Rezept

Mit diesen drei Schritten gelingt Ihnen jeder Rehbraten

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Rehbraten ist das perfekte Herbstgericht und ganz leicht gemacht.

Heute kommen mal wieder alle Fans von Wildgerichten auf ihre Kosten: mit einem wirklich einfachen aber sehr leckerem Rezept zum Thema Rehbraten.

Im Vergleich mit Schwein, Rind und Co. ist Rehfleisch sehr mager, da Wild hauptsächlich Muskeln und wenig Fett hat. Es hat einen besonderen Geschmack, viele B-Vitamine, Eisen und Zink und kommt gerade in der Herbstsaison bei uns auf den Tisch. Auf was Sie bei Rehfleisch achten sollten, und welches Stück sich am besten für den Rehbraten eignet, verraten wir Ihnen hier.

Rehbraten selber machen: Rehfleisch besonders frisch kaufen

Kaufen Sie beim Jäger oder Metzger, bekommen Sie in der Regel Rehfleisch aus der freien Wildbahn, während die Tiere, deren Fleisch im Supermarkt landen, zumeist aus der Gatterhaltung kommen. Natürlich gibt es auch tiefgekühltes Rehfleisch. Hier sollten Sie darauf achten, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum möglichst weit in der Zukunft liegt. Mindestens acht Wochen sind ideal. Das Fleisch hat eine dunkle Farbe und sollte aromatisch riechen, wenn es frisch ist.

Auch ein leckerer Hersbtklassiker: Feines Hirschgulasch mit Pilzen

Welche Stücke vom Reh kann man essen?

Das Fleisch vom Reh ist besonders feinfaserig und bekömmlich. In der Küche werden folgende Stücke verwendet:

  • Blatt
  • Hals
  • Schulter
  • Keule
  • Oberschale (Teil der Keule)
  • Unterschale (Teil der Keule)
  • Schlegel (Teil der Keule)
  • Nuss (Teil der Keule)
  • Hüfte (Teil der Keule)
  • Rolle (Teil der Keule)
  • Rücken
  • Filets (Innenseite des Rückens)

Als besonders fein und vielseitig gelten Rehrücken und Rehkeule. Im Rezept von "Frau am Grill" schnappen wir uns eine Rehkeule und zaubern in drei absolut einfachen Schritten einen feinen Rehbraten daraus...

Rehbraten in drei Schritten: Die Rehkeule anbraten

Alles, was Sie für Schritt eins benötigen, ist ein Bräter und Schmalz. Hier können Sie einfach neutrales Butterschmalz verwenden, aber auch würziges Griebenschmalz. Wenn Sie kein Schmalz im Haus haben, können Sie stattdessen auch Sonnenblumenöl verwenden. Braten Sie die Rehkeule in dem von Ihnen gewählten Fett von beiden Seiten kräftig an, damit sich schöne Röstaromen bilden.

Video: Welches Öl sollte zum Braten verwendet werden?

Rehbraten in drei Schritten: Die Rehkeule schmoren

Nach dem kräftigen Anbraten muss die Rehkeule schmoren. Dafür kommen nach dem Anbraten sämtliche weiteren Zutaten in den Bräter, also das Gemüse und die Kräuter. Anschließend löschen Sie alles mit dem Rotwein ab und gießen die Brühe an. Idealerweise verwenden Sie einen Wildfond , den Sie ganz einfach selbst herstellen können, oder Sie kaufen ein fertiges Produkt im Supermarkt. Alternativ macht sich auch Gemüsebrühe gut.

Rehbraten in drei Schritten: Die Sauce zum Braten

Für die köstliche Sauce zum Braten stellen Sie einfach, nachdem das Fleisch fertig geschmort ist, dieses warm. Gießen Sie dann sämtliches Gemüse und die Kräuter mit dem im Bräter befindlichen Bratensatz durch ein Sieb. Die Flüssigkeit wird nun nur noch mit etwas Speisestärke angedickt (kein Muss, jeder darf sie selbstverständlich auch dünnflüssig genießen). Anschließend kommt das Gemüse wieder in die heiße Sauce.

Die Beilagen zum Rehbraten

Ganz klassisch passen zum selbstgemachten Rehbraten Spätzle oder Kartoffelknödel. Dazu reichen Sie am besten Blaukraut. Sehr passend zu Wildgerichten übrigens: ein Klecks Preiselbeermarmelade.

Rezept für Rehbraten

Portionen: 4
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Zubereitungszeit: 90 Minuten

Zutaten für Rehbraten

  • 1,5 kg Rehkeule
  • 200 g Frühstücksspeck
  • 2 EL Griebenschmalz (alternativ Butterschmalz)
  • 1 Zwiebel
  • 150 g Sellerie
  • 1 Karotte
  • 1 Stange Lauch
  • 200 g Waldpilze
  • 500 ml Rotwein
  • 4 Knoblauchzehen
  • 500 ml Wildfond (alternativ Gemüsebrühe)
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Zweig Thymian
  • 1 Zweig Oregano
  • Meersalz (zum Abschmecken)
  • Pfeffer (zum Abschmecken)

So bereiten Sie den Rehbraten in drei einfachen Schritten zu

  1. Karotte, Waldpilze, Lauch, Sellerie, Zwiebel sowie Knoblauch in kleine Stücke schneiden.
  2. Wenn der Rehkeule eine Silberhaut anhaftet, entfernen Sie diese gründlich. Die Rehkeule waschen und mit Küchenpapier trocken tupfen.
  3. Das Schmalz in einem Bräter erhitzen und die Rehkeule von beiden Seiten scharf anbraten und dann mit Salz und Pfeffer würzen.
  4. Waldpilze und Gemüse in den Bräter geben und mit Wildfond ablöschen und mit Rotwein aufgießen.
  5. Nun das Fleisch mit dem Speck belegen. Anschließend die Kräuter auf das Gemüse legen.
  6. Den Deckel auf den Bräter und die Keule in indirekter Hitze auf dem Grill (diesen mit geschlossenem Grilldeckel!) oder alternativ im Backofen bei rund 170 Grad etwa 90 Minuten schmoren lassen. (Kerntemperatur sollte zwischen 65 und 75 Grad betragen).
  7. Das Fleisch anschließend warm halten und die sich im Bräter befindliche Sauce durch ein Sieb gießen. Hierbei das Gemüse aufbewahren. Die Sauce in einen Topf geben und sofort zum Kochen bringen.
  8. Speisestärke in ein Gefäß geben und zwei bis drei Esslöffel von der Sauce reinrühren.
  9. Die Mischung jetzt unter Rühren in die Sauce mixen, damit diese leicht andickt. Dann das Gemüse zurück in die Sauce geben.
  10. Jetzt die gewünschten Scheiben Fleisch von der Rehkeule schneiden. Mit der Sauce und den gewünschten Beilagen servieren...

Das Rezept für Rehbraten im Video

Anja Auer/ante

Anja Auer ist Chefredakteurin des BBQ & Food-Magazins „Die Frau am Grill“. Nebenbei betreibt sie den größten YouTube-Kanal zum Thema „Grillen“ der im deutschsprachigen Raum von einer Frau produziert wird. Die meisten der Rezepte gelingen aber nicht nur auf dem Grill sondern auch auf dem Herd und im Ofen. Weitere Rezepte finden Sie auf www.die-frau-am-grill.de und dem YouTube-Kanal www.youtube.com/diefrauamgrill 

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