Blick in die Zukunft

TÜV SÜD macht automatisiertes Fahren weltweit sicher – von München aus

Eine computeranimierte Grafik zeigt ein Auto von innen.
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Ein Auto, das von alleine fährt? Der TÜV SÜD arbeitet daran, durch diese Möglichkeit das Fahren sicherer zu gestalten.

Automatisiertes Fahren ist die Zukunft. Der TÜV SÜD arbeitet daran, neuartige Fahrzeuge möglichst verkehrssicher zu gestalten.

Mobilität erlebt einen gewaltigen Modernisierungsschub – weltweit arbeiten Spezialisten an neuen Konzepten. Eine zentrale Technologie dahinter heißt: automatisiertes Fahren. Die Ziele sind bessere Koordinierung und Planbarkeit von Mobilität, ergo weniger Fahrten, sinkende Emissionen und vorneweg: Vision Zero – eine Welt ohne Verkehrstote. Damit aber Autofahrer das Lenkrad aus der Hand geben, braucht es vor allem Vertrauen und gesellschaftliche Akzeptanz. Die Menschen sind es gewohnt, dass ihr Auto sicher ist. TÜV SÜD ist weltweit Partner bei der Entwicklung von Testmethoden und internationalen Sicherheitsstandards für automatisiertes und vernetztes Fahren – auch in Spezialbereichen, wie etwa Cybersecurity, Konnektivität oder Künstlicher Intelligenz (KI). Klar ist: Die Entwicklung von automatisiertem und vernetztem Fahren ist auf der Überholspur.

Virtuell und real: So laufen die Tests bei TÜV SÜD ab

Fahrzeuge zum Test von hochautomatisierten Fahrfunktionen sind seit Jahren auf den Straßen unterwegs. Für die Sicherheit sorgt ein Mix aus Prüfverfahren mit physischen Realversuchen und virtuellen Simulationen, bei denen Fahrfunktionen in unterschiedlichsten Szenarien und herausfordernden Verkehrssituationen getestet werden. Die Tests stellen sicher, dass das Auto in jeder Fahrsituation das macht, was es soll. Kurz: Die Ingenieure wissen, wie das Auto lenkt, beschleunigt oder bremst. Dazu Christian Gnandt, Vice President Automated Driving bei TÜV SÜD: „Wir prüfen die funktionale sowie Cybersicherheit der Fahrzeuge. Schon heute begleiten wir zum Beispiel die Automobilhersteller bei der Entwicklung automatisierter Autos und sorgen mit unseren unabhängigen Bewertungen dafür, dass Kunden ihre Modelle mit Individualzulassungen durch die Genehmigungsbehörden im Verkehr erproben können.“  

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Automatisiert und kontrolliert: TÜV SÜD gestaltet aktiv mit

Im Windschatten der enormen technologischen Fortschritte nimmt auch die Entwicklung internationaler Standards und Regularien Fahrt auf. Letztendlich bilden sie die Grundlage dafür, dass die Fahrzeuge, egal woher sie stammen, überall mit demselben Sicherheitsniveau unterwegs sind. Ein Beispiel dafür ist die Regelung der UNECE (Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen) für ein automatisiertes Spurhaltesystem, für das man sich erstmals international auf verpflichtende Regeln geeinigt hat. Die automatisierte Fahrfunktion kontrolliert das Auto in Längs- und Querrichtung und hält es ohne Zutun des Fahrers innerhalb des Fahrstreifens. Ist das System aktiv, überprüft es neben dem sicheren Fahrbetrieb permanent den Zustand des Fahrers und stellt sicher, dass dieser bei Bedarf das Steuer übernehmen kann. Gnandt: „Nachrichten lesen oder E-Mails beantworten – das ist damit bereits möglich.“ Mit den begleitenden UNECE-Regelungen für Cybersecurity  und Software-Updates, die alle gemeinsam Ende Januar in Kraft getreten sind, wurde der Weg zum automatisierten und vernetzten Fahren weiter geebnet. So müssen Softwareupdates beispielsweise auch „Over the Air“ zuverlässig und sicher funktionieren. Hier kommt schon jetzt die Norm ISO 21434 zum Einsatz – ein internationaler Standard für Cybersecurity, den TÜV SÜD aktiv mitgestaltet hat. Die nächsten Schritte für UNECE-Regelungen zum automatisierten Fahren sind in den verschiedenen nationalen und internationalen Plattformen auf dem Weg.

