Bayern-Präsident unterstützt DOSB

Hoeneß wirbt für Münchner Olympia-Bewerbung

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München - Am Montag trifft der DOSB die Entscheidung, ob München für die olympischen Winterspiele 2022 antreten soll. Bayern-Präsident Uli Hoeneß wirbt für eine Kandidatur der Landeshauptstadt.

Der Ur-Fußballer Uli Hoeneß wirbt vor der Grundsatzentscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes für eine weitere Münchner Winterspiel-Kandidatur. „Ich bin ein großer Freund von allen großen Sportereignissen. Und es würde unserem Land gut zu Gesicht stehen, eine Olympiade zu haben“, sagte der Präsident des FC Bayern München vor der richtungweisenden Entscheidung der DOSB-Mitgliedsorganisationen an diesem Montag in der bayerischen Landeshauptstadt. Hoeneß geht es auch um Vielfalt. „Ich bin der Meinung, dass wir alle aufpassen müssen, dass sich der Sport in unserem Land nicht nur auf Fußball konzentriert, dass wir nicht so einseitig werden“, mahnte Hoeneß.

München blickt mit seinen drei Partnern Garmisch-Partenkirchen, Schönau am Königssee und Ruhpolding „mit Zuversicht auf das Votum“ der DOSB-Verbände, wie Oberbürgermeister Christian Ude der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Die „hochgelobte 2018-Bewerbung“, mit der München vor zwei Jahren bei der Abstimmung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) klar gegen das südkoreanische Pyeongchang verloren hatte, sei weiter „optimiert worden“, betonte der SPD-Politiker.

41 Tage vor den Bürgerentscheiden zu einer neuerlichen Winterspiel-Kampagne wäre ein klares DOSB-Bekenntnis ein sehr wichtiges Signal. Innerhalb der Mitgliedsverbände gibt es auch starke Kräfte, die irgendwann in der Zukunft eine Sommerspiel-Bewerbung bevorzugen würden. „Es müssen in den nächsten Wochen konzertierte Aktionen kommen“, hatte Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Skiverbandes, in der „Süddeutschen Zeitung“ gefordert.

In den modifizierten Plänen für 2022 würde die Zahl der Wettkampforte von drei auf vier erweitert. Die Langläufer und Biathleten würden nun in neun Jahren in Ruhpolding um Medaillen kämpfen. „Jetzt können wir auf eine noch größere Zahl professioneller Sportstätten zurückgreifen, die sich bei internationalen Wettbewerben bestens bewährt haben“, erläuterte Ude die Vorteile. „Mehr als 80 Prozent der vorgesehenen Sportflächen werden schon heute regelmäßig für Großveranstaltungen genutzt.“ Das sei „auch ein Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit.“ München war 1972 Schauplatz von Sommerspielen.

Ein positives DOSB-Votum wird erwartet. Spannender könnte es am 10. November bei den Bürgerentscheiden an den vier geplanten Standorten werden, besonders in München. „Wir hoffen sehr, dass - die vorbereitenden Beschlüsse in den politischen Gremien vorausgesetzt - auch die Bürgerinnen und Bürger dem optimierten Konzept ihre Stimme geben“, erklärte Ude. Die Kosten für Winterspiele in neun Jahren werden in einer Konzeptstudie auf 3,3 Milliarden Euro beziffert.

Eine Bewerbung um die Winterspiele 2022 müsste bis zum 14. November beim IOC eingereicht werden. Offiziell beworben hat sich bislang Kasachstans Großstadt Almaty. Als ein starker Gegner steht Oslo in den Startlöchern. Die IOC-Vollversammlung wird die Winterspiele 2022 Am 31. Juli 2015 in Kuala Lumpur vergeben.

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dpa

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