Kampusch-Drama heute in der ARD

3096 Tage: Ein Kammerspiel des Schreckens

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Mit seinen Zwangsneurosen quält und demütigt Entführer Priklopil (Thure Lindhardt) die gefangene Natascha (Antonia Campbell-Hughes).

Köln - Das Erste zeigt am Mittwoch Abend den an das Schicksal von Natascha Kampusch angelehnten Spielfilm "3096 Tage". Wir werfen einen Blick voraus:

Er hatte sich die Drehbuchrechte gesichert und angefangen, an diesem „Kammerspiel des Schreckens“ zu arbeiten. Doch im Januar 2011 starb Bernd Eichinger überraschend. Sein Drehbuchfragment auf der Basis von Natascha Kampuschs Autobiografie 3096 Tage wurde von Ruth Thoma ergänzt. Heute feiert der Film, der die schockierende Geschichte des entführten Mädchens schildert, TV-Premiere.

Natascha Kampusch (als junges Mädchen: Amelia Pidgeon, später: Antonia Campbell-Hughes) ist zehn Jahre alt, als sie vom arbeitslosen Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil (Thure Lindhardt) auf dem Schulweg entführt wird. Er will kein Lösegeld, er will das Mädchen besitzen. Achteinhalb Jahre hält er Natascha in einer zweimal drei Meter großen Zelle gefangen. Aus der anfänglichen Versorgung mit Märchenbüchern, Lieblingskeksen und Gute-Nacht-Küssen wird körperliche Nötigung, Nahrungsentzug und psychische Demütigung. Es ist nicht immer leicht, dem erschütternden Film von Regisseurin Sherry Hormann zuzuschauen. Denn gerade das leise Psychoduell zwischen Opfer und Peiniger löst Beklemmungen aus.

3096 Tage

heute, 22.45 Uhr, ARD

 aki

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