Impressionen: Automatisiertes Fahren im Test bei TÜV SÜD

Eine Person fährt und hat dabei die Hände nicht am Steuer.
Hände weg vom Steuer! Noch ist automatisiertes Fahren für viele ungewohnt, doch würde es das Fahren sicherer machen.  © Christian Charisius/dpa
Ein Audi fährt eine Straße entlang.
Umfangreiche Tests und Probefahrten sorgen dafür, dass sich das automatisierte Fahren schnell weiter entwickelt. © Christophe Gateau/dpa
Eine Person sitzt in einem Auto.
Automatisiert rückwärts einparken – dieses Tool nützen schon viele Autos.  © Franziska Kraufmann/dpa
Ein Schild mit der Aufschrift „Testfeld autonomes Fahren“.
Diese Schilder sieht man mittlerweile recht häufig im Straßenverkehr. © Uli Deck/dpa

Global und interdisziplinär: Wertvolle Beiträge des TÜV SÜD zum automatisierten Fahren

Ob es um die Fahrzeugentwicklung, Tests und Prüfungen, die Zulassung oder die Gestaltung rechtlicher Rahmenbedingungen geht: TÜV SÜD begleitet automatisiertes Fahren von Beginn an. Hierzulande gestalten die Experten beispielsweise die Überarbeitung von Normen und Regularien mit, etwa als Teil des Sonderausschusses „Fahrerassistenzsysteme“ des Bundesverkehrsministeriums. Sie sind Partner beim Betreiben von Testfeldern für Fahrzeugentwickler wie etwa dem für automatisiertes Fahren Baden-Württemberg. Zudem erforscht TÜV SÜD im Verbund VVM (Verifikation/Validierung autonomer Systeme) gemeinsam mit 22 Partnern rechtssichere und effiziente Verifikations- und Validierungsmethoden für vollautomatisierte Fahrfunktionen.

International begleitet TÜV SÜD die Automobilindustrie bei der Entwicklung sicherer automatisierter Technologien in einem internationalen Netzwerk von Partnerunternehmen, Universitäten, Behörden und Forschungsinstituten. Ein herausragendes Beispiel für die globale Zusammenarbeit ist die International Alliance for Mobility Testing and Standardization (IAMTS), die von TÜV SÜD mitgegründet wurde. Ebenfalls daran beteiligt sind unter anderem: SAE International mit Sitz in den USA, das China Automotive Technology and Research Center (CATARC), das Shanghai Intelligent Automotive Center (SIAC), das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), das Deutsche Institut für Normung (DIN) und das International Transportation Innovation Center (ITIC). Gemeinsame Ziele sind die Erprobung, Standardisierung und Zertifizierung innovativer Mobilitätssysteme und -dienstleistungen. Dafür entwickeln die Partner ein internationales Portfolio an Testumgebungen für Smart-Mobility-Lösungen. Gnandt: „Mit unserem internationalen Einsatz sorgen wir für Vertrauen und leisten unseren Beitrag dazu, dass automatisiertes Fahren eine Erfolgsgeschichte wird. Von München aus arbeiten wir so mit an der Mobilität von morgen mit einem sehr konkreten Ziel: der Vision Zero, einer Welt ohne Verkehrstote.“  

Kontakt

ADAC Südbayern e.V.
Ridlerstraße 35
80339 München
Telefon: 089 / 5195-0
Fax: 089 / 5195-195 
E-MailInfo-Service@sby.adac.de
Web: www.adac.de/der-adac/regionalclubs/suedbayern/

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