Loco Yoko

Lennon-Witwe gibt Limonaden-Hersteller Saures

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Sturm im Limonadenglas.

John Lennons Witwe Yoko Ono ist sauer über einen zweifelhaften Werbe-Gag und stoppt die Produktion einer Limonade.

Ein witziges Wortspiel hat einem polnischen Unternehmen mit einer der bekanntesten Künstler-Witwen der Welt eingebracht. Die Firma nannte ihre Limonade "John Lemon" – und spielte damit offensichtlich auf die Beatles-Legende John Lennon an.

Vermächtnis "missbraucht"

Davon hat Lennons Witwe Yoko Ono Wind bekommen und kann darüber überhaupt nicht lachen. Ihre Anwälte haben nun durchgesetzt, dass das Unternehmen und seine Vertreiber die Limonade in ganz Europa umbenennen müssen. Das schreibt die britische Zeitung The Guardian. "Sie haben das Vermächtnis John Lennons missbraucht, um ihre Limonade zu verkaufen", sagte Joris Van Manen, einer von Onos Anwälten.

Mit Yoko Ono ist nicht zu spaßen. 

Rechte sind fraglich

Sie beziffern den entstandenen Schaden auf 5.000 Euro pro Tag und 500 Euro pro verkaufte Flasche. Yoko Ono hatte sich unter anderem darauf berufen, dass sie eine eingetragene Marke besitze, gegen welche die Marke John Lemon verstoße. Onos Marke wurde jedoch erst im vergangenen Januar europaweit für Softdrinks registriert – zu diesem Zeitpunkt gab es John Lemon bereits mehrere Jahre.

Karol Chamera, Gründer von Mr Lemonade Alternative Drinks, dem britischen Vertreiber von John Lemon, beklagt gegenüber dem London Advertiser: "Alle, die mit diesem Produkt in Verbindung stehen, sind Start-Ups. Wir können uns nicht gegen jemanden wehren, der viele Millionen im Rücken hat."

"On Lemon" statt "John Lemon"

Deshalb ist das Ergebnis der Einigung: Die bereits produzierten "John Lemon"-Bestände müssen bis Ende Oktober verkauft werden und der Name muss sich ändern. In Zukunft wird die Limonade unter dem Namen "On Lemon" verkauft.

Lesen Sie auch: Das sind die acht zuckerhaltigsten Limos und Colas

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Genuss aus Frucht und Kräutern - Limonade selbst gemixt

Wem Wasser auf Dauer zu langweilig schmeckt, der kann es mal mit einer selbstgemachten Limonade versuchen. Himbeer eignet sich beispielsweise.
Wem Wasser auf Dauer zu langweilig schmeckt, der kann es mal mit einer selbstgemachten Limonade versuchen. Himbeer eignet sich beispielsweise. © Karl Newedel
Ganz ohne Süße geht es beim Limonade machen nicht. Aber der Zuckeranteil lässt sich reduzieren. Oder man verwendet Zucker-Alternativen.
Ganz ohne Süße geht es beim Limonade machen nicht. Aber der Zuckeranteil lässt sich reduzieren. Oder man verwendet Zucker-Alternativen. © Karl Newedel
Es muss nicht immer Zitrone sein: Wer seine Limo selber macht, kann sich austoben und zum Beispiel eine Himbeer-Thymian-Limonade ausprobieren.
Es muss nicht immer Zitrone sein: Wer seine Limo selber macht, kann sich austoben und zum Beispiel eine Himbeer-Thymian-Limonade ausprobieren. © VIELMEER Kühlungsborn
Ein echtes "Bonbonwasser": Nimm2-Limonade. Bestimmt der Hit auf einem Kindergeburtstag.
Ein echtes "Bonbonwasser": Nimm2-Limonade. Bestimmt der Hit auf einem Kindergeburtstag. © VIELMEER Kühlungsborn
Limo selbst gemacht: Zu Orange passt beispielsweise Thymian.
Limo selbst gemacht: Zu Orange passt beispielsweise Thymian. © Karl Newedel
Mal was wagen - zum Beispiel eine Basilikum-Ingwer-Limonade selbermachen. Der Ingwer gibt dem Sommergetränk etwas Schärfe.
Mal was wagen - zum Beispiel eine Basilikum-Ingwer-Limonade selbermachen. Der Ingwer gibt dem Sommergetränk etwas Schärfe. © Karl Newedel
In seinem Buch "Limonaden selbstgemacht" stellt Gerhard Praun einige Rezeptideen für den Erfrischungsklassiker vor.
In seinem Buch "Limonaden selbstgemacht" stellt Gerhard Praun einige Rezeptideen für den Erfrischungsklassiker vor. © Karl Newedel

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