Jahr der Mobilität

Überblick mit ADAC Maps: Mautdschungel in Europa

Wer nach Italien in den Urlaub fahren möchte, muss auf den Autobahnen Maut bezahlen. Kosten richten sich n ach der zurückgelegten Strecke.
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Wer nach Italien in den Urlaub fahren möchte, muss auf den Autobahnen Maut bezahlen. Kosten richten sich n ach der zurückgelegten Strecke.

Wer sich mit dem Auto in den Urlaub begibt, sollte sich unbedingt über die Mautbestimmungen auf der Strecke informieren. Der ADAC bietet Unterstützung.

In den meisten Ländern können Autobahnen, Schnellstraßen, Brücken oder Tunnels mautpflichtig sein. „Egal, wohin eine Autofahrt ins Ausland führt: Autofahrer sollten sich vor Reisebeginn unbedingt über die Mautbestimmungen in Transitländern und im Urlaubsziel informieren, denn die Mautbestimmungen sind in Europa sehr unterschiedlich, und Verstöße können teuer werden“, so Alexander Kreipl, verkehrs- und umweltpolitischer Sprecher beim ADAC Südbayern.

In der Europäischen Union gibt es in acht Ländern eine streckenbezogene Maut. In Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Polen, Portugal und Spanien müssen Autofahrer eine Gebühr für die zurückgelegten Kilometer zahlen. Auch in den Nicht-EU-Ländern Bosnien-Herzegowina, Großbritannien, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien, in der Türkei und in Weißrussland wird nach Entfernung abgerechnet. Nicht immer ist das gesamte Autobahn- und Schnellstraßennetz mautpflichtig. Die Bezahlung erfolgt je nach Land beim Ein- oder Ausfahren an der Mautstation. In acht weiteren europäischen Ländern benötigen Autofahrer sowohl für Fahrten auf Autobahnen als auch auf Schnellstraßen eine Vignette: Bulgarien, Österreich, Rumänien, die Schweiz, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Die Vignetten gelten unterschiedlich lange. Zudem gibt es Länder, die eine Sondermaut für Brücken, Tunnel und Pässe verlangen: etwa Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Dänemark und Schweden.

Elektronische Maut & digitale Vignetten

Länder wie Portugal und Polen setzen auf verschiedenen Streckenabschnitten auch auf elektronische Bezahlsysteme. Hier werden die gefahrenen Kilometer über einen zu erwerbenden Transponder erfasst. Für Ungarn, Rumänien, die Slowakei und neu seit 2021 in Tschechien benötigen Autofahrer hingegen eine E-Vignette. Auch in Österreich gibt es seit November 2017 neben der Klebevignette eine digitale Vignette. Sie ist allerdings erst 18 Tage nach der Bestellung im Internet oder über die App unterwegs gültig. In den ADAC Geschäftsstellen können Sie die digitale Vignette mit sofortiger Gültigkeit kaufen. In England (London), Irland (Dublin) und auch in Italien (nördlich von Mailand) gibt es Streckenabschnitte, für die sich Reisende bereits vorab im Internet registrieren müssen. „Als ADAC Südbayern bieten wir allen Verkehrsteilnehmern mit unserer App ADAC-Maps einen umfangreichen Service der detaillierten Streckenplanung inklusive Mautkosten für die Reiseroute“, so Kreipl.

Tunnel und Pässe in den Alpen: Welche sind mautpflichtig?

Egal, ob Sie eine streckenabhängige Maut bezahlen oder eine Vignette auf den Weg in Ihren Urlaub kaufen – in den Alpen kosten viele Pässe, Tunnel oder Brücken extra. Für die wichtigsten Verbindungen haben wir die aktuellen Kosten zusammengestellt.

Die Gebührenspanne reicht je nach Länge eines Tunnels beispielsweise von 6 Euro für den österreichischen Bosruck-Tunnel (5509 Meter) bis zu 46,30 Euro für den 11,6 Kilometer langen Mont-Blanc-Tunnel zwischen Frankreich und Italien. Die genauen Mautkosten für Ihre Reiseroute können Sie vorab in ADAC Maps berechnen und planen.

