Aufführung mit Schwächen

Jesus Christ Superstar: Wo bleibt der starke Sound?

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Peti van der Velde (Maria) und Drew Sarich (Jesus) im Circus Krone.

München - Nach der Zirkusprinzessin bespielt das heimatlose Gärtnerplatztheater nun wieder den Circus Krone – mit "Jesus Christ Superstar".

Erstaunlich, wie rockig Andrew Lloyd Webber mal war – in Jesus Christ Superstar von 1971, einer ambitionierten Rock­oper am Puls der damaligen Zeit. Nach der Zirkusprinzessin bespielt das heimatlose Gärtnerplatztheater nun wieder den Circus Krone – in einer konzertanten Aufführung.

Webbers Werk sieht neben der Orchester- auch eine Bandversion vor, mit der sich der Mix aus Beatausläufern, Soul und Rock bestens transportieren lässt. Stattdessen arbeitet sich das Orchester, ergänzt durch eine einsame Rockgitarre, die so gut wie nie spielt, an den zu lauten Drums und schlechter Akustik ab. Soulsound ohne hörbaren Bläsersatz ist eine Illusion, Rocksound ohne treibende Gitarrenpassagen ein frommer Wunsch. Zum Glück ist da Alex Melcher, der den heimlichen Star des Stücks, den Judas, mit großartiger Rockröhre fetzt. Und Drew Sarich als Jesus kann man als Idealbesetzung gar nicht genug loben. Bespielt werden zur Pyramide aufgetürmte Bühnenpodeste. Viele unnötige Statisten mischen sich unter die Jünger. Lauwarm in Szene gesetzt (Josef E. Köpplinger), wird die Truppe ab und zu vom lustlosen Herumsitzen am Manegenrand befreit. Tolle Momente, aber viel Leerlauf.

C. F.

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