Ist das übel!

Zustände wie im 19. Jahrhundert: Klo-Debakel an Google-Standort in München - Sprecher reagiert

Wenn bei Google die Technik ausfällt, müssen die Mitarbeiter auch mal per Eimer die Toilette spülen. 
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Wenn bei Google die Technik ausfällt, müssen die Mitarbeiter auch mal per Eimer die Toilette spülen. 

Ausgerechnet beim Technik-Riesen Google: Mitarbeiter in München waren gezwungen, auf eine antiquierte Methode zurückzugreifen.

  • Google-Mitarbeiter mussten Toilette von Hand mit einem Eimer spülen, als dort die Technik versagte.
  • Das US-Unternehmen nutzt unterirdische Wassertanks, die Regenwasser auffangen und die Toiletten im Gebäude mit Wasser versorgen. 
  •  Insgesamt 210.000 Liter Wasser können dort aufgefangen und wieder genutzt werden, bevor Frischwasser für die Spülvorgänge eingesetzt wird. 

Update von 15.25 Uhr: Mittlerweile hat sich ein Sprecher von Google zum Vorfall geäußert. Der technische Ausfall habe sich nicht Ende Januar, wie zunächst angenommen, sondern bereits Anfang Dezember ereignet. Der Sprecher erklärte: „Wir nutzen Regenwasser aus umwelttechnischen Gründen, um die Toiletten nicht mit Trinkwasser bewässern zu müssen. Im Dezember gab es einen einmaligen Ausfall der Pumpanlage.“ Hierbei hätten die Mitarbeiter lediglich bis zum Austausch der Anlage - was keinen Tag gedauert habe - zu Eimern greifen müssen. „Wie man es zu Hause eben auch machen würde“, so der Sprecher.

Ursprungsartikel vom 5. Februar: Zustände wie im 19. Jahrhundert: Klo-Desaster am Münchner Google-Standort

München - Man kennt es vielleicht von Campingurlauben oder aus Filmen, die in längst vergangener Zeit spielen: Wenn es keine Toilettenspülung gibt, kann auch ein Wassereimer das eigene Geschäft wegspülen - einfach nach der Beendigung des Grundbedürfnisses hinterherkippen. 

So selten, wie man in der heutigen Zeit annehmen mag, ist die Praktik jedoch gar nicht. Denn im Münchner Google-Standort hat, wie die SZ berichtete, ein jeder Mitarbeiter seinen eigenen Eimer für den Fall, das dort die Technik ausfällt. 

München: Google nutzt Regenwassertanks für Toiletten - vorausgesetzt, es hat genug geregnet 

Der Grund dafür ist folgender: Als der Münchner Standort im Arnulfpark im April 2016 eröffnet hat, wurden dort einige innovative Features in das Gebäude integriert. Wie chip.de berichtete, waren darunter auch zwei unterirdische Wassertanks, die insgesamt bis zu 210.000 Liter Regenwasser speichern und die Toiletten im Gebäude mit Wasser versorgen. 

Lediglich, wenn das Wasser der unterirdischen Tanks leer sei, komme es zur Nutzung von Frischwasser. Ende Januar - unmittelbar vor dem großen Unwetter, das auch enorme Regenfälle mit sich brachte - sei laut des SZ-Berichts die fragliche Technik jedoch ausgefallen. 

Video: In London werden auch öffentliche Toiletten mit Regenwasser gespült

Am Mittwochabend gegen 20.30 Uhr ereignete sich unweit der Allianz Arena ein tödlicher Unfall. Opfer wurde offenbar ein Fan des FC Bayern.

Google-Mitarbeiter in München müssen Toilette manuell mit Eimer spülen 

Die Folge: Die Mitarbeiter mussten nach dem Toilettengang zum Eimer greifen und so ihr eigenes Geschäft wegspülen. Auf Nachfrage von tz.de* äußerte sich Google nicht zu der Toiletten-Störung. 

Auch in einem oberbayerischen Kindergarten sind die Toiletten nicht so, wie es sich die Eltern für ihre Kinder wünschen. Denn sie kennen die Toiletten noch von ihrer eigenen Kindergartenzeit, wie Merkur.de* berichtet.

Ein Google-Maps-Nutzer aus der Gemeinde Emmering bei München hat auf Google Maps außerdem einen peinlichen Fehler des Online-Kartendienstes von Google entdeckt, als er einen Bach, der sich durch seinen Heimatort erstreckt, ausfindig machen wollte. 

kf

*tz.de und Merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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