Durch die zunehmende Digitalisierung an den Mautstationen kommt es jedoch immer häufiger zu technischen Schwierigkeiten bei den Bezahlsystemen. Wer die Maut nicht korrekt bezahlt, muss mit Nachforderungen und Bußgeldern rechnen. Beispielsweise darf Italien nicht bezahlte Mautforderungen bis zu zehn Jahre einfordern.

Welche Bußgelder drohen?

Wer keine Vignette kauft oder sie nicht richtig an der Windschutzscheibe anbringt, muss mit teils drastischen Bußgeldern rechnen. In Slowenien drohen bis zu 800 Euro. Auch Österreich (ab 120 Euro), die Schweiz (190 Euro plus Vignettenkosten) und Tschechien (ab 185 Euro) bitten Mautsünder ordentlich zur Kasse.

Touristen trifft die zunehmende Digitalisierung der Mautsysteme oft unvorbereitet, denn auch hier gibt es immer wieder aktuelle Neuerungen, wie zum Beispiel die Umweltplakette für Paris und andere französische Städte. Wer mit dem eigenen Auto unterwegs ist, muss mindestens 15 Tage vor Reiseantritt online eine Umweltplakette bestellen.

„Wichtig ist, sich entsprechend vorzubereiten: Dazu gehört sich nicht nur rechtzeitig vor den Mautstationen einzuordnen und das Ticket bereitzuhalten, sondern auch entsprechend Geld oder Kreditkarte. Fahren sie bei Unsicherheiten lieber den Schalter mit Personal an und wenden sie sich bei Problemen an die Autoclubs, die ihnen gerne weiterhelfen“, betont Kreipl.

ADAC Mautbox

Keine Lust auf kilometerlange Warteschlangen und Staus an den Mautstationen? Dank der neuen ADAC Mautbox für Pkw (auch mit Wohnwagen und Anhänger), Motorräder und Wohnmobile öffnet sich auf dem Weg in den Urlaub jede Schranke in den Ländern Italien, Frankreich, Spanien und Portugal.

Wie bekomme ich beim ADAC die Mautbox für Pkw und Wohnmobile? Der Kunde bestellt die kompakte Mautbox (7 x 4,5 x 3 cm) entweder beim ADAC in einer der 18 ADAC Geschäftsstellen & Reisebüros in Südbayern. Ferner kann die Box telefonisch unter der Nummer 089 45 35 35 70 (Mo. bis Sa. von 8 bis 20 Uhr) oder online unter www.adac-mautbox.de geordert werden.

Wie wird die Strecke erfasst und wie öffnet sich die Schranke? Der Kunde nutzt die mit „T“ gekennzeichneten Spuren an den Mautstationen. Die Mautbox erfasst die gefahrenen Kilometer und übermittelt die Informationen an die Streckenbetreiber. Ein digitales Signal öffnet die Schranke und ermöglicht die freie Fahrt durch die Tele-Mautstationen. Die Mautbox wird direkt neben dem Rückspiegel angebracht.

Wie erfolgt die Abrechnung und was kostet die Mautbox? Der Kunde bezahlt die einmalige Aktivierung der Mautbox (19,90 Euro; zzgl. 3,90 Euro Versandgebühr) und die Jahresgebühr von 19,90 Euro. Dann kommen die tatsächlich gefahrenen Strecken hinzu und der Mautaufschlag von 5%. Abgerechnet wird monatlich mit der hinterlegten Zahlungsmethode.

Kann ich die Mautbox in verschiedenen Fahrzeugen verwenden? Ja, ein Fahrzeugwechsel ist problemlos möglich. Loggen Sie sich dafür in Ihren Kundenbereich auf www.adac-mautbox.de ein und ändern Sie Ihr Fahrzeug unter dem Menüpunkt Mautbox-Verwaltung.

Einfach installiert und nützlich auf Europas Straßen ist die ADAC Mautbox.

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