaschen. Der Korken verhindert, dass Wein ausläuft oder zu viel Sauerstoff an den Wein gelangt. Dabei lässt er trotzdem einen minimalen Luftaustausch zu. So kann der Wein reifen, ohne zu oxidieren. Nach etwa 25 Jahren beginnt Kork zu zerfallen, dann wird Wein "umgekorkt". Als Verschluss hat sich neben dem Korken auch der Schraubverschluss durchgesetzt.  © pixabay / Wokandapix
L wie Lagern - Weine fühlen sich bei Temperaturen von zehn bis maximal 15 Grad am wohlsten. Deshalb empfehlen Experten, den Wein im Keller oder an einem anderen kühlen Ort zu lagern. Dort sollte es dunkel und trocken sein, sonst verliert er an Aroma. Notfalls einfach mit einem Tuch abdecken. Die Küche ist jedenfalls kein guter Ort, um Wein zu lagern: Bei Temperaturen über 20 Grad reift der Wein schneller.
L wie Lagern - Weine fühlen sich bei Temperaturen von zehn bis maximal 15 Grad am wohlsten. Deshalb empfehlen Experten, den Wein im Keller oder an einem anderen kühlen Ort zu lagern. Dort sollte es dunkel und trocken sein, sonst verliert er an Aroma. Notfalls einfach mit einem Tuch abdecken. Die Küche ist jedenfalls kein guter Ort, um Wein zu lagern: Bei Temperaturen über 20 Grad reift der Wein schneller. © pixabay / ColinB
P wie "Passend zum Essen" - Wein und Essen ergänzen sich hervorragend, aber welchen Wein serviere ich zu welchem Essen?  Allgemein gilt: Zu rotem Fleisch passt Rotwein, zu hellem Fleisch und Fisch Weißwein. Je würziger das Gericht, desto kräftiger sollte auch der Wein sein. Auch Käse und Wein ergänzen sich prima: Kenner empfehlen hier einen säurearmen Rotwein oder einen süßen Weißwein, der die herzhafte Note des Käses hervorhebt.
P wie "Passend zum Essen" - Wein und Essen ergänzen sich hervorragend, aber welchen Wein serviere ich zu welchem Essen?  Allgemein gilt: Zu rotem Fleisch passt Rotwein, zu hellem Fleisch und Fisch Weißwein. Je würziger das Gericht, desto kräftiger sollte auch der Wein sein. Auch Käse und Wein ergänzen sich prima: Kenner empfehlen hier einen säurearmen Rotwein oder einen süßen Weißwein, der die herzhafte Note des Käses hervorhebt. © pixabay / skeeze
S wie "schmecken und schnuppern" - Richtig Wein trinken will gelernt sein. Dazu halten Sie das Weinglas ganz ruhig und schnuppern mehrmals kurz hinein. Dann schwenken Sie das Glas - so entfaltet sich der Duft. Auch mögliche Weinfehler werden so besser wahrgenommen. Danach geht es ans Schmecken: Nehmen Sie einen großen Schluck und verteilen Sie den Wein im ganzen Mund sowie im Rachen. So sprechen Sie alle Geschmackszonen an. Je gehaltvoller und hochwertiger der Wein ist, desto stärker schmeckt er auch.
S wie "schmecken und schnuppern" - Richtig Wein trinken will gelernt sein. Dazu halten Sie das Weinglas ganz ruhig und schnuppern mehrmals kurz hinein. Dann schwenken Sie das Glas - so entfaltet sich der Duft. Auch mögliche Weinfehler werden so besser wahrgenommen. Danach geht es ans Schmecken: Nehmen Sie einen großen Schluck und verteilen Sie den Wein im ganzen Mund sowie im Rachen. So sprechen Sie alle Geschmackszonen an. Je gehaltvoller und hochwertiger der Wein ist, desto stärker schmeckt er auch. © istock
R wie Rebsorten - Es gibt unzählige verschiedene Rebsorten, aber nur wenige sind weit verbreitet. Die Rebsorte beeinflusst unter anderem den Geschmack und die Qualität des Weins. Jede Region hat dabei seine eigenen typischen Rebsorten. Die wichtigsten weißen Rebsorten in Deutschland sind Müller-Thurgau, Riesling und Silvaner. Bei den roten Reben stehen Dornfelder, Spätburgunder und Portugieser ganz oben auf der Liste der Weinkenner.
R wie Rebsorten - Es gibt unzählige verschiedene Rebsorten, aber nur wenige sind weit verbreitet. Die Rebsorte beeinflusst unter anderem den Geschmack und die Qualität des Weins. Jede Region hat dabei seine eigenen typischen Rebsorten. Die wichtigsten weißen Rebsorten in Deutschland sind Müller-Thurgau, Riesling und Silvaner. Bei den roten Reben stehen Dornfelder, Spätburgunder und Portugieser ganz oben auf der Liste der Weinkenner. © pixabay / jill111
T wie Trinktemperatur - Die Temperatur des Weins beeinflusst seinen Geschmack maßgeblich. Früher galt: Rotwein schmeckt bei Zimmertemperatur am besten. Da waren die Wohnungen aber noch nicht so gut beheizt. Heute trinken Sie Rotwein am besten bei einer Temperatur von 16 bis 18 Grad. Halbtrockene und süße Weißweine schmecken bei 12 bis 14 Grad am besten, trockene Weißweine bei 9 bis 11 Grad. Die Temperatur messen Sie ganz einfach mit einem Weinthermometer.
T wie Trinktemperatur - Die Temperatur des Weins beeinflusst seinen Geschmack maßgeblich. Früher galt: Rotwein schmeckt bei Zimmertemperatur am besten. Da waren die Wohnungen aber noch nicht so gut beheizt. Heute trinken Sie Rotwein am besten bei einer Temperatur von 16 bis 18 Grad. Halbtrockene und süße Weißweine schmecken bei 12 bis 14 Grad am besten, trockene Weißweine bei 9 bis 11 Grad. Die Temperatur messen Sie ganz einfach mit einem Weinthermometer. © istock / Navigatorni
W wie Weinprobe - Egal ob zuhause oder beim Winzer vorort: Bei einer Weinprobe testen Sie viele verschiedene Weine und finden so Ihren Lieblingstropfen. Dabei zählt nicht nur der Geschmack, sondern auch die Farbe und das Aroma. Bis zu 20 Weine kommen bei einer Verkostung zusammen. Stilles Wasser und Weißbrot zwischen den Weinen neutralisiert den Geschmack. Auch wenn Sie beim schmecken und schnuppern so richtig in Fahrt kommen: Bei der Weinprobe sollten Sie den Wein nie ganz austrinken, sondern lieber ausspucken. 
W wie Weinprobe - Egal ob zuhause oder beim Winzer vorort: Bei einer Weinprobe testen Sie viele verschiedene Weine und finden so Ihren Lieblingstropfen. Dabei zählt nicht nur der Geschmack, sondern auch die Farbe und das Aroma. Bis zu 20 Weine kommen bei einer Verkostung zusammen. Stilles Wasser und Weißbrot zwischen den Weinen neutralisiert den Geschmack. Auch wenn Sie beim schmecken und schnuppern so richtig in Fahrt kommen: Bei der Weinprobe sollten Sie den Wein nie ganz austrinken, sondern lieber ausspucken.  © istock / AYOTOGRAPHY

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